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Polizeimeldung vom Donnerstag, 01. Februar 2018


Tübingen/Kirchentellinsfurt

Versuchter Betrug durch vermeintliche Geschäftsführer (Warnhinweis für Firmen)

Gegen noch unbekannte Täter ermittelt die Polizei wegen mehrerer Fälle des versuchten Betrugs zum Nachteil von Firmen im Landkreis Tübingen. Am vergangenen Montag erreichte beispielsweise die Buchhaltung eines Tübinger Unternehmens eine E-Mail, in welcher sich der Verfasser als Geschäftsführer des Betriebs ausgab und eine Überweisung von mehreren zehntausend Euro auf ein Bankkonto in Großbritannien anwies. Eine Mitarbeiterin durchschaute den Schwindel allerdings und verständigte die Polizei. Ein weiterer Fall wurde am Donnerstag aus Kirchentellinsfurt gemeldet. Fälle wie diese werden bei den Polizeidienststellen in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen wieder vermehrt angezeigt. Die Masche ist allerdings altbekannt. Schon seit Jahren versuchen Kriminelle über diese sogenannte Geschäftsführermasche, bei Firmen und Unternehmen hohe Geldbeträge zu ergaunern. Mit geringfügigen Abweichungen ist das Vorgehen der Betrüger eigentlich immer dieselbe. Oftmals nutzen die Täter die tatsächliche Abwesenheit von Vorgesetzten, wenn sie die Geldforderungen in den fingierten E-Mails an die überwiegend mittelständischen Betriebe senden. In seltenen Fällen erfolgen auch telefonische Kontaktaufnahmen. Meist wird in dem Schriftverkehr zusätzlich vorgegaukelt, dass die Sache größter Geheimhaltung unterliege und äußerst dringlich sei. In den gefakten E-Mails teilt der vermeintliche Chef außerdem mit, er sei telefonisch nicht erreichbar, um eine direkte Kontaktaufnahme des Beschäftigten mit seinem Vorgesetzten zu verhindern. Die Polizei rät, beim Eingang derartiger E-Mails oder Anrufe vor einer entsprechenden Transaktion unbedingt persönlichen Kontakt mit der Firmenleitung aufzunehmen und die genutzte E-Mail-Adresse genau zu überprüfen. Oft weicht sie nur geringfügig von einer tatsächlich existierenden Adresse ab. Bei einem Betrugsverdacht oder Ungereimtheiten sollten sich Betroffene außerdem an die Polizei wenden.

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