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Reutlingen:

"Die Klimakrise macht keine Pause"- Aktionstag von Fridays for Future auf dem Reutlinger Marktplatz

Am heutigen Freitag war es wieder soweit - Die Ortsgruppe Fridays for Future Reutlingen veranstaltete einen Aktionstag auf dem örtlichen Marktplatz. Neben ihren üblichen Forderungen wollten sie mit dem Aktionstag der "Klimakrise"wieder mehr Gehör verschaffen.

Plakate soweit das Auge reichte – So sah es heute beim Aktionstag von Fridays for Future auf dem Reutlinger Marktplatz aus. Neben dem „Plakatemeer" wurden in der ganzen Stadt Kreideaktionen veranstaltet und ein Banner an eine Brücke aufgehängt.

Das heutige Motto des Aktionstags lautete: „Die Klimakrise macht keine Pause". Dies bedeute, dass die Menschen die Klimakrise nicht aus den Augen verlieren dürften, nur weil es andere große Probleme auf der Welt gebe, erklärt Lotta Böckmann von Fridays for Future Reutlingen. Zurzeit werde die Klimakrise von der Coronakrise aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde der heutige Aktionstag veranstaltet.

Jaron Immer von Fridays for Future Reutlingen findet die Entwicklung sehr tragisch, da die Klimakrise auch zu Corona-Zeiten ein großes Problem darstellt. Laut ihm müsse gerade zum jetzigen Zeitpunkt auf die Klimakrise aufmerksam gemacht werden, denn jetzt würden die wirtschaftlichen Aufbauhilfen für Unternehmen geplant werden. Immer will, dass bei diesen Planungen der Klimaschutz unbedingt berücksichtigt wird.

Ein Thema, das die Mitglieder von Fridays for Future zurzeit stark beschäftigt, ist eine mögliche Auto-Kaufprämie. Laut dieser sollen Käufer mehrere Tausend Euro erhalten, wenn sie sich ein neues Auto anschaffen. Dadurch soll die derzeit geringe Nachfrage in der Autoindustrie wieder angekurbelt werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach sich in einer kürzlichen Regierungspressekonferez für eine solche Prämie aus.

Jaron Immer hingegen positioniert sich klar dagegen. Laut ihm sei die Prämie ein Schritt in die ganz falsche Richtung, weil sie für die Umwelt sehr schädlich sei. Bei der Herstellung von Autos würden mehr Treibhausgase entstehen als beim Fahren selbst, außerdem werden bei der Prämie Autos verschrottet, die sonst noch weiterfahren würden, erklärt Immer. Dadurch entstehe auf Dauer ein großes Defizit.

Wann die endgültige Entscheidung gefällt wird, ist noch unklar. Bis dahin werden sich die Klimaaktivisten von Fridays for Future aber weiterhin gegen die Kauf-Prämie einsetzen.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 24.05.20 - 00:01 Uhr   -   939 mal angesehen)
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