Innenminister Wolfgang Strobl | Bildquelle: RTF.1

Baden-Württemberg:

Verfassungsschutzbericht 2020 vorgestellt - Pandemie bringt neue Formen des Extremismus hervor

Stand: 08.07.21 13:42 Uhr

Innenminister Thomas Strobl hat am Donnerstag den Verfassungsschutzbericht 2020 in Stuttgart vorgestellt. Laut dem Bericht habe die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr die Arbeit des Verfassungsschutzes maßgeblich geprägt, da die Pandemie neue Formen des Extremismus hervorgebracht und außerdem auch die Spionage- und Cyberabwehr vor neue Herausforderungen gestellt habe, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg.


Auch die allgemeine Querdenker-Bewegung, insbesondere die Bewegung „Querdenken 711" wird seit 2020 vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Strobl betonte, dass die Pandemie ganz offensichtlich ein Nährboden für extremistische Verschwörungsmythen sowie Hass und Hetze sei.

Während die Gesamtzahl sowohl der Rechtsextremisten als auch der Linksextremisten im Land leicht anstieg, sank die Zahl der Taten beider Gruppierungen etwas.

Die Zahl der Salafisten im Land stieg im vergangenen Jahr um 100 auf insgesamt 1.300 Anhänger. Ebenfalls um etwa 100 Personen habe sich auch das islamistische Spektrum auf etwa 4.200 Personen erweitert.

Durch die Pandemie und die veränderten Arbeitsbedingungen hätten sich auch die Cybercrime-Aktivitäten erhöht. Zum Schutz der Pharmaunternehmen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen habe die Spionageabwehr umfangreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Der komplette Verfassungsschutzbericht 2020 finden Sie auf www.baden-wuerttemberg.de.

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