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Regional und bürgernah - Diskussion der Lokalzeitungen beim Neujahrsempfang der IHK und der HWK

Beim IHK und HWK Neujahrsempfang sprachen auch Vertreter der regionalen Zeitungen über die Zukunft der klassischen Medien. Facebook und Google seien harte Konkurrenten, die zwar selbst keine Nachrichten schreiben sondern nur die der Medien weiterleiten. Dennoch: Alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion blicken positiv in Zukunft.

Valdo Lehari jr., Verleger des GEA und Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger sprach in seiner einführenden Rede von den Herausforderungen der Digitalisierung für die klassischen Medien. Man müsse die Qualität des Journalismus hochhalten. Diese sei die Basis für Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit der Regionalzeitungen. Des weiteren müssen laut ihm die regionalen Zeitungen nah bei den Bürgern sein, um zu erkennen, was diese bewege. Im gleichen Atemzug kritisierte er die Kostenloskultur im Internet. Es gebe Suchmaschinen, die als Gatekeeper die Inhalte ohne Respekt auf Copyright nutzen. Und wenn es die selben Meldungen in der New York Times geben würde, wären die regionalen Medien für Google und Co. nicht mehr relevant.

Auch Südwest-Presse-Geschäftsführer Thomas Brackvogel ergänzte in der Diskussionsrunde, dass fast alles was auf Facebook zu finden sei, ursprünglich von Zeitungen und ihren Webseiten stamme. Erschwerend komme laut ihm noch dazu, dass Journalisten und ihre Arbeit immer weniger Wertschätzung bekämen.

Um diesen Qualitätsjournalismus aufrecht erhalten zu können, müssten aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, so Daniel Welte vom Zollern-Alb Kurier. Denn Journalismus koste Geld und müsse dementsprechend finanziert werden.

Für Alexander Frate, Geschäftsführer des Schwäbischen Tagblatts, muss die regionale Berichterstattung weiter in den Fokus rücken. Denn dort läge ihre Stärke. Diese Lokalkompetenz sei wichtig und mit ihr könne man sich auch von den öffentlich-rechtlichen Medien abgrenzen.

Die regionalen Zeitungsverleger blickten als Fazit zwar zuversichtlich in die Zukunft, dennoch stellte Lehari jr. klar: „Auch die Zeitungen sind nicht unendlich belastbar."

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 25.01.18 - 20:33 Uhr   -   404 mal angesehen)
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