GeoPark-Fest Sonnenbühl | Bildquelle: RTF.1

Sonnenbühl-Erpfingen:

GeoPark Schwäbische Alb präsentiert sich an der Bärenhöhle

Stand: 27.04.14 16:39 Uhr

Die freie Internet-Enzyklopädie Wikipedia weist ihn als wahren "Jurassic GeoPark" aus den Geopark Schwäbische Alb. Neben Geologischen Lehrpfaden und Fossilien-Klopfplätzen bietet er auch eine große Zahl an eiszeitlichen Höhlen. In ihnen haben Wissenschaftler einige der ältesten Kunstwerke der Menschheit gefunden. Einmal im Jahr lädt der GeoPark Schwäbische Alb zu einem Fest ein. Zum fünften Mal konnten die Besucher heute neben Führungen auch an verschiedenen Aktionen rund um die Erdgeschichte der Schwäbischen Alb teilnehmen.

Schon früh übt sich, wer ein Meister werden will. Nachwuchs-Geologen waren auf dem Klopfplatz an der Bärenhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen heute im Einsatz, um in den Ölschieferplatten aus Dotternhausen im Zollernalbkreis nach Fossilien zu suchen.  Wenn sie aus dem Stein herausgeholt sind, zeigen sie sich in ganzer Pracht: Ammoniten, Belemniten und andere Lebewesen aus dem Jurameer - Millionen von Jahren alt.

Ganz anders sehen die Fossilien bei Gerstetten im Landkreis Heidenheim aus. Hier haben die Korallen des Jurameers ein Riff aufgebaut. Noch heute sind die Überreste der Meeresbewohner von einst gut zu erkennen.
 
Mineralien neben eiszeitlichen Funden früher Menschen präsentiert das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren. Vulkanismus, Meteoritenkrater, Höhlen, Fossilien, Eiszeitkunst – die Schwäbische Alb hat geologisch einiges zu bieten, und das alles wurde im GeoPark zusammengefasst.  "Ein GeoPark ist ein Gebiet mit einer - weltweit betrachtet - ganz besonderen Geologie und Archäologie", erklärt Hans-Jürgen Stede - nicht nur Erster Landesbeamte im Reutlinger Landratsamt, sondern auch Vorsitzender des Vereins GeoPark Schwäbische Alb. Weltweit gäbe es nur 100 globale GeoParke - also GeoParke von weltweitem Rang. Die Schwäbische Alb spielt da also ganz vorne mit.

Auf dem GeoPark-Fest, das dieses Jahr an der Bärenhöhle in Sonnenbühl stattfand, präsentierten sich die 19 Infostellen des GeoParks von der Oberen Donau bis zum Nördlinger Ries. Und sie zeigten die ganze Vielfalt der Geologie auf der Schwäbischen Alb. "Wir haben die meisten Höhlen in Deutschland, wir sind der drittgrößte GeoPark in ganz Europa, wir haben einen unglaublichen Fossilienreichtum, bei uns wurden die ältesten Kunstwerke der Menschheit gefunden, und das alles wollen wir über ein solches GeoPark-Fest den Menschen greifbar machen", sagte Hans-Jürgen Stede. "Menschen sollen Geologie zum Anfassen erleben können. "

Und der Begriff „Geologie zum Anfassen“ war durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Akteure des GeoParks zeigten mit verschiedenen Aktionen, dass das Thema Geologie auch Spaß machen kann und nicht unbedingt trocken und langweilig daher kommen muss.  Ob Fossilien-Tombola, Glücksrad, Fango-Matschen oder einen kleinen Bagger führen: Die Mitmachmöglichkeiten waren vielfältig.
 
"Wir haben hier einen Schatz mit den verschiedenen geologischen Angeboten", sagte Landrat Thomas Reumann. "Und diese zu erhalten, das ist die Aufgabe des GeoParks, und deshalb ist es so wichtig, dass die Leute sich dafür engagieren."
 
Und vielleicht hat der eine oder andere sogar Tipps für den nächsten Sonntagsausflug entdeckt. Beispielsweise einen Ausflug mit den Alb-Guides. Oder auch Anregungen für ein neues Hobby, zum Beispiel das Präparieren von Fossilien.

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