Ausstellung "Welten" | Bildquelle: RTF.1

Hechingen:

Kunstausstellung „Welten“ in der Villa Eugenia

Stand: 05.05.26 14:15 Uhr

Die Ausstellung „Welten“ in Hechingen bringt, ihrem Namen entsprechend, zwei Welten zusammen. Die Bilder von Annette Jakobi und die Skulpturen von Giuseppe Rotta könnten in vielerlei Hinsicht nicht unterschiedlicher sein. Doch in der Villa Eugenia kommen sie in geteilten Räumlichkeiten in Konversation.


Farbenfrohe Bilder an den Wänden erinnern manche Zuschauer an Planeten, andere an Sonnenaufgänge und wieder andere an Fenster. Skulpturen rangieren von realistischen Porträts bis hin zu dekonstruierten Darstellungen einzelner menschlicher Körperteile in mattem und glänzendem Metall. Auf den ersten Blick ein wortwörtlich bunter Haufen aus den Werken zweier Künstler, die sonst nicht viel miteinander zu tun haben.

"Ich hatte mich beworben hier vor zwei Jahren in der Villa Eugenia für eine Ausstellung", erklärt Annette Jakobi. "Und es ist hier ja in der Regel so, dass ein Künstler die Wände bestückt und ein Künstler den Raum."

Die Wände gehören den Bildern von Annette Jakobi, einer Malerin aus Mühlacker. Sie sind bunt, voll sauberer geometrischer Formen, die im Kontrast zu einem weiten Spektrum an Naturmaterialien und -motiven stehen. Eine mehrschichtige Struktur zieht sich durch ihre Kunstwerke, teils durch Schichten transparenter Farben, teils durch Reliefs, die durch den Aufbau verschiedener Materialien wie Asche oder Sand entstehen.

"Ich möchte vor allem zeigen, was mein Inneres, meine innere Arbeit, meine inneren Reaktionen und Ausdrücke auf das Äußere, was in der Welt um mich geschieht, was nach draußen sich zeigen möchte", so Jakobi. "Was auf die Leinwand kommt."

Die Skulpturen Giuseppe Rottas, eines Kunsthandwerkers aus Rumänien, füllen die Räume. Seine Werke sind surreal, doch ist in seinen organischen Formen ein Eindruck der Natur zu erkennen. Die übersteuerten physischen Merkmale einer Götzenfigur werden in Metall und Keramik stark abstrahiert und hinterlassen dabei erkennbar menschliche Gestalten.

"Ich habe zentral menschliche Figuren in meinem Werk", so Rotta. "Und in dieser Ausstellung habe ich versucht anthropologische Formen zu bringen, die in Richtung Suprarealismus entwickelt sind."

Zwei Welten mit unterschiedlichen Hintergründen, Darstellungsformen und Medien. Doch beide leben zwischen real und surreal. Beide setzen auf eine starke Formsprache. Und beide versuchen, essenziell menschliche Erfahrungen in ihrer Kunst zu repräsentieren. Schon bei dem ersten Treffen der beiden Künstler wurden diese Gemeinsamkeiten klar.

"Ich war geschockt, in schöner Richtung", erinnert Rotta sich. "Die Farben, Formen, passten so genau mit meinem Werk. Und so haben wir entschieden, welche von unseren Kunstwerken zusammenpassen können."

Wie A und B zusammenkommen, sei es in surrealen Formen oder im realistischer angehauchten Raum der Porträts, können Gäste der Villa Eugenia jeden Sonntag selbst begutachten. Immer von 14 bis 17 Uhr ist die Galerie geöffnet, mit einer Finissage am 24. Mai, die mit Handpan-Klängen untermalt wird.

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