Winter in den Bergen | Bildquelle: pixabay.com

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Haustiere im Winter: Schutz vor Kälte wichtig - Sinkende Temperaturen erwartet

Stand: 12.01.16 10:46 Uhr

12.01.2016. Wenn in den nächsten Tagen bundesweit die Temperaturen sinken, sind auch unsere Heimtiere von der Kälte betroffen. Die Gehege von Kaninchen, Meerschweinchen oder Wellensittichen, die ganzjährig draußen leben, müssen dann gut isolierte Bereiche aufweisen, damit die Tiere nicht unter der Kälte leiden oder im schlimmsten Fall sogar erfrieren. Katzen und Hunde möchten bei den eisigen Temperaturen meist weniger lange draußen bleiben. Im Idealfall entscheiden sie selbst, wie oft und wie lange sie sich im Kalten aufhalten. Wärmende Kleidung ist für Tiere in den meisten Fällen überflüssig.

Im Idealfall können die Tiere bei kälteren Temperaturen selbst entscheiden, ob sie drinnen im Warmen bleiben oder nach draußen möchten. Katzen lieben die Wärme und halten sich im Winter bevorzugt in der Wohnung auf. Dennoch sollten sie jederzeit nach draußen können, im besten Fall eigenständig über eine Katzenklappe. Sorgen bei zu kaltem Wetter sind hier unbegründet: Wird es der Katze zu kalt, kommt sie von allein wieder nach Hause. Hunde bevorzugen im Winter eher kürzere Spaziergänge und drängen – sobald es ihnen kalt wird – zum Umkehren.

Daher bietet es sich an, über den Tag verteilt öfter, aber dafür kürzer Gassi zu gehen. Kleine Heimtiere, wie Nager oder Ziervögel, die in Außengehegen oder Volieren gehalten werden, brauchen gut isolierte, wärmende Schutzhütten, in die sie sich zurückziehen können. Kranke Tiere dürfen den Winter nicht draußen verbringen, ältere und untergewichtige Tiere müssen beobachtet werden. Goldfische können draußen überwintern, wenn der Teich mindestens 80 Zentimeter tief ist und eine ausreichende Sauerstoffzufuhr besteht - der Teich darf daher nie ganz zufrieren. Hierfür kann zum Beispiel ein Bündel Stroh in den Teich gestellt werden.

Kleine Heimtiere, die in der Wohnung gehalten werden, sollten Schutz vor Zugluft haben – auch beim täglichen Lüften. Das Gehege sollte deshalb nicht direkt vor dem Fenster und nicht im Luftzug zwischen zwei Türen stehen. Schutz bieten bei Vögeln auch dreiseitig geschlossene Volieren, bei Kaninchen oder Meerschweinchen Schlafhäuschen und andere Rückzugsmöglichkeiten. Auch Katzen können sich bei Zugluft schnell einen Schnupfen holen und sollten ihren Schlafplatz deshalb an einem zugluftfreien Ort haben. Gegen trockene Heizungsluft, die die tierischen Schleimhäute zum Austrocknen bringt, helfen Luftbefeuchter, kleine Wasserschälchen oder ungiftige Grünpflanzen im Raum.

Kleidung für Tiere meist überflüssig

Dank des wärmenden Fells ist Kleidung meist überflüssig und gefällt eher dem Besitzer als dem Tier selbst. Nur bei einem kranken Tier oder einem Hund mit sehr kurzem, lichtem Fell kann ein artgerechter Mantel oder Pullover sinnvoll sein. Dieser sollte richtig sitzen und das Tier nicht in seiner Bewegung einschränken. Winterschuhe oder -socken sollten nur bei tierärztlicher Anordnung zum Einsatz kommen. Das sanfte Einreiben mit einer kleinen Menge Melkfett oder Vaseline kann empfindliche Pfoten schützen, wenn auf den Wegen Salz gestreut wurde. Nach dem Spaziergang sollte man das Salz mit warmem Wasser abspülen. (Deutscher Tierschutzbund)

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