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Gegen durstige Autos:

Deutsche Umwelthilfe will Strafgebühr für Diesel-SUVs

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor der Eröffnung der Automesse IAA eine Strafgebühr auf die Zulassung von Diesel-Geländelimousinen, so genannten SUVs gefordert. Außerdem will sie einen Stopp für die Begünstigung von Diesel-Kraftstoff.
Zapfsäule

"In Skandinavien wird mitunter ein hoher Betrag fällig, wenn man einen durstigen Diesel-SUV zulassen will", sagte DUH-Chef Jürgen Resch der "Rheinischen Post". Andersherum gebe es staatliche Prämien für denjenigen, der ein E-Auto zulässt. Das solle es auch in Deutschland geben, sagte Resch.

Um die Automobilindustrie zu emissionsarmen und spritsparenden Fahrzeugen zu bewegen, fordert er einen Stopp für die Begünstigung von Diesel-Kraftstoff und ein solches Bonus-Malus-System bei der Kfz-Steuer. Resch übte zudem Kritik an den deutschen Autoherstellern bei der Fortentwicklung von Diesel-Motoren. "Nach meinem Sachstand gibt es noch keine Typzulassung eines Diesel-Pkw nach der aktuellen Abgasnorm Euro 6d", so Resch. Die diesjährige IAA drohe zu einer "Provinzveranstaltung" zu verkommen. Elf Hersteller, so viele wie noch nie, hätten abgesagt, wichtige E-Fahrzeuge etwa von Nissan oder Tesla würden fehlen.

"Was in diesem Jahr dominiert, sind die Dinosaurier des Autozeitalters: immer größere, schwerere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, darunter viele Diesel", sagte der DUH-Chef. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die 67. IAA am Donnerstag eröffnen.

(Zuletzt geändert: Montag, 11.09.17 - 10:57 Uhr   -   247 mal angesehen)
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