Venus vom Hohlen Fels | Bildquelle: RTF.1

Schwäbische Alb:

Eiszeithöhlen sind Weltkulturerbe

Stand: 17.07.17 14:32 Uhr

Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst sind Weltkulturerbe. Das hat das UNESCO-Welterbe-Kommittee am Sonntag im polnischen Krakau beschlossen. In den sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb lebten vor etwa 35 bis 40.000 Jahren Menschen, die dort einzigartige Zeugnisse menschlichen Kunstschaffens hinterließen.


Die Venus vom Hohle Fels – die weltweit älteste Darstellung eines Menschen. Nur eine von rund fünfzig kleinen Skulpturen aus Mammutelfenbein, die Tübinger Forscher in den sechs Höhlen entdeckten, die jetzt zum Weltkulturerbe gehören: Drei Höhlen im Achtal zwischen Blaubeuren und Schelklingen und drei Höhlen im Lonetal im Landkreis Heidenheim.  Hinzu kommen acht Flöten – die ältesten Musikinstrumente der Welt. 
 
Tourismusminister Guido Wolf gratulierte der gesamten Region zu dieser Auszeichnung. Mit der Ernennung der Eiszeithöhlen zum Weltkulturerbe werde das schon jetzt überaus attraktive Angebot an archäologischen Sehenswürdigkeiten im Land weiter aufgewertet, sagte Wolf. 
 
Die Kunstwerke sind zum großen Teil im Museum auf Schloss Hohentübingen sowie im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren ausgestellt.  Im Ulmer Museum gibt es eine Dauerausstellung rund um den Löwenmenschen.  Weitere Funde gibt es im Archäopark Vogelherdhöhle sowie im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart zu bestaunen. 
 
Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst sind das sechste Weltkulturerbe in Baden-Württemberg.
Die anderen fünf Welterbestätten sind das Kloster Maulbronn,  die Klosterinsel Reichenau,  der Obergermanisch-Rätische Limes,  die Pfahlbauten  und zwei Häuser der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart.
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