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Münsingen-Auingen:

Wie es dort oben einmal war: Albmaler Museum bietet Reise in die Vergangenheit

Auf dem Areal des ehemaligen militärisch genutzten Alten Lagers in Münsingen-Auingen soll bekanntlich Großes entstehen. Neben dem bereits dort befindlichen Biosphärenzentrum will Nudelfabrikant Franz Tress eine Biosphären-Erlebniswelt gestalten und einrichten. In den denkmalgeschützten Gebäuden sollen unter dem Stichwort der Nachhaltigkeit Ferienwohnungen, gastronomische Einrichtungen, aber auch Manufakturen mit "gläsernen Produktionen und Museen entstehen. In einer ehemaligen Offiziersunterkunft gehen die Dinge indessen bereits voran: Das Albmaler Museum nimmt die Besucher auf eine Reise mit in längst vergangene Zeiten.

Martin Rath auf dem Weg in das denkmalgeschützte Backsteingeäude OF 7 im Alten-Lager in Münsingen -Auingen. Der Anwalt und Kunstliebhaber hatte vor Jahren auf einer Auktion ein Gemälde erworben, das den kleinen Alb-Ort Salmendingen zeigt.

In der Folge ging der Fund Rath und dessen Frau nicht mehr aus den Kopf - und die Idee, weitere Gemälden zu finden, die ebenso historische Alb-Szenerien zeigen.Der Befund war dabei erstaunlich: Es gibt eine Vielzahl an Künstlern, die auf der Alb gemalt und gelebt und qualitativ hochwertige Gemälde hier hergestellt haben.

In der Folge stieg der Rathsche Bestand an Bildern an, die die unverkennbare Landschaft der Alb und das dort zumeist harte und einfache Leben, einer Zeitmaschine gleich, einfingen. Dann kam eine zufällige Begegnung mit Nudelfabrikant Franz Tress ins Spiel, der Rath von seiner Idee erzählte, im Rahmen seines "Albgut"Projekts im ehemaligen Offiziersgebäude OF7 ein Kunsthaus einzurichten. Die Idee für das Albmaler-Museum war geboren.

Rath entschied sich bei der Auswahl der ausgestellten Bilder dafür, möglichst viele Künstler zu zeigen. Dabei spannen die Gemälde einen 150jährigen Bogen vom 19. bis ins 20.Jahrhundert.Die Maler haben die Alb und ihre Menschen dabei teils völlig unterschiedlich dargestellt.

Die Gemälde zeigen auch, was sich seither verändert hat: Da sind  Szenen aus einem Steinbruch, bei dem die Menschen die von Hand gebrochenen Brocken noch per Pferdekarren fortschafften oder Bilder von der mühsamen Heuernte. Andere Künstler gewinnen dem harten alltäglichen Leben aber auch romantische und verklärende Eindrücke ab. Dargestellt ist eine ruhige Besinnlichkeit, die grade heute viele stressgeplagte Menschen in einer schnelllebigen Zeit hier auf der Alb wieder suchen.

Aus Sicht von Albgut-Initiator Franz Tress berühren sich hier Vergangenheit und Gegenwart in einer einzigartigen Weise. Die Alb habe "ein wahnsinnig großes und wunderbares Potential. Ein Glücksfall" sei es, dass viele nach dem Ende der großflächigen Landwirtschaft auf die Produktion von nachhaltigen Produkten gesetzt hätten. Die Alb habe dadurch heute und in Verbindung mit dem Biosphärengebiet "einen ganz anderen Stellenwert erhalten".

Und damit schließt sich der Kreis, den die ausgestellten Bilder der Vergangenheit im Albmaler Museum mit der Gegenwart bilden: Die Zahl derer, die im Biosphärengebiet Ruhe, Besinnung und nachhaltig produzierte Dinge suchen, gewinnt immer mehr Anhänger. Das Albmaler Museumist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

(Zuletzt geändert: Samstag, 17.09.16 - 15:37 Uhr   -   2710 mal angesehen)
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