Elmar Rebmann | Bildquelle: RTF.1

Bad Urach:

2016 war ein gutes Jahr

Stand: 27.12.16 15:01 Uhr

2016 geht zu Ende, und viele schimpfen über das vergangene Jahr. Doch für Elmar Rebmann, Bürgermeister von Bad Urach, war es ein gutes Jahr. Immerhin wurde er mit einem sehr guten Ergebnis wiedergewählt. Auch das Stadtjubiläum 700 Jahre Urach sei voll und ganz erfolgreich gewesen, sagte Rebmann im Jahres-Interview mit RTF.1. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, wurde der Wasserfallsteig zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt - und sorgte für einen unerwarteten Touristen-Andrang.


Der Uracher Wasserfall. Eine von zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die Bad Urach zu bieten hat. Der Wasserfallsteig, der diese Attraktion mit dem Rutschenfelsen und den Gütersteiner Wasserfällen verbindet, wurde 2016 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt. Das blieb nicht ohne Folgen.  "Wir wurden überrannt", sagte Bürgermeister Elmar Rebmann. "Ab dieser Bekanntgabe dieses tollen Preises wurden wir in diesem Bereich überrannt. Wir mussten nacharbeiten, wir mussten schnell weitere Parkplätze zur Verfügung stellen, um einfach der Verkehrssituation Herr zu werden."
 
In Bad Urach freute man sich sehr über den Besucheransturm, den das Jahr zweitausend-sechzehn bescherte. Umso mehr will die Stadt 2017 den Tourismus fördern.  "Wir werden auch im kommenden Jahr Mittel in die Hand nehmen und investieren, um im Maisental noch mal den Parkplatz jetzt richtig anzulegen, und wir wollen auch in Dinge investieren wie zum Beispiel in die sanitären Anlagen auf der Wasserfall-Hochwiese", sagte Rebmann.
 
Der Uracher Wasserfall mal ganz anders. Als Projektion am Turm der Stiftskirche Sankt Amandus wurde er im Oktober in die Stadt geholt.  Eine Klanginstallation machte daraus ein avantgardistisches Gesamtkunstwerk – den Uracher Amandusfall.  "Das ist was ganz neues gewesen", sagte Rebmann. "Das war natürlich ein Experiment, aber aus meiner Sicht gelungen. Es gab kritische Stimmen, klar, dem einen gefällt es mehr, dem anderen gefällt es weniger, aber die weitaus größten Rückmeldungen haben wir erhalten, haben gesagt: Das ist positiv und das hat über Urach hinaus gestrahlt. "
 
Der Amandusfall war nur einer von zahlreichen kulturellen Höhepunkten im Uracher Veranstaltungskalender.  Ein weiterer waren die Herbstlichen Musiktage. Ungewöhnlich dabei schon der Eröffnungsabend, der sich swingend und jazzig präsentierte.  "Das sind einfach Dinge, die wir in diesem Jahr erleben durften und wo wir dann auch festgestellt haben, dass wir es geschafft haben, ein jüngeres Publikum anzusprechen, aber unser Stammpublikum nicht zu vernachlässigen, und auf diesen Weg müssen wir uns in den nächsten Jahren auch begeben und da diese Herbstlichen Musiktage noch ein bisschen breiter aufzustellen, und das ist uns in diesem Jahr sehr gut gelungen", sagte Rebmann.
 
Ein weiterer Höhepunkt: Die Stadtsymphonie, die eigens zum Stadtjubiläum komponiert wurde. Sie machte die Vielfalt der in dieser Stadt lebenden Menschen deutlich – nicht nur musikalisch. Am Aufführungsabend präsentierte sich Bad Urach als bunte Stadt. Und sie wird noch bunter. Die Integration von Flüchtlingen sei bisher sehr gut verlaufen, so Bürgermeister Rebmann. Bisher sei kein böses Wort über die Flüchtlinge gefallen.  "Gerade da bin ich sehr froh und dankbar darüber, dass die Aufnahme von 300 Menschen in unserer Stadt so gut über die Bühne ging", sagte Rebmann, "und da bin ich auch den Uracherinnen und Urachern gegenüber für die Aufgeschlossenheit sehr dankbar, die Menschen in unsere Stadt aufzunehmen und sie in unsere Gesellschaft zu integrieren."
 
Auch für Bürgermeister Elmar Rebmann persönlich war zweitausend-sechzehn ein gutes Jahr. Denn er wurde mit klarer Mehrheit und bei vergleichsweiser hoher Wahlbeteiligung wiedergewählt. Ein Ergebnis, mit dem er sich sehr zufrieden zeigt:  "Zum einen war es von mir der Wunsch, dass die Wahlbeteiligung über 30 Prozent liegt, das ist bei der Ausgangssituation, die wir hatten, von der Bewerberlage her nicht überall üblich, und dann die 94 Prozent sind für mich sehr schön und geben mir auch Mut und Tatkraft für die nächsten acht Jahre."
 
Doch jetzt erst einmal ein Blick voraus auf zweitausend-sechzehn: Die Festhalle soll saniert werden, 
ebenso die Saunalandschaft der Albthermen und das Graf-Eberhard-Gymnasium. 
 
Doch das wichtigste ist: 2017 ist wieder ein Schäferlauf-Jahr, und vieles wird dann wieder ganz im Zeichen des traditionellen Heimatfestes stehen – mit seinem seit Jahren bewährten Programm.  "Es gibt die eine oder andere Entwicklung, an denen wir noch arbeiten", so Rebmann, "aber im Grundsatz bleibt es bei dem traditionellen Programm des Schäferlaufes, und es spricht die Menschen einfach hier in Bad Urach und in der Region natürlich sehr gut an. "
 
Die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren. Und Bürgermeister Elmar Rebmann ist bei weitem nicht der einzige, der sich darauf freut. Immerhin soll es sich nach Ansicht der Uracher um das schönste Heimatfest handeln. Auf jeden Fall ist es eines der größten und der traditionsreichsten im weiten Umkreis.
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