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Pfullingen:

99 Stunden Zeit für einen Kurzfilm

99 Stunden Zeit, um einen 99-Sekunden Kurzfilm zu drehen: Das sind die Voraussetzungen, um am 99Fire Films Award teilzunehmen. Jedes Jahr reichen tausende Filmemacher ihren Beitrag bei diesem Kurzfilmfestival ein, in der Hoffnung unter die besten 99 zu kommen. So auch Patrick Etter aus Pfullingen. Der Regisseur hat schon viele Kurzfilme gedreht und hatte dieses Jahr Lust sich den Herausforderungen des 99Fire Films Wettbewerbs zu stellen

Sobald das Thema des Wettbewerbs bekannt gegeben wird, läuft die Zeit: 99 Stunden sind nicht viel, um sich eine passende Geschichte auszudenken, alles zu organisieren, zu drehen und zu schneiden. Doch gerade das ist auch der Reiz am 99Fire Films Award.

Für den jungen Regisseur Patrick Etter aus Pfullingen waren aber nicht die Rahmenbedingungen ein Problem, sondern eher das diesjährige Thema.

Denn das hatte der diesjährige Sponsor des Wettbewerbs anscheinend selbst ausgesucht, so Etter. Das Thema „Ich liebe es" ist nicht nur das eingetragene Trademark von McDonalds, auch die Zusatzbedingungen weisen deutlich auf den Fast-Food-Giganten hin. Denn die Zusatzvorgabe lautet: „In deinem Film muss ein McDonald´s Produkt und/oder dein McDonald´s Moment sichtbar/erkennbar sein." Was so ein McDonald´s Moment sein soll, weiß Etter auch nicht so recht. Im Netz habe es aber anscheinend auch gleich einen Shitstorm dazu gegeben, so der Regisseur aus Pfullingen.Er findet, dass McDonalds da einen guten Deal gemacht hätte, denn um die 3000 bis 4000 virale Werbefilme umsonst, wäre schließlich mehr als lukrativ.

Die Teilnehmer müssen ihre Rechte außerdem für ein Jahr komplett abtreten. Der „Beste Film" im Wettbewerb erhält zwar 9999 Euro, ist dafür seine Rechte am Film aber für immer los. Das Gleiche gilt für Filme, die einen der anderen Kategorie-Preise gewinnen.

Patrick Ettter und seine Crew beschlossen daher, dieses Jahr etwas anders an den Wettbewerb heranzugehen: sie wollen einen Film machen, der zwar nicht gewinnen kann und sicher auch nicht unter die ersten 99 Kurfilme kommt, der aber dafür ein klares Statement setzt. Der Film soll dem Wettbewerb zeigen, dass sie dieses Jahr den Sponsor zu viel Spielraum gegeben hätten.

Das der Wettbewerb einen Sponsor braucht, ist für alle Beteiligten klar und auch vertretbar. Die Intensität der Werbe- und Produktplatzierung finden aber viele der Filmemacher nicht mehr in Ordnung. Andere Regisseure haben den Wettbewerb dieses Jahr daher einfach boykottiert.

Das kleine Filmteam hatte trotzdem sichtlich Spaß bei den Dreharbeiten. Cast und Crew hatten so tatsächlich ihren ganz eigenen „McDonalds-Moment."

(Zuletzt geändert: Montag, 05.02.18 - 15:51 Uhr   -   817 mal angesehen)
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