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Rottenburg:

Umweltminister Untersteller besucht ökologischen Kunstrasensportplatz

Laut eigener Aussage bevorzugt Umweltminister Franz Untersteller in seiner Freizeit als Tischtennisspieler eher kleinere Bälle. Trotzdem wollte er sich den neuen ökologischen Kunstrasensportplatz des SV Weiler nicht entgehen lassen, dem er im Rahmen seiner Sommertour "Umwelt-Zukunft" am Montag einen Besuch abstattete.

Der Kunstrasensportplatz des SV Weiler in Rottenburg ist seit der Einweihung im September 2019 einer der ersten Sportplätze in Baden-Württemberg, der mit Kork anstatt mit dem gebräuchlichen Kunststoffgranulat befüllt ist. Die Verwendung von Kork anstelle von Kunststoff leiste einen wichtigen Beitrag, um den Austrag von Mikroplastik in die Umwelt zu verringern, so Umweltminister Untersteller. Kork sei nämlich zu 100 Prozent biologisch abbaubar.

Durch die Zersetzung von Kunststoffabfällen in der Umwelt würden diese in die Flüsse und Meere und dadurch in die Mägen von Fischen gelangen, die am Ende auf unseren Tellern liegen, erklärte der Umweltminister. Ein Teil dieses Problems resultiere aus Kunstrasenplätzen mit Kunststoffgranulat, da das Granulat durch den Sportbetrieb und das Wetter in die Umwelt gelange.

Aus diesem Grund hat sich das Land Baden-Württemberg seit dem vergangenen Jahr auch dafür entschieden, die Sportförderrichtlinien zu ändern und keine Kunstrasensportplätze mit Kunststoffgranulat mehr zu fördern. Zudem sei die Verwendung von Kork kostengünstiger als die von Kunststoffgranulat, so Untersteller. Trotzdem gebe es immer noch viele Kunstrasenplätze, die mit dem umweltschädlichen Kunststoffgranulat befüllt werden. Zurzeit sei es noch unsicher, was mit diesen Sportplätzen dauerhaft passieren soll.

Bereits im letzten Jahr hätte es eine Diskussion bei der Umweltministerkonferenz in Deutschland darüber gegeben, ob die EU zeitliche Vorgaben machen soll, bis wann diese Rasenplätze verboten werden sollen, so Untersteller. Im Moment sei in dieser Hinsicht allerdings noch nichts geplant. Untersteller sieht die Lösung darin, den Vereinen einen finanziellen Anreiz zu bieten, damit sie sich mit einer Sanierung auseinandersetzen.

Die Spieler und Trainer des SV Weiler zeigten sich zufrieden mit der neuen Kork-Befüllung und hatten nur positive Erfahrungen zu berichten, berichtete Mirko Stadel, der 1. Vorstand vom SV Weiler. Und auch der Minister ließ es sich nicht nehmen, den ökologischen Kunstrasen einmal selbst zu testen. Im Interview erklärte der Vorstand außerdem die Handhabung und Pflege des Kork-Rasens, welche sich nicht viel vom Kunststoffgranulat unterscheiden würden.

Laut Stadel muss der Kork an bestimmten Stellen, wie z.B. am Elfmeter-Punkt, immer wieder glatt gezogen werden. Außerdem müssten die Halme regelmäßig aufgestellt und der Platz gereinigt werden.

Der SV Weiler erneuerte in letzter Zeit nicht nur sein Spielfeld, sondern auch seine Flutlichtmasten und baute dabei stromsparende LED-Scheinwerfer ein. Der Strom für die Scheinwerfer werde ganz regional vom Neckar hergestellt, so Stadel. Er ist stolz auf den ökologischen Fokus, den sein Verein vertrete und will auch weiterhin auf das Thema Nachhaltigkeit im Sport setzen.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 04.08.20 - 16:36 Uhr   -   732 mal angesehen)
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