Fußball-WM: Public Viewing | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

Public Viewing am Anlagensee

Stand: 03.07.14 19:16 Uhr

Gestern Abend war es wieder soweit! Ganz Fußball-Deutschland hat sich gespannt vor den öffentlichen und heimischen Bildschirmen versammelt und das Vorrundenspiel unserer Elf gegen Ghana verfolgt. Auch im WM-Park am Tübinger Anlagensee haben sich zahlreiche Fußballfans getroffen und auch wir haben dort für Sie mitgefiebert.

Von Partystimmung wie am Montag war da aber erstmal nicht viel zu sehen. Stattdessen angespannte Gesichter. Denn von einem gewaltigen Torregen wie gegen Portugal fehlte jede Spur. Die deutsche Nationalelf hatte Mühe, sich gegen die Ghanaer durchzusetzen. Torschüsse scheiterten oft an der westafrikanischen Abwehr, spätestens aber am Die Enttäuschung über missglückte Angriffe war groß – im Stadion ebenso wie beim Public Viewing am Anlagensee. Null zu null lautete der Spielstand zur Pause. "Miserabel!" findet ein Fan. Er habe sich mehr versprochen: Zumindest ein Tor oder bessere Chancen. Auch ein anderer Zuschauer zeigte sich entäuscht. Er habe mit einem 4:1 gerechnet. Zwar erst am Ende des Spiels, aber bis zur Halbzeit sehe das nicht gut aus. Laut zwei jungen Männer mit Pailletten-Maske habe Deutschland schon immer ein Problem mit afrikanischen Mannschaften. Das sei nicht der Spielstil, der den deutschen Mannschaften liegen würde. Löw solle Schürrle für Götze ins Spiel bringen, das würden den beiden zufolge eine Verbesserung bringen. Die Jungs zeigten sich optimistisch, was die zweite Halbzeit angehe. Löw werde seinen Jungs richtig Druck machen und dann werde das funktionieren. 2:1 oder 2:0 werde es wohl ausgehen. Aber ein Sieg für Deutschland sei sicher.

Nach mehr als 50 Minuten fiel dann das erlösende Tor durch Mario Götze. Und die Stimmung am Anlagensee verbesserte sich merklich. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Denn gerade mal drei Minuten später fiel der Ausgleich für die Spieler aus Ghana. Weitere neun Minuten später schoss Asamoah Gyan die Mannschaft in rot sogar in Führung. Jubel in Fortaleza, erstarrte Gesichter in Tübingen. Die entspannten sich erst in der 71. Minute wieder etwas, nachdem der Sekunden zuvor eingewechselte Miroslav Klose den Ausgleich erzielte. Und beim zwei zu zwei bliebs dann auch.

Es sei ein verdienstes 2:2, so ein Fußballfan nach Spielende. Ghana sei überraschend stark gewesen. Damit habe man nicht unbedingt rechnen können. Nach der Auftaktniederlage, die sie gegen die USA erlitten haben, hätte er sie jetzt viel schwächer erwartet. Aber so hätte sich die westafrikanische Mannschaft jetzt eben noch ein verdientes 2:2 gegen Deutschland geholt. Ein anderer Mann im Deutschland-Outfit habe schon von Anfang an gewusst, dass das Spiel echt blöd werden würde, weil die deutsche Elf schon 2010 gegen Ghana nicht gut ausgesehen habe. Und dieses Mal sei es echt verdammt schwierig gewesen. Aber 2:2 sei ein Punkt. Und das bedeute, dass Deutschland mit vier Punkten immer noch vorne mit dabei sei. Grund genug für die anwesenden Fußballfans also, die Mannschaft auch ohne Sieg nach dem Spiel gebührend zu feiern. Und – da waren sich die Fans einig: Deutschland kann locker Weltmeister werden.

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