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Tübingen:

Landkreis soll "Bündnis Städte Sicherer Häfen" beitreten

Die Städte Tübingen und Rottenburg sind bereits Teil des "Bündnis Städte Sichere Häfen", dass dafür sorgt das aus Seenot gerettete Flüchtlinge auch über das normale Kontingent aufgenommen werden können. Seit Anfang November liegt dem Kreistag ein Antrag der Linken Fraktion vor, dass der gesamte Landkreis Tübingen dem Bündnis beitritt. Vor einer Kreistagssitzung versammelten sich mehrere Organisationen zu einer Kundgebung.

Über 20 Organisationen nahmen an der Kundgebung vor dem Landratsamt Tübingen teil. Organisiert wurde sie vom Bündnis Bleiberecht und der Seebrücke Tübingen.

Konkret verlangen die Organisationen, dass der Kreistag in der kommenden Sitzung dafür stimmt, den gesamten Kreis Tübingen in das Bündnis aufzunehmen.

Denn alleine mit der Bereitschaft der Städte sei es nicht getan. Die Landkreise seien ohnehin involviert, da sie für die vorläufige Unterbringung zuständig seien, erklärte Matthias Schuh vom  Bündnis Bleiberecht Tübingen. Außerdem bräuchten die einzelnen Kreiskommunen Unterstützung durch den Landkreis,  um dieses Angebot überhaupt umsetzten zu können, so Schuh weiter.

Neben der Kundgebung wurde auch ein offener Brief an die Mitglieder des Kreistags verteilt, die sich auf dem Weg in eine Sitzung befanden. In ihm formulierte jede der unterstützenden Organisationen einen Satz, in dem sie beschreibt warum der Landkreis Tübingen dem Bündnis beitreten sollte.

Zusätzlich dazu fand sich auf dem Platz jedes Kreistagsabgeordneten eine kleine gebastelte Weste, auf der sich die Daten eines auf See gestorbenen Flüchtlings befanden. Aber was genau würde sich ändern, wenn nicht nur die Stadt sondern der ganze Landkreis Tübingen beitreten würde?

Wir würden dann zu einem sicheren Hafen werden, also der ganze Kreis Tübingen das heißt die Menschen die hier aufgenommen werden können außerhalb der pauschale für geflüchtete aufgenommen werden. Der ganze Kreis Tübingen würde mehr Einrichtungen schaffen für dieses Menschen und es ist natürlich auch eine symbolische Sache, weil je mehr Städte sich dazu erklären desto mehr Bereitschaft zeigt Deutschland diese Menschen hier aufnehmen zu wollen" erläuterte Sara Da Piedade Gomes von der Organisation Seebrücke Tübingen im Interview.

Wie sich der Kreistag entscheidet erfahren die Teilnehmer der Kundgebung erst bei der nächsten Kreistagssitzung. Denn dann wird über den Antrag der Linken Fraktion abgestimmt.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 12.12.19 - 15:58 Uhr   -   789 mal angesehen)
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