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Albstadt:

Ästhetik und Design im Radsport - Podiumsgespräch und Versteigerung für den guten Zweck

„Ästhetik und Design im Radsport“ - um über dieses Thema zu sprechen, trafen sich am Samstagabend unter anderem Radsportgrößen wie Hanna Klein und Katrin Schwing in der Festhalle in Albstadt. Außerdem wurden auch über 80 Radsport-Trikots zugunsten der Radsportnachwuchsförderung Albstädter Radsportvereine versteigert.

Die Rauminstallation „Jersey Trail" vom ehemaligen Radsportler Jürgen Palmtag bestand aus über 100 bunten Radtrikots. Nun ist die Ausstellung des Kunstmuseums Albstadt allerdings vorbei. Damit die Trikots auch weiterhin einen guten Zweck erfüllen, wurden sie am Samstagabend zugunsten der Radsportnachwuchsförderung Albstädter Radsportvereine versteigert.

Jürgen Palmtag erzählte, dass er die meisten der Trikots im Internet gekauft habe. Dabei suchte er speziell nach bunten und ausgefallenen Shirts. Von lustigen Trikots mit einer galaktischen Katze bis hin zu kreativen Trikots im „Jurassic Bike"-Style hatte der „Jersey Trail" alles zu bieten.

Die Ästhetik im Radsport habe bereits eine lange Tradition, erklärte Palmtag. So habe beispielsweise der inzwischen verstorbene Radrennfahrer Marco Pantani vor der Einführung der Helmpflicht ein Kopftuch, goldene Ohrringe und einen blond gefärbten Bart getragen. Dies brachte ihm damals den Spitznamen „El Pirata", zu Deutsch „Der Pirat".

Palmtag finde es wichtig, dass es Sportler gibt, die zum einem eine gute Leistung bringen und zum anderen auch aus der Reihe tanzen. Er kritisiert, dass im Sport immer alles extrem leistungsorientiert sein muss. Deswegen sei es erfrischend, wenn es Sportler gebe, die auch mal etwas riskieren.

Vor der Versteigerung gab es zunächst noch ein Podiumsgespräch zum Thema „Ästhetik und Design im Radsport". Hanna Klein, eine ehemalige Mountainbike Cross-Country-Fahrerin, gab einen Einblick in den Prozess der Trikotgestaltung. Für sie bedeute Ästhetik und Design im Radsport, dass sich die Sportler durch ihre Trikots selbst ausdrücken können.

Ebenfalls bei der Diskussion mit dabei war Katrin Schwing, ein ehemaliges Mitglied im Nationalteam im Bereich Cross-Country (XCO). Vor ihrer Sportlerkarriere studierte sie Modedesign; außerdem designt sie ihre eigenen Radtrikots. Sie ist der Auffassung, dass Sport mehr Spaß mache, wenn man Kleidung trägt, in der man sich wohlfühlt. Nur dann könne sie auch Leistung erbringen.

Viele der Trikots konnten bei der Versteigerung ein neues Zuhause finden. Darüber konnten sich nicht nur die neuen Besitzer, sondern auch der Nachwuchs der Albstädter Radsportvereine freuen.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 13.09.20 - 17:05 Uhr   -   851 mal angesehen)
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