IHK, Ausbildungskampagne | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen :

Werbung für die duale Ausbildung - IHK Reutlingen zieht Bilanz zur Ausbildungs-Kampagne

Stand: 05.07.24 13:53 Uhr

Wie geht es nach dem Schulabschluss weiter? Ausbildung, Studium, oder doch etwas ganz anderes? - Diese Frage stellen sich viele junge Menschen jedes Jahr. Deshalb hat die IHK schon im Jahr 2023 die Kampagne „JETZT #KÖNNENLERNEN“ ins Leben gerufen. Bereits im ersten Jahr erreichte diese bundesweites Aufsehen. Zum Start ins zweite Jahr hat die IHK jetzt eine Zwischenbilanz gezogen und auch gleich eines der Gesichter für das neue Jahr vorgestellt.


22 Millionen – So viele Views erreichte die Kampagne „JETZT #KÖNNENLERNEN" im Jahr 2023 – und das nur über die Platform „TikTok." Weitere 60 Millionen kamen über Social-Media Kanäle wie YouTube, Snapchat oder Instagram hinzu. Thorsten Leupold, Bereichsleiter für Ausbildung und Prüfungswesen bei der IHK erklärt noch einmal, was es mit der Kampagne genau auf sich hat.

"Die Kampagne „Jetzt #könnenlernen", die soll Werbung machen für die duale Ausbildung in Deutschland. Es ist eine von der DIHK, also der Deutschen Industrie- und Handelskammer, um so zusagen die Attraktivität der dualen Ausbildung herauszustellen, in gesamt Deutschland."

Doch man wolle nicht nur Unentschlossene damit ansprechen, sondern auch Abiturienten sowie Eltern von Jugendlichen. Langfristig wolle man so vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Neben Social Media setzt die IHK deshalb auch auf sogenannte „out of Home"-Werbungen, wie zum Beispiel in Restaurants oder auch an Bahnhöfen. Dort befinden sich über 4000 Plakate deutschlandweit.

Eines der Gesichter der Kampagne ist Anna Schuhmacher. Sie absolviert derzeit eine Ausbildung für visuelles Marketing im Modehaus Zinser in Tübingen. Jetzt ist sie für die Kampagne – zusammen mit zwölf weiteren Mitstreitern – auf Postern in ganz Deutschland sowie in den sozialen Medien sichtbar.

"Ich durfte mit der IHK nach Hamburg reisen und dort was drehen, wir hatten große Studios und hatten Fotoshootings, das war wie so ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist – durch die IHK konnte ich noch andere Sachen meiner Ausbildung erzählen", so Anna Schuhmacher.

Immer wieder habe Anna von Bekannten hören müssen, eine Ausbildung sei nichts wert oder sie solle doch etwas „Richtiges" lernen. Dazu hat sie eine klare Meinung:

"Wer sowas sagt, das stimmt gar nicht, es ist ein guter Weg, vor allem die Praxisausbildung – da hat man nochmal die Abwechslung aus Schule und Beruf. Das ist toll, es ist ein abwechslungsreicher Alltag mal zu sitzen um zu lernen und dann aufzustehen und was zu machen und ich würde mich immer wieder neu für die Ausbildung entscheiden, ich habe ein super Team und ich arbeite in einem mega Haus und die Ausbildung ist kein schlechter Weg, sondern ein guter."

Gegenüber dem Studium sieht auch Thorsten Leupold einen Vorteil in der dualen Ausbildung.

"man hat gleich einen Gehalt, dass man als Student ja nicht hat, ich selber habe auch ein duales Studium gehabt mit Mischung aus Praxis und Theorie, ich muss wirklich sagen, ich wollte das nicht wirklich missen und es hat mich wirklich gut auf mein berufliches Leben vorbereitet, durch diesen Praxisbezug, den man einfach hat", so Leupold.

Rund drei Millionen Euro hat die Kampagne „Jetzt #Könnenlernen" insgesamt gekostet – für den Landkreis Reutlingen etwa 30.000 Euro. Anna wird noch ein Jahr mit ihrer Ausbildung brauchen, bis dahin solle laut Thorsten Leupold auch die Erfolgsgeschichte der Kampagne weiter geschrieben werden.

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