Schafauftrieb | Bildquelle: RTF.1

Münsingen:

Schafauftrieb und Künstlermarkt

Stand: 04.05.14 18:23 Uhr

Die Schwäbische Alb – da denkt man Wacholderheiden, grüne Wiesen und Schafe. Denn die sind seit jeher eines der Markenzeichen der Schwäbischen Alb und des Biosphärengebiets. Doch von alleine kommen die flauschigen Tiere freilich nicht auf die Weiden. Beim jährlichen Münsinger Schafauftrieb bringt Schäfer Gerhard Stotz seine Wolllieferanten auf die Wiesen und heute war es wieder soweit.

Gespannt warteten hunderte Schaulustige heute am Straßenrand um den Albauftrieb aus nächster Nähe erleben zu können. Um 13 Uhr war es schließlich soweit. Eine große Herde wollig weißer Huftiere marschierte in emsigen Schritten mitten durch die Innenstadt. Und viele von ihnen schienen sich schon auf die saftigen Sommerweiden bei Gruorn zu freuen. Entsprechend schnell das Tempo der Herde.

Auf die Schafe folgten die Kutschen mit den geladenen Ehrengästen. Neben Münsingens Bürgermeister Mike Münzing, beispielsweise der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski und CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Donth. Danach zeigten die Trachtenvereine ihre traditionellen Schäfergewandungen, dicht gefolgt von der Musikkapelle – aus Rücksicht auf die Schafe ganz zum Schluss des Zuges.

Der Albauftrieb ist aber nicht die einzige Attraktion an diesem Tage. Gleichzeitig lockte auch der 10. Kunst und Gartenmarkt mit Schönem, Nützlichem und vielerlei Genussvollem. Für die Besucher bot sich eine Meile aus über 70 Ständen mit unterschiedlichsten Waren. Dazu hatten auch die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Im Getümmel fand sich auch das ein oder andere bekannte Gesicht, dass gerne zum Schafauftrieb gekommen ist. Er sei als Ehrengast dabei, erklärte der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski. Für Kinder sei eine solche Veranstaltung gut. Denn gerade in der heutigen Zeit kämen sie immer weniger mit Natur und Tieren in Berührung. Solche Veranstaltungen könnten helfen, das Gefühl und den Kontakt zum ländlichen Raum zu halten, selbst wenn man dort nicht arbeite.  Und auch für die vielen anderen Besucher ist der vierte Münsinger Schafauftrieb mit dem Kunst- und Gartenmarkt ein besonderes Ereignis. Ein Besucher erklärte, man sehe die Schafe sonst nie so nah. Zudem hätten alle Läden offen. Man könne shoppen gehen aber auch einfach Bekannte treffen und gemütlich zusammen sitzen. Eine Münsingerin gab an für sie sei die Veranstaltung nicht wegen der Schafe so toll - denn als Einwohnerin kenne sie diese schon. Aber andere Menschen treffen, den Markt anschauen und das schöne Wetter genießen - das gefalle ihr sehr. Eines ist so gut wie sicher: auch im nächsten Jahr wird sich dieses Bild wieder bieten. Wenn der Schäfer Gerhard Stotz seine Herde nach Gruorn führt.

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