Der Hintergrund: die bundesweite Vergleichsstudie VERA 8 der achten Klassen. Während das Land stagniert, haben sich andere verbessert, so Kultusministerin Susanne Eisenmann jetzt in Stuttgart. Grade Deutsch und Mathematik seien die Grundlage für den späteren Bildungsweg und "zentrale Kompetenzen für eine erfolgreiche Schullaufbahn". Deshalb könnte die Ergebnisse der VERA-Studie nicht zufrieden stellen.
Diese Entwicklung zeichne sich schon seit Jahren ab. Reagieren will man mit einer langfristigen Qualitätsoffensive, Qualitätskontrollen. Und mit mehr Lehrern:Zum Schuljahrsbeginn werden 6600 neue Lehrer eingestellt. Das sei ein absoluter Rekordwert, so Eisenmann. Noch nie seien die Einstellungsbedingungen für Lehrer so gut gewesen "wie jetzt".
Auch die Realschulen - bei Grün-Rot noch als Auslaufmodell gegenüber der Gemeinschaftsschule gehandelt - werden, wie von der CDU angestrebt, bis 2017/2018 mit zusätzlichen Lehrer-Stunden gestärkt. Dazu kommen neue Lehrpläne. Auch dort sind mehr Pool-Stunden für die Klassen 5 und 6 vorgesehen. Auch hier wolle man die Qualität und die individuellen Fördermöglichkeiten erhöhen
Die Stärkung der Realschulen zielt auch auf die Sicherung der Dualen Ausbildung an den Berufsschulen und beruflicher Gymnasien. Diese hatten das allmähliche Austrocknen zu Gunsten der besser gestellten Gemeinschaftsschulen befürchtet.
Von den Gemeinschaftsschulen sind ab Herbst 299 am Start. Und diese können ab dann auch - ein Zugeständnis an die Grünen - eine gymnasiale Oberstufe beantragen. Schulen, die das wollen, müssen aber mindestens 4 Züge in der Unterstufe vorweisen - landesweit kommen deshalb rund 10 in Betracht. Auch die Gemeinschaftsschulen sollen sich qualitativ fortentwickeln
Ein weiteres großes Thema: die Schule als Instrument der Flüchtlings-Integration: Die einjährigen berufsvorbereitenden VABO-Klassen an Berufsschulen. Die Anzahl der Lehrerstellen dort bleibt. Standard wird zudem eine Potentialanalyse der ankommenden 10- bis 20-jährigen .Bei der in diesem Jahr gestarteten Untersuchung soll ermittelt werden, auf welchem Sprach- und Bildungsstand die jungen Flüchtlinge sind. Ob nur der Spracherwerb das Problem ist oder ob beispielsweise Analphabetismus oder mangelndene Schulbildung vorliegt.
So könne den Kindern oder Jugendlichen ganz konkret geholfen - und die Integration vorangebracht werden. Die Test-Erfahrungen damit seien ausgesprochen gut.
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