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Reutlingen:

Weniger Straftaten - Polizei stellt Kriminalstatistik vor

Eine geringere Kriminalitätsrate, eine höhere Aufklärungsquote - Das Polizeipräsidium Reutlingen hat am Donnerstag die Polizeiliche Kriminalstatistik aus dem Jahr 2017 vorgestellt. Diese zeigt erfreuliche Zahlen für unsere Region.

Die Bewohner der Landkreise Reutlingen, Tübingen und Esslingen, für die das Reutlinger Polizeipräsidium zuständig ist, brachten es im Jahr 2017 auf 4.542 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Das sind sehr positive Zahlen, denn der Baden-Württemberg weite Durchschnitt liegt bei 5.295 Straftaten. Das ist im Vergleich zum Rest der Bundesrepublik noch immer wenig. Das habe mit der Sozialstruktur in den Landkreisen zu tun, so Polizeipräsident Prof. Alexander Pick. Es seien ländlich geprägte Kreise dabei. Außerdem spiele die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz und Polizei und Kommunen eine große Rolle. Diese sei sehr eng vernetzt. Diese Faktoren würden zu dem guten Bild führen.

Die Kriminalitätsrate werde wohl auch in Zukuft niedrig bleiben. In den letzten Jahren sei bereits ein kontinuierlicher Rückgang zu vermerken gewesen. Dennoch gäbe es beunruhigende Punkte. Einer davon: Immer öfter würden Messer benutzt um Menschen zu verletzen. Das würde das Sicherheitsgefühl der Leute dämpfen. Es seien nicht nur Messer, die vermehrt verwendet würden, sondern auch eine Bewaffnung über den kleinen Waffenschein. Immer mehr Leute würden Schreckschusswaffen oder Pfefferspray mit sich herumtragen, sich also aufrüsten. Dem würde die Polizei mit einer gewissen Sorge entgegen sehen.

Auch beunruhigend seien die Zahlen der tatverdächtigen Asylbewerber. Über ein Drittel der Straftaten seien Körperverletzungen. Oft würden sich diese allerdings untereinander in den Unterkünften abspielen. Auch würden Asylbewerber viel klauen. Das sei wohl auf die veränderte Infrastruktur im Vergleich zum Herkunftsland zurückzuführen.

Ausdrücklich betonen möchte der Präsident, dass in Zusammenhang mit Sexualdelikten die Asylbewerber nicht auffällig seien, sodass Stammtischklischees nicht zu rechtfertigen seien. Von 88 Sexualstraftaten seien nur in sechs der aufgeklärten Fälle Asylbewerber als Tatverdächtige ermittelt.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Kriminalstatistik ist das sogenannte Spoofing. Betrüger rufen hier gezielt ältere Menschen an und geben sich als Polizeibeamte aus. Damit bringen sie die Leute dazu ihnen ihr Geld auszuhändigen. Bei einem solchen Anruf sollte sofort aufgelegt und die örtliche Polizeidienststelle verständigt werden.

Insgesamt könne unsere Region aber trotz einiger negativer Punkte als eine der sichersten Regionen in einem der sichersten Bundesländer bezeichnet werden.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 26.04.18 - 17:44 Uhr   -   658 mal angesehen)
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