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Polizeimeldung vom Donnerstag, 09. November 2017


Rottenburg

Im Darknet Drogen erworben - 24-Jähriger in Haft

Weil er im Darknet Betäubungsmittel in größerem Umfang bestellt und damit Handel betrieben haben soll, ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und eine Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizei gegen einen 24-jährigen Rottenburger. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung am 7. November konnten unter anderem neben Drogen auch typische Dealerutensilien sowie Falschgeld aufgefunden werden.

Auf die Spur des einschlägig polizeibekannten Tatverdächtigen führte im Oktober der Informationsaustausch mit einer anderen Polizeidienststelle. Diese hatte Hinweise erlangt, wonach der 24-Jährige in der ersten Jahreshälfte eine größere Menge von Betäubungsmitteln im Darknet bestellt haben soll. Eine anschließend durchgeführte Überprüfung verschiedener Päckchen und Briefe, die an den 24-Jährigen adressiert waren, erhärtete den Verdacht. Insgesamt konnten im Oktober binnen weniger Tage fünf Postsendungen abgefangen werden, in denen sich 15 Gramm Kokain und über 300 Gramm Marihuana befanden.

Ein durch die Staatsanwaltschaft Tübingen beim Amtsgericht Tübingen erwirkter Durchsuchungsbeschluss wurde am 7. November vollzogen. In der Wohnung des 24-Jährigen stellten die Beamten weitere 130 Gramm Marihuana, sowie geringe Mengen Amphetamin und Heroin fest. Ferner fanden sich in der Wohnung diverse Utensilien, wie Feinwaagen und Verpackungsmaterial, die auf eine Dealertätigkeit des Mannes hindeuten. Als mutmaßliches Dealergeld wurde ein aufgefundener Bargeldbetrag in Höhe von 900 Euro beschlagnahmt. Eine weitere Strafanzeige erwartet den 24-Jährigen wegen des Verdachts des Verbreitens von Falschgeld, da in seiner Wohnung neben den Drogen auch mehrere gefälschte 50-Euro-Banknoten auftauchten.

Der Tatverdächtige, dem noch während der Wohnungsdurchsuchung die vorläufige Festnahme erklärt wurde, wurde am Mittwochnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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