Widmann-Mauz, St. Klara Schule | Bildquelle: RTF.1

Rottenburg:

So soll Rassismus bekämpft werden - CDU-Politikerin Annette Widmann-Mauz besucht Schulklasse

Stand: 20.06.24 15:32 Uhr

Bundestagsabgeordente Annette Widmann-Mauz besucht in Rottenburg die Mädchenschule St. Klara. Ihre Mission sei es, die Schülerinnen der 9. Klasse gegen Rassismus aufzuklären und mit ihnen in den Austausch zu kommen. Dabei wurde nicht nur das Thema Rassismus behandelt, sondern auch weitere gesellschaftlich relevante Themen, wie Sexismus und Migration.


Annette Widmann-Mauz, Bundestagsabgeordente im Ausschuss für Kultur und Medien, hat am Donnerstag in ihrer Heimatregion der Mädchenschule St. Klara einen Besuch abgestattet. Dabei ging es um einen Vortrag über Rassismus und jegliche Formen von Benachteiligung von Migranten im Alltag. Auf die Frage, was sie den Schülern mit ihrem Vortrag mit auf den Weg geben möchte, findet Widmann-Mauz klare Worte:"Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler auch mit politischhandelnden ins Gespräch kommen. Denn eine wehrhafte Demokratie ist eine gute Voraussetzung, um Rassismus zu bekämpfen. Demokratie lebt von Vielfalt, von unterschiedlichen Meinungen, aber dem Respekt voreinander", so Widmann-Mauz.

Widmann-Mauz beruft sich auf ihr Projekt „Schule gegen Rassismus", das sie ins Leben gerufen hat. Das sei eine wichtige Veranstaltung, um den Schülern klarzumachen, sich mit Themen wie Rassismus in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Dabei gehe es ihr um persönliche Erfahrungen der Schüler aus deren Alltag, wie man den Rassismus in Deutschland bekämpfen könne, und was für Ideen und Konzepte die Schüler dazu haben. Doch die Schüler hatten auch andere Fragen zu weiteren Themen. So besprachen sie beispielsweise auch den Vorfall aus Mannheim, als ein Polizist von einem Messerstecher getötet wurde. Oder, ob wir die Fußballnationalmannschaft mehr „weiße Männer" brauche. Einige Schüler zeigen sich ebenfalls besorgt darüber, dass Deutschland und auch Europa immer stärker nach rechts rücken.

Widmann-Mauz machte klar, dass es nicht selbstverständlich sei, in einer freien Welt zu leben und dass unsere Demokratie in Gefahr sei. "Wir erleben, dass es Parteien gibt, die Ressentiments, Vorurteile nicht nur schüren, sondern sie ganz bewusst parteipolitisch einsetzen, um diese Demokratie von innen heraus zu zerstören."

Die St. Klara Schule in Rottenburg hat für sich einen Weg gefunden, dem Rassismus den Kampf anzusagen und hat folgendes Projekt auf die Beine gestellt.

Simone Haag, Schulleitung der St. Klara Schule und Pietro Scalera, Projektleiter berichten:"Wir haben einen Präventions Schutzkonzept, das schon mehrere Jahre existiert und unsere Geschäftsführung ist in insgesamt zwölf Schulen. Die haben das jetzt wieder überarbeitet und wir haben da einen ganz klaren Weg, wie vorgegangen wird mit Vertrauenslehrer, mit Integrations Lehrer, mit Schule, Seelsorge und natürlich zuletzt die Schulleitung, die da dann hoffentlich auch agiert."

In Zeiten von Hass und Hetze sei es wichtig für Widmann-Mauz in einen Diskurs zu kommen und verschiedene Ansichten zu teilen. Bei der Frage, was für sie Deutsch sei, gebe es nur eine richtige Antwort: Es sei egal, woher man komme, wen man liebe oder welche Religion man angehöre. Widmann-Mauz war von 2018 bis 2021 Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

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