Klimatag Tübingen | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

7. Klimatag in der Universitätsstadt

Stand: 26.04.14 22:44 Uhr

Tübingen hat heute wieder Blau gemacht und jedermann zum Mitmachen eingeladen. Beim diesjährigen Klimatag in der Hafengasse gabs jede Menge Tipps und Tricks rund ums Energiesparen und den Umweltschutz quasi für alle die selbst gerne blau machen würden, sich aber noch nicht so recht trauen, weil sie vielleicht einfach nicht so recht wissen wie"s geht.

Bei bestem Wetter, aber keineswegs zu hohen Ozonwerten verwandelte sich die Hafengasse in Tübingen heute in eine Austausch- und Informationsplattform für den Klimaschutz. Mit dabei unter anderem die Stadtwerke Tübingen, das Umweltzentrum Tübingen, der Verkehrsverbund Naldo oder auch die Agentur für Klimaschutz. Daniel Baerzatto von der Agentur für Klimaschutz erzählt, was die so anbieten.

Sie von der Agentur für Klimaschutz böten für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Tübingen kostenlose Energieberatung an zum Thema Heizungstausch, Wärmedämmung, Informationen über Förderprogramme, wie man zum Beispiel in die Dämmung oder in die Heizungssanierung einstiege. Das seien so die wichtigsten Themen und aktuell stünde natürlich auch auf der Tagesordnung, dass sich viele Bürger wegen der neuen Energieausweise an uns wendeten.

Neben Informationen gab es natürlich auch Praktisches für den täglichen Gebrauch im Eigenheim. Fotovoltaik gehört zu den wichtigsten Säulen erneuerbarer Energieversorgung. Ihr Anteil ist in Deutschland in den letzten Jahren kontinierlich gestiegen. Dennoch sind die Stromspeicher immer noch sehr teuer wie Willi Haar von der hartmann energietechnik GmbH berichtet.

Wenn man jetzt fragte: was könne man alles mit dem machen? Man ließe seine Verbraucher tagsüber laufen, wenn der Strom vom Dach käme. Würde mehr Strom geliefert als benötigt, ginge das in den Speicher. Sei der Speicher auch voll, ginge es ans Netz. Man bekäme dort noch eine Vergütung von 12 oder 13 Cent. Das sei nicht mehr viel, aber man hätte was davon. Wenn man jetzt abends dann, wenn die Sonne nicht mehr schiene, immer noch Strom brauchte, nähme man das hier raus. Und mit diesem Speicher könne man so circa 80 Prozent seiner Stromkosten im Jahr selber produzieren.

Mehr als 10.000 Euro kostet so ein Speicher zur Zeit noch. Trotzdem könnte sich eine Investition in Zukunft rentieren.

Man müsse aber dabei bedenken, dass vor zehn Jahren der Energiepreis, der Strompreis bei neun oder zehn Cent wäre und derzeit aber schon bei 25 bis 28 Cent. Wenn man jetzt hochrechnete, dass der Strompreis in zehn Jahren entsprechend noch höher sein würde. Umso schneller sei der Speicher dann bezahlt.

Energiesparen und damit seinen Beitrag für den Klimaschutz leisten, fängt in den eigenen vier Wänden an. Einen gesunden Lebensstil im Eigenheim zu fördern, hat sich das Beratungszentrum Bauen, Wohnen, Leben auf die Fahnen geschrieben. Mit einem überraschendem Ansatzspunkt. Joachim Maas erklärt, worum es geht.

Sie böten ein ganz einfaches Messgerät an. Wo ein Funkwecker sei, da würde schonmal kein Elektrosmog erzeugt, wie als wenn man einen Radiowecker hätte, den man an die Steckdose anschlösse. Sie würden die Raumluftfeuchte messen, die Temperatur und den Co-2-Gehalt, so dass man einen Überblick bekäme. Wie sei denn meine Luftqualität. Weil das sei das A und O für einen guten Schlaf, dass die Luftqualität stimmte.

Bessere Luftqualität in der Stadt hängt zum Großteil mit dem Co-2-Ausstoß zusammen. Und da Fahrradfahren in dieser Hinsicht die klimafreundliche Alternative zum Auto ist, gibt es hier auch einen kostenlosen Radcheck, um seinen Drahltesel wieder auf Vordermann bringen zu lassen. Obwohl viele Leute eher zufällig auf den Klimatag gestoßen sind, scheint er dennoch gut anzukommen.

Ja, das sei schön. Da könne man mal kurzchecken lassen, ob es Probleme gäbe und jetzt hätte sie sich den Schraubenzieher ausgeliehen und machte selber noch kurz was.

Gut, aber man konzentrierte sich so ein bisschen auf den Regionalmarkt. Das sei der Grund, warum sie gekommen sei und nicht so auf den Klimatag. Aber grundsätzlich fände sie das natürlich gut, dass man die Leute ein bisschen mehr aufmerksam machte. (dem Klima mehr Aufmerksamkeit schenkte, wenn sie das so sagen dürfe).

Gut, aber er hab sich noch gar keinen richtigen Überblich verschafft, müsse er sagen. Aber diese Aktionen seien natürlich aller Ehren wert, und es sei wichtig, dass man das ins Bewusstsein brächte, was man eben tun könne als einzelner Bürger auch, um Energie einzusparen und sich möglichst so zu verhalten, dass die Welt noch lange existieren könne.

Man sieht. "Blau machen" muss nicht immer nicht negativ behaftet sein. Tübingen hat es heute schon zu siebten Mal für das Klima getan. Immerhin: der Co-2-Ausstoß in der Stadt konnte zwischen 2006 und 2012 bereits um fast 20 Prozent gesenkt werden.

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