Operation | Bildquelle: RTF.1

Freiburg:

Weniger Folgeschäden bei Aorten-Aneurysma - Sechs Millionen Euro Förderung für Forschungsprojekt zur besseren Behandlung einer Hauptschlagader - Erweiterung

Stand: 01.09.16 06:31 Uhr

Forscher der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitäts-Herzzentrums Freiburg Bad Krozingen (UHZ) werden von der Europäische Union mit insgesamt sechs Millionen Euro für fünf Jahre unterstützt. Der EU-Grant ist die höchste finanzielle und zugleich renommierteste Förderung der Europäischen Union für Forschungsprojekte. Gefördert wird die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden des Aorten-Aneurysmas, eine Erweiterung der Hauptschlagader. Obwohl die herkömmliche Operation die Krankheit erfolgreich behandelt, gibt es bislang ein erhöhtes Risiko unterschiedlicher Folgeschäden wie Querschnittslähmungen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus ganz Europa erforschen die Herz- und Gefäßchirurgen des UHZ deswegen eine Methode für eine bessere Behandlung.

Forscher der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen (UHZ) werden mit einem Grant der Europäische Union in Höhe von insgesamt sechs Millionen Euro für fünf Jahre unterstützt. Der EU-Grant ist die höchste finanzielle Förderung der Europäischen Union für Forschungsprojekte. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus ganz Europa erforschen die Herz- und Gefäßchirurgen des UHZ eine Methode für eine bessere Behandlung des Aorten-Aneurysmas, eine Erweiterung der Hauptschlagader.

Hauptinitiator und Koordinator des Grants der Europäischen Union mit dem Titel „Paraplegia Prevention in Aortic Aneurysm Repair" ist die Universität Leipzig unter der Federführung eines der renommiertesten Forscher auf diesem Gebiet, Prof. Dr. Christian Etz.

Die zu erforschende Methode soll die Gefahr einer Querschnittslähmung in Folge der Operation vermindern. Durch Verschlussmaterial und minimalinvasive Katheter-Technik soll ein gezielter, kontrollierter Verschluss bestimmter Arterien-Gruppen hervorgerufen werden. Damit aktivieren die Forscher, dass sich neue Blutgefäße bilden, die eine bessere Durchblutung des Rückenmarks zur Folge haben. „Durch diesen Gefäßverschluss entstehen natürliche Bypässe, neu entstandene Blutgefäße, die die Gefahr einer Minderdurchblutung des Rückenmarks verhindern kann, die für die Querschnittlähmung verantwortlich ist", sagt PD Dr. Martin Czerny, Sektionsleiter der Gefäßchirurgie des UHZ.

Die Operation eines Aorten-Aneurysmas das sich vom Brustkorb in den Bauchraum erstreckt, gehört zu den technisch anspruchsvollsten Eingriffen in der Herz- und Gefäßchirurgie. Ein unbehandeltes Aneurysma kann bei einem Gefäß-Riss zu inneren Blutungen führen. Obwohl die herkömmliche Operation des Aneurysmas die Krankheit erfolgreich behandelt, gibt es ein erhöhtes Risiko unterschiedlicher Folgeschäden:

Nach dem komplizierten Eingriff erleidet im internationalen Durchschnitt ein wesentlicher Prozentsatz der behandelten Patienten aufgrund einer Minderdurchblutung des Rückenmarks eine Querschnittslähmung. „Mit der neuen Methode möchten wir die komplexe Operation des Aorten-Aneurysmas und die anschließende Behandlung erheblich verbessern", sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am UHZ.

Gemeinsam mit insgesamt 20 Zentren für Aorten-Chirurgie in Europa, darunter aus Deutschland die Universitäten Leipzig, Hamburg und das Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen, wurde der Förderungsantrag gestellt. Das Projekt mit dem Kurztitel PAPA-ARTIS wurde mit der Höchstpunktzahl von 15 Punkten bewertet. Diese hohe Bewertung verspricht, dass das Projekt einen hohen Einfluss auf das medizinische Verfahren zur Behandlung des Aorten-Aneurysmas haben wird.(Universitätsklinikum Freiburg / Prometheus.tv)

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