Geräte auf der Intesivstation | Bildquelle: pixelio.de - Michael Bührke Foto: pixelio.de - Michael Bührke

Reutlingen/Baden-Württemberg:

Patientensicherheit und Qualität in Krankenhäusern

Stand: 10.07.14 13:47 Uhr

Wenn Krankenhäuser krank machen in jüngster Vergangenheit haben sich die Medienberichte über "Killerkeime" in Kliniken gehäuft. Viele Patienten sind verunsichert und haben Angst. Darum hat die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, kurz BWKG, jetzt die Themenwoche "Patientensicherheit und Qualität" gestartet. Auch die Kreiskliniken Reutlingen sind dabei.

Was hier so bunt und harmlos aussieht ist der Horror für Mediziner: Bakterien und Viren, die nicht nur krank machen, sondern auch stetig widerstandsfähiger gegen gängige Medikamente werden. Sprich: die Behandlung wird immer schwieriger. Und am schnellsten stecken sich natürlich Menschen mit einem schwachen oder geschwächten Immunsystem an wie die Patienten im Krankenhaus. Um Infektionen zu vermeiden, hilft nur Hygiene – aber nicht nur bei Personal und Räumlichkeiten. Denn die Krankheitserreger müssen nicht unbedingt von innen kommen. Die zahlreichen Besucher, die hier jeden Tag ein- und ausgehen, sind allesamt Keimträger und somit eine potenzielle Gefahr.

Es mag banal klingen, meint der Geschäftsführer der Kreiskliniken Reutlingen, Norbert Finke, aber es fange mit der Händehygiene an. Die Händehygiene sei wichtig, und man habe in den drei Krankenhäusern an fast jeder Ecke Desinfektionsspender aufgestellt, und man könne sich immer wieder neu auch die Hände desinfizieren, und das helfe sicherlich den Patienten insbesondere.

In Reutlingen fängt die Patientensicherheit schon bei der Aufnahme an. Kommt ein Patient beispielsweise in die Notaufnahme, wird zunächst überprüft, ob er ansteckend sein könnte. Ist das der Fall, geht es direkt über eine separate Tür weiter, nicht an den anderen Hilfesuchenden vorbei. Die oberste Devise lautet: Keime erkennen und die Übertragung vermeiden. Am Steinenberg haben es die Verantwortlichen letztes Jahr geschafft, Infektionen bis auf zwei Fälle zu vermeiden. Doch eine hundertprozentige Sicherheit könne es nicht geben.

Wenn Fehler passieren würden, müsse eine offene Fehlerkultur herrschen, meint Thomas Reumann, der Aufsichtsratsvorsitzende der Kreiskliniken Reutlingen und Vorsitzender der BWKG. Man müsse Fehler offensiv angehen, man müsse schauen, warum die Dinge passiert seien und müsse dann auch ein Management haben, dass die Fehler abgewendet werden könnten und entsprechende Konsequenzen draus gezogen würden.

Dafür sind bei den Kreiskliniken Reutlingen geschultes Personal und ein eigenes Qualitätsmanagement zuständig. Und das bezieht auch die Patienten mit ein.

Das Beste was ihnen, also den therapeutisch Tätigen passieren könne, sei, dass die Patienten sich wohlgefühlt hätten, der Behandlungserfolg eingetreten sei und das sie diese Auffassung auch wieder an das Expertenteam – Mediziner und Pflegende – zurück geben würden, so Finke.

Denn das sei es, was es dem Krankenhaus auch erlaube, sich stetig zu verbessern. Wie gut aufgestellt die Kliniken im Land und auch in der Region bereits sind, soll durch die Themenwoche jetzt deutlich werden. Denn kein Patient soll vor einem Krankenhausaufenthalt Angst haben müssen.

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