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Europa:

Kennzeichnung von Fleisch- CDU/ CSU gegen bisherige Resolution

Zur Resolution des Europäischen Parlaments, eine umfassende Herkunftskennzeichnung für Fleisch in verarbeiteten Produkten einzuführen, gaben die agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe Marlene Mortler und der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Alois Rainer eine Erklärung ab.

Wem der Schutz der Verbraucher wirklich am Herzen liege, der führe ihn nicht mutwillig ad absurdum, sagte Marlene Mortler. Die Angabe, ob das Hackfleischklößchen in der Tiefkühlsuppe aus Österreich oder Italien stamme, sagt nichts über die Qualität des Fleisches, über Haltebedingungen und angesichts der Struktur unserer Lebensmittelwirtschaft noch nicht einmal etwas über Transportwege aus. Hier gehe es um nichts anderes als die Abschottung nationaler Märkte oder - in anderen Worten – um die Sicherung der eigenen Interessen gegenüber denen der europäischen Partner. Mit einem ernst gemeinten europäischen Binnenmarkt habe das nichts zu tun, so Marlene Mortler.

Alois Rainer ärgerte besonders, dass das Ganze zu Lasten der Verbraucher gehe, die seiner Meinung nach ohne einen Mehrwert zu erhalten, die Kosten tragen müssten. Und es gehe zu Lasten der Tiere, denn das Geld fehle am Ende für sinnvolle Investitionen in modernere, tiergerechtere Ställe, für mehr Auslauf und bessere Fütterungsanlagen, stelle Rainer klar.

Hintergrund

Am vergangenen Mittwoch hat das Europäische Parlament die Europäische Kommission aufgefordert, Vorschläge zur Kennzeichnung der nationalen Herkunft von Fleisch in verarbeiteten Lebensmitteln vorzulegen. In einem Bericht weist die Kommission darauf hin, dass mit einer solchen Kennzeichnung um 30 % höhere Bürokratiekosten verbunden wären. Unternehmen müssten für jede neue Produktcharge neue Verpackungen oder Etiketten erstellen. Gerade kleine und mittelständische Betriebe würden hierunter besonders leiden. Außerdem wären die Angaben für die Verbraucher verwirrend: Häufig enthält eine einzige Scheibe Wurst Fleisch aus vier bis fünf Ländern.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 17.02.15 - 13:48 Uhr   -   904 mal angesehen)
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