Genauso bunt wie die Blumen der Aussteller, waren die Regenschirme der Besucher, die trotz Regen den Weg in die Pomologie gefunden hatten. Denn trotz der durchwachsenen Wetteraussichten war die 23. Auflage der beliebten Gartenmesse am ersten Tag gut besucht.
"Bei der GardenLife weiß man, was man kriegt", so die Überzeugung von Solucioncube-Chef Stephan Allgöwer. "Auch mit dem Wetter. Viele sagen ja, es würde dauernd regnen. Heute regnet es wirklich mal. Ansonsten sieht man das, was man weiß und kennt und was gut und bewährt ist." Rund 150 Aussteller konnte das Team um Allgöwer und Projektleiterin Janne Hagel in diesem Jahr gewinnen. Der Schwerpunkt liegt wie üblich auf den "grünen" Ausstellern, also aus dem Bereich Pflanzen und Floristik.
Unter den 21 neuen Ausstellern ist auch Maike Schroefel von Blumenwild, die saisonale, regionale Schnittblumen in Reutlingen und Eningen anbaut. Sie ist Teil der Slowflower-Bewegung. Das heißt: "Wir machen uns stark für den regionalen Schnittblumenanbau und möchten ein Gegenpol zu der sehr umweltfeindlichen Blumenindustrie sein. Die heutigen Schnittblumen sind sehr weit gereist, tausende von Kilometern, und auch sehr stark pestizidbelastet."
Neben Pflanzen gibt es natürlich auch allerhand Zubehör wie Werkzeuge, Dekoration oder Grills. Bei zahlreichen Vorträgen können sich die Besucher Anregungen zu diversen Themen holen. Beim Pflanzentag am Freitag gibt es auch eine Pflanzenbörse, bei der überschüssige Setzlinge, Stauden, Ableger, Saatgut oder Gehölze untereinander verschenkt, getauscht oder verkauft werden können. Zum Rahmenprogramm gibt es für Jung und Alt in diesem Jahr zudem eine GardenLife-Rallye mit sechs Stationen. Der Teilnahmebogen ist in der Messebroschüre enthalten.
"Wir haben eine wunderschöne Picknickwiese mit LoungeMusik dieses Mal und viele Vorträge", berichtet Allgöwer. Es gibt ein Märchenzelt, wo man alle zwei bis drei Stunden Märchen anhören kann, für Erwachsene und Kinder. "Und wir haben es einfach gemütlich gemacht, dass die Leute hier auch einen schönen Ruhepunkt drin finden. Mitten in der Pomologie, mitten in der GardenLife."
Für den Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser bedeutet die GardenLife "wunderschöne Sachen und tolle Qualität". "Mich interessiert alles, was blüht. Ich liebe blühende Pflanzen, vor allem das ganze Jahr über. Und lasse mich hier wirklich inspirieren, um dann meine Chefin im Garten, meine Frau, entsprechend zu instruieren."
Wer wie Klaus Tappeser plant, ordendlich einzukaufen, kann seine Errungenschaften wieder an der Pflanzengarderobe parken. Was viele vielleicht nicht wissen: Über die Hindenburgstraße kann man mit dem Auto geschickt anfahren und die Sachen direkt verladen. Die Pflanzengarderobe ist laut Allgöwer als "fast ein Drive-In."
Geöffnet ist die GardenLife noch bis einschließlich Sonntag, jeweils ab zehn Uhr. Ein Tagesticket kostet zwölf Euro. Kinder, Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung erhalten freien Eintritt.
>> Einen ausführlicheren Bericht gibt am Wochenende im Messemagazin.
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