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Tarifkonflikt:

IG Metall bestreikt 21 Betriebe in Baden-Württemberg ganztags

Am Mittwoch sind in Baden-Württemberg 21 Betriebe zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen, der Schwerpunkt liegt auf dem Maschinenbau. Den Auftakt machen Heidelberg Manufacturing in Amstetten und Huber Packaging in Öhringen mit den Nachtschichten um 22 Uhr. In den bisher durchgeführten Mitgliedervoten gab es durchgängig überwältigende Mehrheiten für die Maßnahme. Bis Freitag wird die IG Metall Baden-Württemberg insgesamt rund 70 Betriebe zu ganztägigen Warnstreiks aufrufen.
Fahnen IG-Metall

Die zusätzliche Eskalationsstufe war vom Vorstand der IG Metall am Samstag beschlossen worden, nachdem sich auch in der fünften Verhandlung in Stuttgart kein Ergebnis erzielen ließ. Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter in Baden-Württemberg und Verhandlungsführer: „Die Arbeitgeber haben am Verhandlungstisch keine ausreichende Bewegung gezeigt, jetzt bewegen wir sie mit ganztägigen Warnstreiks."

In zahlreichen Betrieben finden am Mittwoch größere Kundgebungen statt. Bei Index in Esslingen spricht der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, redet bei Coperion in Stuttgart-Feuerbach. Ebenfalls in Feuerbach spricht Roman Zitzelsberger bei Bosch und der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann tritt bei Heidelberger Druckmaschinen in Wiesloch auf.

Während der ganztägigen Warnstreiktage wird es keine weiteren Verhandlungen geben, parallel bereitet die IG Metall Urabstimmungen für einen Flächenstreik vor.

Der Verhandlungsführer und Südwestmetall-Vorsitzende Stefan Wolf hatte die Gewerkschaft davor gewarnt, nun mit Ganztagesstreiks oder gar einem Streik nach Urabstimmung den Tarifkonflikt zu eskalieren: „Ein Ergebnis, das viele unserer Betriebe überfordern würde, wird nicht dadurch besser, dass es mit Druck erzwungen wird." Die Arbeitgeber behielten sich dabei rechtliche Schritte gegen die Streikeskalation vor, da die IG Metall sich immer noch nicht von ihrer ursprünglichen, rechtswidrigen Zuschussforderung verabschiedet habe.

In Bayern ruft die IG Metall am Mittwoch zum Auftakt der ganztägigen Warnstreiks die Beschäftigten in zehn Betrieben zur Teilnahme auf. Mit dabei sind unter anderen MAN Truck & Bus in Nürnberg und München, ZF in Passau und die Linde-Werke im Raum Aschaffenburg.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 30.01.18 - 14:30 Uhr   -   1315 mal angesehen)
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