"Das machen wir schon lange", erklärt Anna-Maria Schleinitz von der KlimaschutzAgentur Landkreis Reutlingen. "Wir haben immer wieder diese Projekttage und wollen einfach das ganze praktisch umsetzen. Die bekommen erst einen Tag Input und einen Tag dürfen sie es einfach bauen."
Die Frage, die den Schülern gestellt wurde: Wie wünscht ihr euch die Stadt der Zukunft? Im Zuge des Metzinger Klimaschutzprojekts „Metzingen bleibt cool" war es der KlimaschutzAgentur wichtig zu erfahren, wie Umweltschutz in den Augen der nächsten Generation aussehen könnte. Die Antworten waren nicht immer klar, doch unbestreitbar kreativ.
Schleinitz erklärt: "Wir haben zum einen kinetische Bodenplatten, die Strom erzeugen, wenn man drüberläuft oder wenn man drüberskatet. Oder hüpfende Fahrräder, die noch schneller von A nach B kommen."
Einige der Ideen sind naheliegend. Große Windräder für erneuerbare Energie, auch teils aufgemalte Solarmodulen für den selben Zweck. Lampen und Ampeln sollen mit einem Bewegungssensor funktionieren, um nur dann aktiv zu sein, wenn man sie auch wirklich braucht. Doch wie es bei Viertklässlern zu erwarten ist, sind andere Ideen schwerer zu deuten, auch mit nützlichen Erklärzetteln neben jedem Diorama.
"Jeder hat halt seine eigene Ideen von Klimaschutz", so Schleinitz. "Die einen wollen eine Bahn bauen, die anderen wollen lieber einen Doppeldeckerbus. Und dann gibt es immer wieder Streitereien, welche Ideen umgesetzt werden."
Diese Streitigkeiten sind besonders bei einem Diorama offensichtlich. Eine Stadt, die scheinbar zwischen zwei Visionen in der Mitte gespalten wurde. Ein Sinnbild, dass es nicht nur für die Erwachsenen schwer sein kann, einen klaren Konsens für den richtigen Weg in eine klimafreundliche Zukunft zu finden.
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