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Tübingen:

Ein Geburtstag und eine Innovation - 50 Jahre fetales Monitoring an der Frauenklinik

Heute feierten Ärzte, Professoren und Experten an der Tübinger Frauenklinik den 50. Geburtstag des fetalen Monitorings, also die Überwachung der Föten während der Schwangerschaft. 1968 erfand Professor Konrad Hammacher an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen die Herztonschreibung, besser bekannt unter der englischen Abkürzung CTG. Er konnte mit seiner Erfindung die Herztätigkeit des ungeborenen Kindes, die mütterlichen Wehen und die Kindesbewegung während der Schwangerschaft und der Geburt überwachen.

Die Schwangerschaft und die darauf folgende Geburt ist für Mutter und Kind keine ungefährliche Sache. An vielen Stellen können Komplikationen auftreten. Da ist es wichtig möglichst viele Daten zu haben. Auf so einer Grundlage kann dann zum Beispiel entschieden werden, ob ein Kind mit dem Kaiserschnitt geholt werden muss oder nicht.

Hier kommt die Erfindung von Professor Hammacher ins Spiel. Seit 50 Jahren ist es den Ärzten nun möglich zu erkennen, ob das Herz eines Kindes genau im richtigen Tempo, zu schnell oder zu langsam schlägt und wie das Kind auf die Wehen reagiert.

„Die Revolution in der modernen Geburtshilfe war ja, dass man das Kind im Mutterleib schon digital überwachen kann und die nächste Revolution hat heute eben angefangen. Das heißt, die werdende Mutter ist an keinem Kabel mehr. Es geht alles über Bluetooth. Man kann letztendlich - und das ist das Ziel unserer Forschung - innerhalb der nächsten Monate und Jahre auch die Herztonschreibung auf jedes Handy der Mutter oder beim Gynäkologen, beim Arzt, bei der Hebamme, bringen. Sodass wir natürlich eine absolute Überwachung – gewollte Überwachung von Kind und Mutter haben, ohne dass man das bemerkt" erklärt Professor Diethelm Wallwiener.

Aktuell ist es noch so, dass eine Schwangere bei einem CTG einen Gurt um den Bauch tragen muss, über den dann die Daten gesammelt werden. Neuerdings funktioniert alles ohne den CTG-Gurt. Es wird nur noch ein Chip, kaum größer als eine Briefmarke, auf den Bauch der Mutter geklebt.

„Und das ist natürlich für uns der Traum. Dann können die Frauen sogar unter die Dusche gehen oder in die Badewanne und sie können sich selbst bewegen. Ganz natürlich. Das heißt wir haben maximale Sicherheit für Mutter und Kind mit absolut physiologischen Geburtsverläufen" so Wallwiener.

Noch wird die neue Innovation nicht eingesetzt. Doch die Tübinger sind sich sicher, dass es schon bald soweit ist und die Schwangeren mehr Freiheit bekommen.

„Da gibt es natürlich sehr viele juristische Hintergründe...Bis das dann weltweit gelaunched wird, muss man noch die ein oder andere Voraussetzung erfüllen. Aber wir sind schon in der glücklichen Lage, weil wir das mit entwickelt haben, mit Phillips, dass wir das als Erste für unsere Schwangeren und werdenden Mütter einsetzen können" erklärt Wallwiener.

Ab nächster Woche geht es dann los. Ab da können die Ärzte hochschwangere Frauen und ihre Kinder besser und effizienter drahtlos überwachen.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 07.11.18 - 19:27 Uhr   -   473 mal angesehen)
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