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Unterjesingen / Tübingen:

Weinberge und Universitätsklinikum - Landtagsabgeordneter Daniel Lede Abal auf Sommertour

Bei seiner Sommertour widmet sich Landtagsabgeordneter Daniel Lede Abal unter anderem auch dem Thema Klimawandel in der Region. Was der Temperaturanstieg für den regionalen Weinbau bedeutet, ließ er sich von Bio-Winzerin Sabine Koch in Unterjesingen erklären. Außerdem besuchte der Grünen-Abgeordnete auch das Universitätsklinikum Tübingen, um über zukünftige Planungen, Investitionen und Mitarbeitergewinnung zu sprechen.

Wie wirkt sich der Klimawandel auf den Weinbau in der Region aus? Dieser Frage ging der Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal bei einer Wanderung durch die Unterjesinger Weinberge von Bio-Winzerin Sabine Koch nach. Begleitet wurde er dabei auch von etlichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Der Grünen-Abgeordnete hat selbst ein ganz besonderen Bezug zum Wein.

„Ich habe lange Jahre in einer Weinhandlung in Tübingen gearbeitet. Ich bin sogar selbst Weinberg-Besitzer, allerdings bei meiner spanischen Verwandtschaft. Also ich habe da zwei Weinberge, die allerdings nicht so gut in Schuss sind, also da gäbe es schon was zu tun", erklärt der Landtagsabgeordnete.

Viel zu tun gibt es auch für die Bio-Winzerin. Seit 2006 ist ihr Weingut als Ökobetrieb zertifiziert. Sie erklärte den Anwesenden, wie sich in den vergangenen Jahren die Wetterdaten verändert haben und wie sich das auch auf ihre Arbeitsweise auswirkt.

„Also es gab jetzt diverse Sommer, da bin ich oft beim Morgengrauen, so gegen 5 Uhr aufgestanden und bin dann erst mal, bis es heiß wurde, so bis 10 Uhr, in die Weinberge gegangen. Weil zwischen 10 und 18 Uhr hätte man hier oben gar nicht arbeiten können, da wäre es zu heiß gewesen. So was hat man früher nicht gekannt", erklärt Sabine Koch.

Was es früher ebenfalls nicht gegeben hat, ist Riesling aus Unterjesingen. Den gibt jetzt bei Sabine Koch seit 10 Jahren. Bei den Anwesenden kommt der schwäbische Riesling ebenfalls gut an. Beim Ausweichen auf neue oder mediterrane Rebsorten müssen viele Dinge berücksichtigt werden.

„Wir haben hier immer noch ein Anbaugebiet oder Weinberge, die unter der Gefahr von Feuchtigkeit und damit unter Fäulnis leiden, so dass auch da immer noch nach Rebsorten gesucht wird, die widerstandsfähig sind gegen Fäule und Krankheiten", so Lede Abal.

Um sich über genau solche Herausforderungen zu informieren, half die Sommertour-Station bei der Bio-Winzerin in Unterjesingen.

Eine weitere Station führte Lede Abal dann ins UKT nach Tübingen.

Hier informierte er sich über die aktuelle Situation, aber auch über Pläne für die Zukunft. Und dabei spielen auch die Investitionen vom Land eine entscheidende Rolle. Denn von der Landesregierung erhielt das UKT knapp 160 Millionen Euro, um diverse Um- und Ausbauten zu finanzieren, sowie ein Lehr- und Lernzentrum für den Nachwuchs zu errichten. Für diese Investition ist UKT-Direktor Bamberg der Landesregierung außerordentlich dankbar.

Der Besuch des Landtagsabgeordneten diente aber dazu, Dinge aufzuzeigen, die noch Verbesserungen benötigen. Gerade beim Thema Parkplätze gebe es zum Beispiel noch Handlungsbedarf.

Gegen den Fachkräftemangel wird im UKT bereits seit einigen Jahren vorgegangen. So erklärte Bamberg, dass bereits viele Pflegekräfte aus dem Ausland, beispielsweise von den Philippinen, angeworben wurden.

Für Daniel Lede Abal brachte auch diese Station einige Erkenntnisse, die er dann am Ende seiner Sommertour mit in den Stuttgarter Landtag nehmen kann.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 14.08.19 - 16:42 Uhr   -   541 mal angesehen)
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