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Münsingen:

Altes Lager verkauft - das und mehr beschäftigte die Biosphärenstadt 2015

Was war 2015 los in Münsingen? Und was ist für das kommende Jahr geplant? Bürgermeister Mike Münzing blickte mit uns auf das jetzt auslaufende Jahr zurück und gewährte uns schon einen Blick ins Jahr 2016.

Vor allem die Entwicklung im alten Lager beschäftigte die Stadt Münsingen. Nach über zehn Jahren hatte im Oktober endlich ein Investor das ganze Objekt gekauft. Nudelfabrikant Franz Tress will aus der ehemaligen Soldatensiedlung ein familienfreunliches Erlebnisareal machen.Neben der Schön und Gut soll es dort weitere Messen geben, wodurch Münzing auch auf eine Aufwertung des Biosphärenzentrums und des Geoparks hofft.

Dessen kürzliche Erhebung in den Unesco-Status freut ihn als Bürgermeister natürlich besonders. Und als Vorsitzender des Schwäbische Alb-Tourismusverbandes heiße das für ihn zwischenzeitlich die vierte Unecso-Anerkennung für diese Destination, für das Gesamt-Urlaubsgebiet Schwäbische Alb. Aktuell sei die Stadt an der fünften Unesco-Anerkennung, nämlich für das Weltkulturerbe Eiszeitkunst: alles, was in den Höhlen der Schwäbischen Alb gefunden wurde in den vergangenen Jahren.

Weniger erfreulich sei, dass in diesem Jahr mehrere Familienunternehmen ihr Geschäft hätten aufgeben müssen. Sowas passiere laut Münzing bedauerlicherweise immer öfter im Einzelhandel, nicht nur in Münsingen, sondern bundesweit. Das habe etwas auch mit dem persönlichen Einkaufsverhalten zu tun. Alle diejenigen, die regelmäßig im Internet shoppen gehen würden, müssen sich Münzing zufolge darüber bewusst werden, dass das auch Konsequenzen auf die Städtebilder und auf die Angebote vor Ort habe.

Auch um den Haushalt dürfte es besser stehen. Die über Jahre hinweg angespannte Lage habe sich 2015 nicht verändert. Münzing führt das auf die hohen Aufwendungen einerseits, und auf die weniger werdenden Einwohner anderseits zurück. Zumindest beim zweiten Punkt wittert der Bürgermeister eine Chance in der Flüchtlingsbewegung: Jetzt gäbe es endlich eine Möglichkeit, möglicherweise eine Trendwende im Hinblick auf den demografischen Wandel in der Bundesrepublik hinzubekommen. Das heiße aber für alle, sich aus Komfortzonen herauszubewegen und endlich auch ihre Aufgaben zu erledigen. Seit wenigen Wochen gäbe es in Münsingen auch eine Beauftragte für Migration und Integration, die sich natürlich auch aktuell schwerpunktmäßig der Flüchtlingsarbeit annehmen würde.

Einen eigentlichen politischen Schwerpunkt gibt es im kommenden Jahr laut Münzing nicht. Er will in der Region weiter auf interkommunale Zusammenarbeit setzen – speziell im Bereich der gewerblichen Entwicklung. Auch die weitere Entwicklung beim Thema Regionalstadtbahn steht für ihn im Fokus. Die Stadt hoffe auf die Regionalstadtbahn, auf die weiteren Schritte, aber auch auf eine Bahnanbindung von Stuttgart 21 und einen Bahnhalt in Merklingen. Auch das sei eine weitere Entwicklung für Münsingen und die Schwäbische Alb insgesamt – so Münzing.

Kulturell will Münzing den erfolgreichen Open Air Sommer auch im kommenden Jahr wieder aufleben lassen – vorzugsweise mit dem "white dinner", bei dem alle Gäste in weiß gekleidet sind und ihr Essen selbst mitbringen.

(Zuletzt geändert: Montag, 28.12.15 - 13:25 Uhr   -   734 mal angesehen)
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