"Es ist erschreckend, dass so viele Bewerber am Deutsch-Test scheitern. Dies verwundert auch deswegen, weil sich immer mehr Abiturienten bei der Polizei bewerben", sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Hans-Jürgen Kirstein, den Zeitungen.
Auch für Manfred Klumpp, Landeschef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, ist die hohe Quote der Durchfaller ein Alarmsignal. Trotzdem will er an dem bisherigen Verfahren festhalten. "Der Deutsch-Test wird bei der Einstellung konsequent durchgeführt. Ich finde das richtig und plädiere dafür, den aktuellen Standard auch in Zukunft zu halten." Dies sei wichtig, weil die Polizisten im Alltag auch Protokolle für Verfahren bei Gerichten und Staatsanwaltschaften schreiben müssten.
Auch Ralf Kusterer, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, plädierte dafür, die Anforderungen wegen der schwachen Ergebnisse nicht herunterzuschrauben. "Wir wollen bei der Polizei schließlich keine schlechten Bewerber", sagte Kusterer den Zeitungen. Er betonte: "Die Bundespolizei hat bereits einige Standards verringert. Das ist für mich der falsche Weg." Die grün-schwarze Landesregierung will bis 2021 pro Jahr mindestens 1400 Polizeianwärter einstellen.
![]() | Klar 4 / 5° C Luftfeuchte: 100% |
![]() | Bewölkt 4 / 5° C Luftfeuchte: 100% |
![]() | Heiter 3 / 4° C Luftfeuchte: 94% |