In der Schwesterklinik in Bad Urach ist dieser Versuch vor einigen Jahren bereits deutlich fehlgeschlagen. Trotz bundesweiter Ausschreibung kam keine einzige Bewerbung. Die Geburtshilfe wurde geschlossen. Bleibt in Münsingen die Suche nach einem neuen Arzt ebenfalls erfolglos und die beiden vorhandenen wollen nicht wie bisher weiter machen, bliebe noch ein letzter Ausweg. Dann würde man sich mit dem Land in Verbindung setzten um auszuloten ob man eine Hauptabteilung Geburtshilfe in Erwägung ziehen könne.
Dieser Weg – wenn er denn beschritten werden müsste – würde jedoch kein leichter werden. Denn eigentlich sei bei der Bettenzahl schon seit Jahren nicht einmal eine belegärtzliche Geburtshilfe vorgesehen. Umso schwerer werde es, eine Hauptabteilung zu bekommen. Das Worst-Case Szenario wäre, dass beide Belegärzte ihre ärztlichen Tätigkeiten beenden würden. Das würde dann auch das ende der Geburtshilfe in der Albklinik bedeuten.
Von den drei Standorten der Kreiskliniken bliebe dann nur noch Reutlingen als Krankenhaus mit Geburtshilfestation übrig. Vielleicht finden sich auf den Geburtsurkunden vieler Neugeborener dann aber auch vermehrt Geburtsorte, die außerhalb des Landkreises liegen.
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