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Hayingen-Indelhausen:

Geiz ist Geil - Vertreter der Landwirtschaft erklären, warum Kunden mehr für Milch bezahlen sollen

Geiz ist geil. Unter diesem Motto kaufe der Kunde Milch, meint zumindest Gerhard Glaser, Vizepräsident des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg. Der Milchpreis ist schon seit Jahren ein Punkt, der die Gemüter der Landwirte erhitzt. Um die heimische Milcherzeugung ging es jetzt auch bei einer Veranstaltung in Hayingen-Indelhausen.

Bauer sein bedeute Leidenschaft. Denn anders sei es, laut Gerhard Glaser nicht möglich, in diesem Beruf glücklich zu werden.

Der Vizepräsident des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg erklärte, dass Bauersfamilien, die das ganze Jahr über um das Wohl ihrer Tiere bedacht sind unter vernichtenden Überschriften leiden würden.

Es gäbe fast keine Landwirtschaft auf der Welt die umweltfreundlicher, tierfreundlicher und verbraucherfreundlicher arbeite als die deutsche. Wenn Tierschützer, Umweltschützer und Verbraucherschützer höhere Standards fordern würden, müssten sie eben auch den Preis dafür bezahlen.

Prof. Dr. Holger Thiele aus dem Institut für Ernährungswissenschaft in Kiel erläuterte einen erhofften Milchpreisanstieg dadurch, dass er für die Landwirte die entscheidende wirtschaftliche Grundlage sei, ohne die sie nicht überleben könnten. Damit verbessere sich auch die wirtschaftliche Struktur.

Warum der Milchpreis nicht höher ist? Aus dem Ausland komme Milch auf den deutschen Markt, die nicht unter den in der Bundesrepublik geltenden Standards produziert worden wäre. Diese Milch drücke den Preis, da der Verbraucher beim Blick auf die Packung oft nicht gleich zwischen qualitativ hochwertiger und minderwertiger Milch unterscheiden könne.

Die stellvertretende Landesbeauftragte für Tierschutz Ariane Désirée Kari wünscht sich mehr Transparenz und Akzeptanz. Außerdem eine Haltungskennzeichnung der Milch, wie es sie bereits bei den Eiern gibt. Somit erhofft sie sich eine erhöhte Wertschätzung der Produkte und eine höhere Zahlungsbereitschaft für die guten Produkte.

Mit einer Kennzeichnung könne den Kunden, sowie den Landwirten geholfen werden. Im aktuellen "Kennzeichendschungel" sei es hingegen schwierig sich zurechtzufinden. Die Landwirte fordern eine Lösung von der Politik.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 01.03.18 - 14:47 Uhr   -   571 mal angesehen)
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