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Hechingen:

Austausch mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann über Bildungspolitik

Wie können wir die Ausbildung der Kinder in Zeiten der Digitalisierung und des Generationenkonflikts gewährleisten? Kultusministerin Susanne Eisenmann war zu Besuch in Hechingen, um den Menschen zu erklären, wie die Bildung auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Denn auf die Schulen kämen einige Herausforderungen zu.

Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Dieser demografische Wandel wirke sich auch auf die Schulen aus. Rund 80 Prozent der frei werdenden Stellen im Lehrberuf kommen im Moment laut Eisenmann aufgrund der Pensionierungen. Die starken Anfang 50er Jahrgänge würden jetzt in den Ruhestand gehen. Das würde die nächsten zwei Jahre noch so bleiben. Dann werde es jedoch abebben und aufgrund der erhöhten Kapazitäten eine bessere Lehrerversorgung entstehen.

Auch viele Grundschulen im Land seien vom Lehrermangel bedroht. Baden-Württemberg habe sogenannte Zwerggrundschulen. Für diese könne die Pensionierung von ein paar Lehrern schon die Schließung bedeuten. Eisenmann hält trotzdem am Konzept der kleinen Grundschulen fest. Für sie sei besonders wichtig, dass kleine Kinder eine Grundschule vorort besuchen können. Eine Schließung der kleinen Grundschulen, wie es andere Bundesländer getan haben, käme für die Kultusministerin nicht infrage, auch wenn die Lehrerversorgung schwierig sei.

Bereits jetzt hätten die Ministerin und ihre Mitarbeiter verschiedene Maßnahmen zur Lösung des Problems Lehrermangel ergriffen: unter Anderem die Begrenzung der Teilzeit auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Auch sollen Gymnasiallehrer, die keine Anstellung an einem Gymnasium finden, im Grundschulbereich arbeiten. Eisenmann räumt trotzdem ein, dass diese Maßnahmen die drohende Pensionierungswelle nicht stoppen könne.

Und dann gäbe es da noch die Digitalisierung, die auch im Unterricht ankommen müsse. Jedoch gilt hier für Eisenmann: Technik folgt Pädagogik. Ein Buch durch einen Laptop zu ersetzen sei keine Pädagogik. Dennoch müsse die Digitalisierung im Unterricht klar verankert werden und es würde daran gearbeitet werden, deutliche Fortschritte in diesem Bereich zu erzielen. Die Finanzierung all dieser Maßnahmen sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Land und Kommunen und alle würden auch gemeinsam daran arbeiten für die Digitalisierung und die Pensionierungswelle gute und richtige Lösungen zu finden.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 06.03.18 - 16:35 Uhr   -   653 mal angesehen)
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