Im Namen von RTF.1-Chef Stefan Klarner begrüßte die Redaktion Timm Kern in den RTF.1-Räumlichkeiten in Eningen unter Achalm. Für Timm Kern ist es nicht das erste Mal, auch wenn sein letzter Besuch schon viele Jahre zurückliegt. Als Tübinger kennt der FDP-Politiker RTF.1 gut.
"Na, ich denke, es gucken schon sehr viele Leute, wenn man den entsprechenden Zugang eben auch hat, und die Stärke von diesem Sender ist ja, dass er lokal ganz nahe dran ist, und insofern ist man da gut informiert", so Kern.
Die Bildungspolitik ist das Spezialthema von Timm Kern, und in der RTF.1-Redaktion sprach er von seinen fünfzehn Jahren Erfahrung als bildungspolitischer Sprecher. "Seit 2011 leide ich an der Bildungspolitik, die vor allen Dingen von den Grünen verantwortet wird, und da ist vieles falsch gemacht worden, die Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung zum Beispiel, das hat große Unruhe, auch Unordnung ins System gebracht, und dass wir uns im Grunde seit 2011 schleichend vom Leistungsgedanken verabschieden im Bildungsbereich", so Kern.
Immerhin müsse die Schule auf das Leben vorbereiten, und da gebe es ja auch Hürden, die man überspringen müsse, so Timm Kern. In einer Regierung mit FDP-Beteiligung würde er die Bildungspolitik ganz anders aufstellen.
"Ich würde als allererstes darauf dringen, dass der Abschluss an der Werkrealschule wieder eingeführt wird, das halte ich für einen schweren Fehler, dass die Werkrealschule abgeschafft wurde, und außerdem würde ich eine Bestandsgarantie für die Realschule abgeben, auch hier gibt es bei den weiterführenden Schulen sehr, sehr dramatische Vereinheitlichungstendenzen", sagte Kern.
SPD und Grüne wollten nur noch zwei Schularten nach der Grundschule, nämlich Gymnasium und Gemeinschaftsschule. Die FDP dagegen wolle nicht die Schule für alle sondern für jedes Kind die passende Schule, so Kern.
Für Schlagzeilen sorgte in der jetzigen Legislaturperiode eine Datenpanne. Diese hatte dazu geführt, dass mehr als tausend Lehrerstellen unbesetzt blieben. Denn sie wurden fälschlicherweise als belegt ausgewiesen.
"Ja, das ist einfach nur peinlich, Sie können vielleicht von früher den Spruch „Wir können alles außer Hochdeutsch", wir haben schon ein bisschen gewitzelt, jetzt müsste man eigentlich sagen „Wir können alles außer zählen." Das geht natürlich gar nicht. Also, das Land muss doch wissen, wie viele Kolleginnen und Kollegen in den Klassenzimmern stehen", so Kern.
Auch das Thema AfD kam beim Redaktionsbesuch von Timm Kern zur Sprache. Und da vertritt der FDP-Politiker eine klare Meinung: "Also, ich bekomme ja die Abgeordneten der AfD fast jeden Tag im Parlament mit, da gibt es ganz unsägliche Äußerungen, auch nicht von irgendwelchen Hinterbänklern, sondern beispielsweise auch vom Landesvorsitzenden, insofern, die AfD, so lange sie so ist, mit diesen Personen, mit diesen Inhalten, das hat nichts mit Menschenwürde zu tun, und so lange kann sie kein Partner für uns, für uns Freie Demokraten sein."
Am Ende seines Besuchs nahm Timm Kern im RTF.1-Studio noch einen Kandidatencheck auf. Das Ergebnis sehen Sie demnächst in unserem Programm.
![]() | Bedeckt 6 / 9° C Luftfeuchte: 78% |
![]() | Bedeckt 8 / 9° C Luftfeuchte: 91% |
![]() | Leichter Regen 5 / 7° C Luftfeuchte: 73% |