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Vom Bild zum Raum - Ausstellung "Malereikonkrethochdrei" eröffnet am Freitag

"Malereikonkrethochdrei" lautet die neue Ausstellung der Abteilung "konkret" im Kunstmuseum Reutlingen, die ab Freitag in den Reutlinger Wandelhallen zu sehen ist. Vierzig opulente malerischen Werke aus den Jahren 1956 bis 2006 werden ausgestellt, die nichts abbilden oder zeigen wollen, sondern eine konkrete Situation darstellen. Wir haben bereits vor der Vernissage einen Blick auf die neue Ausstellung geworfen und zeigen Ihnen nun, was Sie erwarten dürfen.

Im Sommer 2017 übernahm die Stadt Reutlingen die Sammlung der renommierten Stiftung für konkrete Kunst. In den Wandelhallen des Kunstmuseums ist jetzt ab dem 15. März die neue Ausstellung „Malereikonkrethochdrei" zu sehen.

Der Titel, wenn auch ein kleiner Zungenbrecher, sei sehr präzise, erklärt Kurator und Leiter des Kunstmuseum Reutlingen/konkret, Dr. Holger Kube Ventura. Denn er beschreibt eben nicht eine Fläche, wie es „hochzwei" machen würde, sondern das Volumen bzw. die dritte Dimension. Es geht vom Bild in die räumliche Dimension, so Dr. Holger Kube Ventura.

Die Ausstellung zeigt einen zweiten Querschnitt durch die hochkarätige Sammlung des Kunstmuseums Reutlingen. Und diese bespielen eben die ganze Räume – teilweise mit Installationen die stolze 52 Meter lang sind.

„Es sind knapp 40 Werke von 12 Künstlern die wir zeigen. Darunter zwei absolute Meisterwerke: nämlich die von Aurélie Nemours (1989), eine sehr berühmte Französin und Bernard Aubertin (1988-93); Werke, die extra hier für die Wandelhallen entstanden sind vor 30 Jahren und nun zum ersten mal wieder zu sehen sind. Alle beide mit enormen Aufwand und über Jahre hergestellt. Und dass Reutlingen so etwas besitzt, das wissen viele gar nicht, das muss man immer wieder mal betonen," so Kube Ventura.

Der Kurator ist der Meinung, dass die Kunstwerke eigentlich keine Erklärung benötigen, da sie vor Ort zu erleben sind und so direkt wirken.

Einige Besucherinnen und Besucher der letzten Ausstellung, waren dennoch dankbar um Hinweise und Erklärungen, denn nicht jeder versteht auf Anhieb den Hintergrund von konkreter Kunst.

„Konkret heißt, dass das, was zu sehen ist, nichts meint außer sich selbst - also konkret. Bei Malerei heißt das: es ist nichts zu sehen, keine Landschaft, kein Portrait, [...] sondern es ist eine Malerei, die mir gegenüber steht," erklärt Kube Ventura.

Wer an der konkreten Kunst und der neuen Ausstellung „Malereikonkrethochdrei" interessiert ist, hat bis zum 30. Juni 2019 Zeit, die aufwändigen malerischen Werke und Installationen zu besichtigen.

(Zuletzt geändert: Samstag, 16.03.19 - 23:27 Uhr   -   491 mal angesehen)
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