WERBUNG:

Reutlingen:

Rettung von Amphibien: Der Markwasensee wird ausgebaggert und abgepumpt

Der Markwasen See wird abgepumpt. Zumindest erst einmal einer der kleineren, teilweise verlandeten Seen.

Seit dem Anlegen der Seen in der achziger Jahren ist der Amphibien-Bestand um rund 95 Prozent zurück gegangen. Günter Neuhäuser vom Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt Reutlingen erzählt uns woran das liegt. Es läge am verlanden der Seen, das bedeute, das sich dort zu viele Substrate im See befänden und die Wasserschicht zu dünn sei. Dadurch verdunstet mit der Zeit das Wasser und der Amphibienleich fällt trocken.

Die Seen werden deshalb nun abgepumpt, ausgebaggert und abgefischt. Denn der Populationsrückgang liege auch an den vielen nicht heimischen Fischen. Viele Menschen setzten Kois, Goldfische oder Sonnenbarsche in den Reutlinger Seen aus, die den Froschlaich fressen. Früher gab es dort viele Amphibien wie Erdkröten und Grasfrösche. Deren Population sei immer geringer geworden. Das führte letztlich zum Beschluss den See zu reaktivieren.

Nach und nach sollen auch noch andere Seen auf die gleiche Weise tiefer gelegt werden.

(Donnerstag, 05.10.17 - 17:43 Uhr   -   576 mal angesehen)