Boris Palmer im Rathaus | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

Palmer will nicht Bundesvorsitzender der Grünen werden: Ein April-Scherz, verbunden mit realer Kritik.

Stand: 03.04.17 11:30 Uhr

Und jetzt eine Richtigstellung in eigener Sache: Gestern hatten wir gemeldet, dass Boris Palmer auf Grund seiner Unzufriedenheit mit seiner Partei Bundesvorsitzender der Grünen werden will. Das hatte Palmer auf seiner Facebook-Seite angekündigt und dort mit den beständig fallenden demoskopischen Werten der Grünen argumentiert. Heute hat er dies als einen April-Scherz richtig gestellt.

Die an der Partei geübte Kritik bleibe aber sei durchaus real. Palmer bleibt den Tübingern also erhalten.

Als Hintergrund hatte Palmer auf beständig fallende demoskopische Werte verwiesen. So werden die Grünen derzeit von verschiedenen Instituten in der Sonntagsfrage nur noch auf 6,5 bis 8 Prozent taxiert. Damit haben sich die Umfrageergebnisse innerhalb weniger Monate fast halbiert.

Das Politikangebot der Grünen gefalle nur noch einer kleinen grünen Stammwählerschaft. Eine Vorwurf, den der Tübinger OB immer wieder erhebt.

Mit „moralinsauren Verboten" wie einem jetzt diskutierten "Folienverbot für Spargelanbau" oder nicht „praktikabler Kritik" wie einem angeblichen „Rassismus bei der Kölner Polizei" sowie exotischen Forderungen wie einer „Sexualassistenz für Behinderte" verprelle man "immer wieder diejenigen", die grünen „Ideen eigentlich aufgeschlossen" seien.

Die Partei sei es der „Ökologie als politischer Idee schuldig", den drohenden politischen Bedeutungsverlust abzuwenden, so hatte es auf dem Facebook-Post von Palmer geheißen, der ein April-Scherz ist.

Palmer hatte in seinem April-Scherz abschließend empfohlen, was er auch sonst dem linken Flügel in der Bundespartei empfiehlt: sich an den erfolgreichen Grünen in Baden-Württemberg zu orientieren, die dort den Regierungschef stellten.

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