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Die Kunst des Selbst: Eine Interpretation des traditionellen Taekwondo

Viele sehen im Taekwondo vermutlich nur eine von vielen asiatischen Kampfsportarten. Der Taekwondo-Lehrer David Ippen aber glaubt, die Kampfkunst hilft nicht nur um sich körperlich gegen Feinde verteidigen zu können sondern auch um den inneren Frieden zu finden. Um seinen Schülern genau diesen Aspekt, die Philosophie des traditionellen Taekwondo, zu vermitteln, hat David Ippen ein Buch geschrieben. Der in Deutschland geborene und aufgewachsene Physiotherapeut lebt inzwischen in den Honolulu, wo er eine Taekwondo-Schule betreibt.
Die Kunst des Selbst: Eine Interpretation des traditionellen Taekwondo

Bewertung: 2 von 3 DaumenDer Weg der Faust und des Fußes – das heißt der Name Taekwondo auf Deutsch übersetzt. 1955 gegründet, zeichnete Taekwondo ursprünglich aus, dass es im Vergleich zu anderen Kampfsportarten viele Beintechniken und Sprünge verwendet. Durch seine hohen Beinstellungen und flotten Schrittfolgen sei es laut Ippen dynamischer als andere Kampfsportarten.

Es mache einen körperlich stark, frei und flexibel. Und dadurch habe man laut dann die Möglichkeit, auch – nicht nur für sich selbst – einzustehen, weil man ein größeres Selbstbewusstsein habe, sondern auch mal Zivilcourage zu zeigen und für andere aufzustehen. Im praktischen Sinne, in einer Notfallsituation, dass man einem helfen könne, oder im übertragenen Sinne auch, dass man jemandem mit Worten beistehe oder sich für jemanden ausspreche, der sich vielleicht nicht selbst helfen könne.

Das Taekwondo-Training stärke das Selbstbewusstsein und könne helfen, innere Harmonie zu finden. Das könne einem Schüler in erster Linie dadurch gelingen, dass er sich durch das Taekwondo selbst körperlich besser kennenlernen und im Griff haben würde.

Wenn man sich besser kennen würde, dann ruhe man Ippen zufolge auch ganz anders in sich. Und das werde oft unter dem Begriff Harmonie zusammengefasst. Jedenfalls für Ippen sei Harmonie kein statischer Zustand, sondern ein flexibler, ein fließender Zustand, der sich immer neu definiere, weil man sich immer neu kennenlernen und sich immer wieder neu entdecken würde – nicht nur mit dem Körper, sondern mit der ganzen Person – also auch seelisch und auf persönlicher Ebene lerne man sich neu kennen, man begegne sich, man müsse über eigene Hürden hinweg gehen und Grenzen überwinden.David Ippen hatte als Kind zufällig den Leiter einer Taekwondo-Schule kennengelernt und aus Neugier mit dem Kampfsport angefangen. Es habe ihn so sehr fasziniert, dass er bis heute dabei geblieben ist. Inzwischen hat Ippen mehrere schwarze Gurte und unterrichtet selbst. Für ihn sei das Taekwondo ein Lebensweg und eine Lebensaufgabe. Aber für ihn sei das Taekwondo auch ein Mittel zum Zweck – für sich selbst, zur eigenen Erkenntnis und zur eigenen Fort- und Weiterbildung. Und für ihn auch als Mensch, um als Mensch zu wachsen, persönlich und körperlich. Und vor allem auch, um persönliche Freiheit aufzubauen – so Ippen.

„Die Kunst des Selbst" ist nicht nur für praktizierende Kampfsportler gedacht, sondern für alle, die mehr über die Philosophie dahinter erfahren wollen. Das Buch kostet 9,90 Euro.

Die Kunst des Selbst: Eine Interpretation des traditionellen Taekwondo
David Ippen
Hirmer

Deutsch
31.12.2014
3777423890
978-3777423890
€ 9,90

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(Zuletzt geändert: Montag, 07.09.15 - 17:25 Uhr   -   821 mal angesehen)
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