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Ein Herz für den ländlichen Raum - CDU stellt ihre Konzeption zur Förderung ländlicher Gebiete vor Donnerstag, 23. Mai 2013 - 16:27 Uhr
Mit einem heute in Stuttgart vorgestellten Konzept für den ländlichen Raum will die CDU-Landtagsfraktion jetzt ihr Herz für eben diesen unter Beweis stellen. Der ländliche Raum gelte als entscheidende Stärke Baden-Württembergs und müsse auch weiterhin im Fokus der Politik stehen. Während die grün-rote Landesregierung kaum Interesse am ländlichen Raum zeige, wolle die CDU sich gezielt einsetzen.
Der ländliche Raum - er gilt als prägend für das Gesicht Baden-Württembergs. Knapp 70 Prozent der Landesfläche entfallen auf den ländlichen Raum, der Heimat für rund 35 Prozent der Baden-Württemberger bietet. Vom derzeit viel genannten demogafischen Wandel ist vor allem er betroffen. Klar ist: für die Zukunft sind hier Konzepte gefragt. Genau in diesem Punkt - so der Vorwurf der CDU-Landtagsfraktion - beweise die grün-rote Landesregierung jedoch, dass sie "kein Herz für den ländlichen Raum" und die Bedürfnisse der Menschen dort besitze. Dabei gehe es auch und vor allem um bessere Verkehrsanbindungen. Er habe in seiner politischen Laufbahn noch keinen Verkehrsminister erlebt der so wenig Herz und so viel Arroganz für den ländlichen Raum zeigte, wie der amtierende es täte, wetterte CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl. Hermann kümmere sich mit Hingabe um Kreisverkehre und betrunkene Radfahrer aber das Thema Infrastrukturen im ländlichen Raum bringe er nicht vorran. CDU-Fraktionschef Peter Hauk fügte hinzu: bereits ab 2003 und 2005 habe es spürbar Abgänge aus dem ländlichen Raum gegeben. Bei manchen mehr so wie in Zollernalb oder Heidenheim, bei manchen weniger. In diesem Punkt stünde die Landesregierung in der Pflicht sich diesem Trend entgegenzustemmen.
Den ländlichen Raum nach vorne bringen soll jetzt ein neues politisches Konzept der CDU-Landtagsfraktion. Forderungen sind hier beispielsweise ein veränderter Schlüssel im kommunalen Finanzausgleich - und eine Demografie-Strategie für Baden-Württemberg. Das allein werde aber nicht das bisher fehlende Interesse der Landesregierung ausgleichen können. Hier glaube man, so Hauk, dass sich dies nur veränder lasse, wenn man einen Kabinettsausschuss Ländlicher Raum einrichte der Fragen rund um Verkehrsentwicklung, schulische Entwicklung, pflegerische- und ärztliche Versorgung sowie landwirtschaftliche Themen und die Themen der ländlichen Kommunalpolitik miteinander bündele. In den kommenden Wochen werde die CDU das Papier vorallem parteiintern diskutieren. Die grün-rote Landesregierung solle das Konzept in jedem Fall als "Muntermacher" und Aufforderung zum Handeln verstehen. Streit um berufliche Bildung - SPD Fraktionschef Schmiedel weist Vorwürfe zurück, das Land lasse die duale Ausbildung ausbluten Mittwoch, 22. Mai 2013 - 17:05 Uhr
SPD-Fraktionschef Schmiedel hat heute in Stuttgart bestritten, dass grün-rot die Berufsschulen ausbluten lassen wolle. Vielmehr investiere die Regierung in verschiedene Modelle.
Den Vorwurf gibt es praktisch seit grün-rot die Regierung in Stuttgart übernahm. Will die Landesregierung die Berufsschulen - ein weltweit gefeiertes Ausbildungsmodell - heimlich austrocknen - und berufliche Ausbildung zukünftig auch an Gymnasien ermöglichen. Längst dagegen Sturm gelaufen sind die IHKs. Denn sie fürchten, dass ihnen so die Azubis verloren gehen - wenn junge Menschen dann lieber gleich ans Gymnasium gehen. Nichts von dem sei richtig - so SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel heute in Stuttgart. Im Gegenteil: man fördere die Berufsschulen und eben auch andere Modelle zu technischen Berufen. Mit den neuen Entwicklungen müssten jetzt auch junge Leute die allgemeinhin als nicht ausbildungsreif bezeichnet würden, in die duale Ausbildung gebracht werden. Dafür müssten natürlich auch unterstützende Maßnahmen angeboten werden. Das bisherige System in seiner Traditionellen Form könne auf Dauer nicht weiterbestehen, erklärte SPD-Berufsschulexperte Gerhard Steinböck. Denn das sei es, was in Zeiten von immer weniger Kindern gebraucht werde. Dazu käme: es gäbe in jedem Jahrgang 15 bis 20 Prozent Schüler, die als nicht ausbilungsreif durch das Raster fielen. Im alten System würden die Schüler in der Schule auf eine berufliche Ausbildung vorbereitet, nach dem neuen System gehe er direkt in eine Ausbildung und werde während dieser unterstützt, schildert SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Schmiedel. Genau das hatten die IHKs von ihren Mitgliedsunternehmen gefordert. Insgesamt ein gutes Angebot - so Schmiedel. Die Reaktionen der Berrufsschulen-Vertreter aber enttäuschten ihn. Er habe sich schon gewünscht, dass der Berufsschullehrerverband dann auch mal sage: "Das ist jetzt aber auch mal eine tolle Nummer und da können wir auch gut damit arbeiten", beklagte Schmiedel. Denn: die Verhältnisse in punkto Stundenausfall hätten sich erheblich verbessert, seit Grün-Rot regiere. Zudem würden Potentiale zur Umschichtung frei, weil kaum mehr jemand Bäcker, Metzger oder Maler werden wolle. Das Kultusministerium habe den Berufsschulen ermöglicht diese Leher ganz gezielt für die individuelle Förderung von kleinen Schülergruppen oder einzelnen Schülern einzusetzen. Ein ausgebildeter Meister mit pädagogischer Zusatzqualifikation könne dies leisten. Das könne auch als Unterstützung und Stärkung der Arbeit an den beruflichen Schulen verstanden werden, so Schmiedel. Gerhard Kleinböck ergänzte, dass die Neuordnung des Übergangs zunächst an zehn beruflichen Schulen erprobt werden und dann möglichst schnell in die Breite getragen werden solle. Im September, rund um die Bundestagswahlen, will man sich dann innerkoalitiionär treffen - und darüber beraten, wie man die Situation der beruflichen Schulen verbessern kann. Straßenbauarbeiten in Reutlingen Mittwoch, 22. Mai 2013 - 10:18 Uhr
Zu Verkehrsbehinderungen kann es in den kommenden Tagen in der Reutlinger Karlstraße kommen. Hier ist die Fahrbahn in Richtung Metzingen auf Grund von Bauarbeiten auf eine Spur verengt. Die Reperaturarbeiten am Belag werden im Rahmen des normalen Straßenunterhalts ausgeführt. Sie sind witterungsabhängig, was zu zeitlichen Verschiebungen bei den Baumaßnahmen führen kann. Geplant ist die Fertigstellung bis Freitag - anschließend soll die Karlstraße wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Mehrheitlich zufrieden - Rund 35 Prozent der Unternehmen in der Region Neckar Alb ziehen weitgehend positive Bilanz Dienstag, 21. Mai 2013 - 16:47 Uhr
Die Unternehmen in der Region Neckar Alb sind mit der gegenwärtigen Lage derzeit mehrheitlich noch zufrieden. Das hat jetzt eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer Reutlingen ergeben. Neben 36 Prozent der Firmen, die ihre Lage als gut einschätzten, sei allerdings aktuell jedes zehnte Unternehmen unzufrieden. Der Grund: die negative Umsatzentwicklung - 35 Prozent der Unternehmen vermeldeten Rückgänge. 24 Prozent, und damit ein Drittel weniger als noch zu Beginn des Jahres, vermeldeten steigende Umsätze. In die Zukunft blickten dennoch 29 Prozent der Betriebe positiv. Einzigartiger Widerstand - eine Ausstellung im Mössinger Rathaus erinnert an den Mössinger Generalstreik vor 80 Jahren Dienstag, 21. Mai 2013 - 16:46 Uhr
Im Foyer des Mössinger Rathauses ist derzeit die Ausstellung zu "80 Jahre Mössinger Generalstreik" zu sehen. Nachdem Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, traten rund 800 Mössinger in den Streik. Der Generalstreik gilt bis heute als der deutschlandweit einzige Versuch, die Machtübernahme Hitlers direkt am ersten Tag seiner Ernennung zu vereiteln. Die Mössinger folgten damals dem Aufruf der KPD - die reichsweit per Flugblatt zum Streik aufgerufen hatte. Da außer den Mössinger Arbeitern niemand dem Streik folgte, blieb er wirkungslos. Viele der Streikenden bezahlten ihren Mut und Einsatz mit Gefängnisstrafen. Die zahlreichen Bild- und Schriftdokumente der Ausstellung zeigen sowohl die Geschichte des Generalstreiks als auch seine Nachwirkungen. Jahrelang war der Mössinger Generalstreik aus dem öffentlichen Bewusstsein weitestgehend verschwunden. Im Gedenkjahr zum 80. Jahrestag soll die Ausstellung auch einen Ausblick geben, wie in Zukunft ein positives Andenken an den Mössinger Generalstreik gelingen könnte. Bis zum 27. September ist die Ausstellung zu sehen. 20. Deutscher Mühlentag - Baumann'sche Mühle in Pfullingen Dienstag, 21. Mai 2013 - 12:34 Uhr
Der Deutsche Mühlentag wird traditionell am Pfingstmontag veranstaltet - in diesem Jahr bereits zum 20. Mal. Auch die Baumann' sche Mühle in Pfullingen nahm an dem Aktions- und Thementag rund um das Mühlen- und Müllereiwesen teil. Die Baumann' sche Mühle - heute ein Kulturdenkmal - ist die letzte noch funktionsfähige von ehemals neun Mühlen in Pfullingen. Mit Beginn der Industrialisierung verloren die Mühlen dann aber zunehmend an Bedeutung. Heutzutage ist das Mühlen- und Trachtenmuseum in der Baumann' schen Mühle in Pfullingen untergebracht.
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