Kampf gegen Ebola | Bildquelle: CDC/Sally Ezra (Public Domain)

Guinea, Sierra Leone, Liberia:

EU sagt 450 Mio. EUR für von Ebola betroffene Länder zu

Stand: 12.07.15 00:29 Uhr

Die Europäische Kommission will rund 450 Mio. EUR für die drei am stärksten von Ebola betroffenen Länder - Guinea, Sierra Leone und Liberia - bereitstellen, um sie bei der Erholung von der Krise zu unterstützen. Dies kündigte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement und zugleich Ebola-Koordinator der EU, Christos Stylianides, auf der von den Vereinten Nationen veranstalteten internationalen Ebola-Recovery-Konferenz in New York an.

Sierra Leone soll Hilfe in Höhe von 171,4 Mio. EUR erhalten, Liberia in Höhe von 121 Mio. EUR und Guinea in Höhe von 148,9 Mio. EUR. Weitere 8 Mio. EUR werden für Mehrländerprojekte zugunsten aller von Ebola betroffenen Länder bereitgestellt. Mit diesen Mitteln soll die langfristige Erholung dieser Länder unterstützt werden. Sie werden für Programme in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft, Infrastruktur, Bildung, Sanitärversorgung, makroökonomische Stabilität und Verkehr verwendet. Damit beläuft sich die Unterstützung der Europäischen Kommission für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie insgesamt auf 869 Mio. EUR, wovon 660 Mio. EUR im Rahmen der Entwicklungsfonds zur Unterstützung der Erholungspläne[1] der drei betroffenen Länder bereitgestellt werden.

Bei seiner Ankündigung erklärte Kommissar Christos Stylianides: „Der Notstand ist nicht vorbei, solange es noch vereinzelte Ebola-Fälle gibt. Mit einigen neuen Fällen in Liberia sind wir weiterhin in Alarmbereitschaft und unsere Entschlossenheit, Ebola auszumerzen, ist stärker als je zuvor. Es ist zu früh, mit der Hilfe nachzulassen. "

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, fügte hinzu: „Es sei daran erinnert, dass die Ebola-Epidemie nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in den betroffenen Ländern hatte, sondern auch ihrer Wirtschaft geschadet, die Kinder von den Schulen ferngehalten und den Handel zum Stillstand gebracht hat. Deshalb unterstützen wir diese Länder in einem breiten Spektrum von Bereichen, damit sie in der Lage sind, der Vielzahl der Herausforderungen, die durch die Krise entstanden sind, zu begegnen. Wir wollen den Menschen in Guinea, Liberia und Sierra Leone langfristig zur Seite stehen."

Hintergrund

Die internationale Ebola-Recovery-Konferenz wird von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in Zusammenarbeit mit den Regierungen von Guinea, Liberia und Sierra Leone sowie in Partnerschaft mit der Europäischen Union, der Afrikanischen Union, der Afrikanischen Entwicklungsbank und der Weltbank veranstaltet. Die Geberkonferenz am 10. Juli soll die internationale Gemeinschaft und die Staats- und Regierungschefs aus den drei betroffenen Ländern zusammenbringen. Ziel der Konferenz ist es, den Ländern bei der Umsetzung ihrer Erholungspläne zu helfen und in Zukunft größere Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten.

Bei der Konferenz werden die drei von Ebola betroffenen Länder voraussichtlich Berichte über ihre Erholungspläne vorlegen, für die die internationale Gebergemeinschaft dann ihre Unterstützung ankündigen wird.

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