900 Jahre Kusterdingen
Samstag, 12. Juli 2008 - 16:03 Uhr
Mit zahlreichen Veranstaltungen feiert die Ortschaft Kusterdingen derzeit ihren 900. Geburtstag. Den Auftakt zur Jubiläumswoche bildete gestern Abend der offizielle Festakt in der Turn- und Festhalle. Wenn eine Gemeinde Geburtstag feiert, dann darf natürlich auch Musik nicht fehlen. So musizierten und sangen Schulorchester und Schulchor der August-Lämmle-Schule. Zahlreiche Gratulanten waren gekommen. Die Turn-und-Festhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Wenn eine Gemeinde Geburtstag feiert, begrüßt der Gastgeber seine Gäste und bedankt sich bei seinen Bürgern. Ihnen sei es zu verdanken, dass Kusterdingen eine lebenswerte Gemeinde sei, sagte Bürgermeister Jürgen Soltau. Wenn eine Gemeinde Geburtstag feiert, kommen auch zahlreiche Gratulanten und halten Grußworte. Und einige von ihnen bringen auch Geburtstagsgeschenke mit. Der Bürgermeister der befreundeten Gemeinde Crawinkel in Thüringen überreichte beispielsweise einen Wegweiser zu seiner Gemeinde. Staatssekretär Dieter Hillebrand schenkte der Gemeinde das Monatsheft des Statistischen Landesamtes, das sich in diesem Monat besonders mit Kusterdingen auseinandersetzt. Die drei Landtagsabgeordneten verteilten es an die Gemeinderäte. Und wenn eine Gemeinde Geburtstag feiert, dann darf auch der Festvortrag nicht fehlen. Den hielt der Kusterdinger Historiker Herbert Raisch. Er spannte den Bogen von der ersten urkundlichen Erwähnung Kusterdingens im Jahre 1108 bis in die heutige Zeit. Gefeiert wird in Kusterdingen noch eine ganze Woche lang - morgen zieht sich der große Festumzug durch den Ort. Und am kommenden Wochenende steht das Dorffest ganz im Zeichen des 900. Geburtstags.
Rallye Lüttich-Brescia-Lüttich macht in Tübingen Station
Samstag, 12. Juli 2008 - 16:00 Uhr
Etwas ungewöhnliche Fahrzeuge sind heute vor dem Automuseum Boxenstop in Tübingen eingetroffen. Dabei handelt es sich um die Teilnehmer einer internationalen Rallye für Oldtimer-Kleinwagen. Gestern ist die Rallye in Lüttich gestartet. 59 Teams aus Großbritannien, den USA, Deutschland wollen die Alpen überqueren. Das Ziel der Reise ist das italienische Brescia. Am kommenden Samstag werden die Kleinwagen um 15 Uhr erneut in Tübingen erwartet. Dann geht es wieder zurück nach Lüttich. Bei der Rallye Lüttich-Brescia-Lüttich steht nicht der Wettbewerb im Vordergrund. Vielmehr ist es eine touristische Langstreckenfahrt.
Greenpeace und evangelische Kirchengemeinde setzen an Tübinger Stiftskirche Zeichen für Klimaschutz
Samstag, 12. Juli 2008 - 16:00 Uhr
Mit einer gemeinsamen Aktion an der Tübinger Stiftskirche haben die Greenpeace-Gruppe Tübingen und die evangelische Stiftskirchengemeinde ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Sie hängten an einer Leine vom Georgsbrunnen zum Kirchturm 60 große Kunststoffsäcke auf. Jeder der Säcke fasst 60 Liter CO2. Die Gesamtmenge entspricht dem Verbrauch eines durchschnittlichen Bundesbürgers innerhalb von sechs Stunden. Für die Erde verträglich sei weltweit ein Pro-Kopf-Ausstoß von 15 Säcken in sechs Stunden. Greenpeace und die Stiftskirchengemeinde fordern daher eine Senkung des CO2-Ausstoßes bis 2020 um 40 Prozent.
Wolkenbruch sucht Sommerfest der Universität Tübingen heim
Samstag, 12. Juli 2008 - 15:59 Uhr
Ein kräftiger Wolkenbruch hat gestern Abend das Sommerfest der Universität Tübingen heimgesucht. Dank des großen Schirms waren die 150 Gäste aber vor den Regenmassen sicher. Der Regen begann just in dem Moment, als um 17 Uhr Rektor Bernd Engler und Oberbürgermeister Boris Palmer das Fest eröffneten. Der guten Stimmung unterhalb des Riesenschirms konnte das Wetter allerdings nichts anhaben. Das Fest fand wie geplant statt. Zahlreiche studentische Musik- und Sportgruppen zeigten auf der Bühne im Alten Botanischen Garten ihre Darbietungen, während die Gäste unter dem Schirm etwas enger zusammenrückten.
Hochwasser-Bilanz: Sieben Millionen Euro Kosten für Hechingen
Samstag, 12. Juli 2008 - 15:58 Uhr
Nach der Unwetterkatastrophe vom 2. Juni kommen auf die Stadt Hechingen Kosten in Höhe von rund sieben Millionen Euro zu. Das geht aus der vorläufigen Schadensbilanz hervor, die die Zollernstadt jetzt vorgelegt hat. Für Sofortmaßnahmen werden in diesem Jahr rund zwei Millionen Euro anfallen. Die weitere Schadensregulierung muss ab 2009 erfolgen. Ohne Unterstützung des Landes werde die Stadt Hechingen dieses Programm nicht bewältigen können, heißt es. In der Gemeinde Jungingen beträgt der Schaden an öffentlichen Einrichtungen 6,5 Millionen Euro. An Spenden sind im Zollernalbkreis bislang 1,3 Millionen Euro eingegangen. Das von Ministerpräsident Günther Oettinger angekündigte Expertentreffen zum Thema Hochwasserschutz in der Region wurde inzwischen auf den Herbst verlegt.
Dröhnende Triebwerke - Luftwaffenmanöver ELITE auf dem Heuberg bei Meßstetten
Freitag, 11. Juli 2008 - 17:47 Uhr
Die Bundeswehr und Truppen aus 18 weiteren Nationen halten derzeit das alljährliche Luftwaffenmanöver ELITE bei Meßstetten im Zollernalbkreis ab. Piloten und die Luftabwehreinheiten am Boden sollen ihre gemeinsamen Einsätze üben. Dieses Jahr hat die Bundeswehr auch erstmals interessierte Bürger zu einem Besuchertag auf den Truppenübungsplatz Heuberg eingeladen. Von einer Tribüne verfolgten gestern zahlreiche Gäste das Geschehen am Himmel und auf dem Boden. Die Zuschauertribüne war gut gefüllt. Besonders viel bekamen die Gäste aber nicht zu sehen. Es werde eben ernsthaft trainiert und keine Flugschau abgehalten, so die Offiziere. Die Soldaten sind dafür mittendrin. Diese französische Einheit hat sich im Gelände positioniert. Per Radaranlage wird der Luftraum ständig überwacht und reinkommende Maschinen anvisiert. Der Abschuss erfolgt rein elektronisch, keiner feuert hier eine scharfe Waffe ab. Die meisten Maschinen starten vom Fliegerhorst Lechfeld bei Augsburg in Richtung Heuberg. Es ist der Heimatstützpunkt des Jagdbombergeschwaders 32 und der ECR-Tornados. Diese fliegen vor allem Aufklärungseinsätze. Bevor die Maschinen abheben erfolgt ein kompletter Check des Überschalljets. Vor den Piloten liegt dann schon ein umfangreiche Vorbereitungsphase, in der sie den Einsatz planen. Zu diesen Systemen gehören auch die so genannten "Manpads“. Der kleine Trupp Soldaten ist mit einem Raketenwerfer für Stingerraketen ausgerüstet. Der Funker erhält von der Einsatzzentrale Informationen über die möglichen Ziele. Gleichzeitig überwacht ein anderer Soldat den Himmel per Fernglas. Bei ELITE kommen nicht nur alten Hasen zum Zug, sondern auch junge Piloten haben Chance ihrer Maschine unter realen Bedingungen zu testen. Nach dem Einsatz über dem Heuberg geht es für die Tornados zurück nach Lechfeld. Alle Beteiligten sind sich über die hohe fachliche Bedeutung und den Lernerfolg einig. Darüber hinaus sei ELTE aber auch immer eine Gelegenheit sich zu treffen und kennen zu lernen. Am kommenden Donnerstag rücken die auswärtigen Einheiten wieder vom Heuberg ab. Dann kehrt auch wieder ein bisschen Ruhe ein und die Schmetterlinge teilen sich den Luftraum nur noch mit den Vögeln.
Palmer und Autohäuser zufrieden mit Tübinger Klimapass
Freitag, 11. Juli 2008 - 14:47 Uhr
Drei Monate nach Einführung des Tübinger Klimapasses ziehen die Stadtverwaltung und die elf beteiligten Autohäuser eine positive Zwischenbilanz. Der Klimapass zeigt bei jedem Neuwagen den CO2-Ausstoß pro Kilometer an und ordnet ihn einer Farbskala von blau bis rot zu. Bei der Kaufentscheidung der Kunden spiele der Paß mit der CO2-Bilanz eine immer größere Rolle, berichten die Tübinger Autohäuser. Vom Tübinger Klimapass erhofft sich Oberbürgermeister Palmer, dass er Vorbildfunktion für einen bundesweiten Pass übernehmen könne. Ziel des Klimapasses ist es, die CO2-Werte von Neuwagen im Landkreis Tübingen deutlich zu reduzieren. Um den Erfolg zu messen, hat der Landkreis zugesagt, die Zulassungsdaten nach CO2-Ausstoß aufgeschlüsselt der Stadt zur Verfügung zu stellen.
Metzinger Bürgerentscheid zu BOSS-Lager findet am 31. August statt
Donnerstag, 10. Juli 2008 - 13:22 Uhr
Die Metzinger Bürger sind am 31. August zum Urnengang aufgerufen. In einem Bürgerentscheid geht es um die Frage, ob die Firma HUGO BOSS ihr Hochregallager im geplanten Gewerbegebiet Braike-Wangen bauen darf. Nachdem eine Bürgerinitiative wie berichtet 3000 Unterschriften für den Bürgerentscheid gesammelt hatte, zeigte der Gemeinderat gestern Abend große Einigkeit. Strittig war nur die Frage nach dem Termin für den Urnengang. Bei nur einer Gegenstimme entschied sich der Gemeinderat für einen Bürgerentscheid. Erforderlich war eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Die Befürworter des BOSS-Logistikzentrums CDU, SPD und zwei Stadträte der UB/FDP hatten wie berichtet den Bürgerentscheid beantragt. Damit kam der Rat dem Bürgerbegehren mit gleichem Wortlaut zuvor. Für die Verwaltung bedeutet die Entscheidung des Gemeinderats eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis gegenüber dem Bürgerbegehren. Kritik gegen den vorgeschlagenen Termin kam aus den Reihen der Gegner des BOSS-Lagers: Grüne, Freie Wähler und die anderen beiden Stadträte der UB/FDP hätten einen Urnengang am letzten Sonntag der Schulferien lieber gesehen. Oberbürgermeister Dieter Hauswirth begrüßte die Entscheidung des Gemeinderats. Dies sei ein klares Zeichen an die Firma BOSS, dass man eine rasche Entscheidung wolle. Nachdem ein Antrag, die Abstimmung auf den 7. September zu legen, keine Mehrheit gefunden hatte, stimmte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen für den 31. August.
Radfahrer in Mössingen verletzt
Mittwoch, 9. Juli 2008 - 17:54 Uhr
Zwei junge Radfahrer haben sich gestern in Mössingen bei einem Zusammenstoß schwere Verletzungen zugezogen. Ein 12-jähriger Junge war auf dem Radweg neben der Bahnlinie unterwegs. Unmittelbar vor der Überführung fuhr er durch das Gebüsch um abzukürzen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem 11-jährigen Jungen. Beide hatten keinen Helm auf und zogen sich schwere Kopfverletzungen zu. Sie wurden zur Behandlung in die Tübinger Kinderklinik gebracht.
Verkehrsbehinderungen nach Sattelschlepperunfall
Mittwoch, 9. Juli 2008 - 17:54 Uhr
Der Auflieger eines Sattelschleppers hat sich heute auf der Sirchinger Steige bei Bad Urach selbstständig gemacht. Der 45-jährige Fahrer war die Steige aufwärts unterwegs, als sich im oberen Drittel der Strecke der Anhänger aus der Kupplung löste und sich anschließend quer stellte. Bis der Auflieger an ein neues Zugfahrzeug angekoppelt werden konnte vergingen über zwei Stunden. Für diese Zeit kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um Bad Urach.
Am Limit - Transport-Unternehmen in der Region klagen über steigende Dieselpreise
Mittwoch, 9. Juli 2008 - 17:52 Uhr
Die Benzin- und Dieselpreise erreichen fast täglich neue Rekordmarken. Pendlern bleibt die Wahl vom Auto auf Busse und Bahn umzusteigen. Speditionen haben diese Option nicht. Sie sind den ständigen Preiserhöhungen ausgeliefert und müssen ihre Kosten inzwischen auf die Kunden umlegen. Die Fahrzeuge der Reutlinger Spedition Hasenauer und Koch verbrauchen im Monat rund 250.000 Liter Dieselkraftstoff. Vor einem Jahr kostete der Liter noch 30 Cent weniger als heute. Geschäftsführer Alexander Benz rechnet durch den Unterschied mit 75.000 Euro mehr pro Monat. Der Unternehmer muss diese Kosten an seine Kunden zumindest anteilig weitergeben. Diese äußerten zwar Verständnis, würden die höheren Preise aber ihrerseits an den Endverbraucher abwälzen. Aus der Sicht von Benz ist nun der Staat gefordert. Der Versuch des Gesetzgebers auf die Preispolitik der Mineralölkonzerne einzuwirken und mögliche Preisabsprachen zu unterbinden hält Benz für nicht ausreichend. Letztendlich verdiene der Staat über die Steuereinnahmen recht gut an den höheren Spritpreisen. Auch der Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen Wolfgang Epp sieht Handlungsbedarf. Kommende Woche tagt der Verkehrsausschuss der IHK-Reutlingen. Angesichts steigender Spritpreise nutzen auch in Tübingen immer mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr. Die im letzten halben Jahr um fast 35 Prozent gestiegenen Dieselkosten werden beim Linienverkehr von der Stadt Tübingen refinanziert. Für Reisebusunternehmer sei die Lage aber ungleich schwerer, so Rainer Klink vom Tübinger Busunternehmen Schnaith. Experten halten einen Preis von 200 Dollar pro Barrel Rohöl in naher Zukunft für möglich. Der Liter Benzin würde dann knapp 2 Euro und der Liter Diesel rund 1 Euro 80 kosten.
Blut spenden statt saugen - "Dracula" hilft bei Blutspendeaktion im Isolde-Kurz-Gymnasium
Mittwoch, 9. Juli 2008 - 16:04 Uhr
Das Dracula-Ensemble des Reutlinger Theaters "Die Tonne", darunter Dracula selbst in Gestalt von Galina Freund, hat heute zum Blutspenden eingeladen. Beim Blutspendetermin des DRK im Isolde-Kurz-Gymnasium konnte sie wegen ihres zierlichen Körpers zwar nicht selbst spenden, vergab aber Freikarten für das Theaterstück. Über die durften sich Hilfsbereite freuen, die zum ersten Mal Blut spendeten. An die Nadel legte sich auch Reutlingens ehemaliger Oberbürgermeister Stefan Schultes. Noch bis zum 27. Juli kann das Stück "Dracula - Die Gier nach Blut“ im Reutlinger Spitalhof besucht werden.
Modellprojekt: Schüler schaffen an Lochen Naturerlebnisraum für Kinder und Jugendliche
Mittwoch, 9. Juli 2008 - 14:31 Uhr
Mit einem mobilen, GPS-gesteuerten Naturführer durch das Naturschutzgebiet ziehen. In einer Hängematte mitten im Wald die Seele baumeln lassen. Auf einem Rundweg geschnitzte Tiere bestaunen, wo man sie manchmal real erleben kann. In der Mobi-World unterhalb des Lochen zwischen Balingen und Hausen am Tann ist das jetzt möglich. Mehr als 80 Schüler aus sechs Schulen im Zollernalbkreis haben einen Naturerlebnisraum für Kinder und Jugendliche geschaffen. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch hat ihn heute eröffnet und ließ es sich dabei nicht nehmen, selber in einer der Hängematten Platz zu nehmen. Für Schüler im Zollernalbkreis und Gäste der Jugendherberge Lochen werden Touren mit so genannten Science-Rucksäcken angeboten. Darin finden sich allerlei Utensilien zur Erforschung der Natur. Ziel des Projekts ist es, das Naturschutzgebiet als Lern- und Begegnungsort Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen und ihr Interesse an der heimischen Natur zu wecken.
"Aussem Paradies“ - Melchinger Theater Lindenhof spielt rund ums französische Viertel in Tübingen
Dienstag, 8. Juli 2008 - 18:31 Uhr
Als letztes der teilnehmenden Theater bildet das Melchinger Theater Lindenhof mit seiner Uraufführung von "Aussem Paradies“ den Abschluß und Höhepunkt der Tübinger Sommertheater-Saison. Das Stück spielt rund um das Französische Viertel und feiert in der kommenden Woche Premiere. Die Proben gehen zurzeit in die heiße Phase. Der Titel "Aussem Paradies“ bildet auch den Einstieg ins Stück - die Menschen müssen nach dem Sündenfall den Garten Eden verlassen. Das Publikum macht sich mit dem Ensemble auf den Weg durch die Menschheitsgeschichte, auf den Weg durch die Wiesen und Wäldchen hinter dem französischen Viertel. Regisseur und Autor Siegfried Bühr wohnt selbst in Tübingen. Er hat schon zahlreiche Stücke am Zimmertheater und am Landestheater inszeniert. Bei "Aussem Paradies“ arbeitet Bühr auch mit Bewohnern des französischen Viertels zusammen. Und so spricht die Geschichte nicht nur den Tübinger an. Die gezeigten Szenen und Bilder im Stück kommen dem Fernsehzuschauer jedenfalls bekannt vor - die Kamera begleitet alles und jeden. Ob dabei in die Intimsphäre der Menschen - ins Zuhause - eingedrungen wird ist egal. Das Freilufttheater hinterlässt beim Zuschauer ein ganz anderen Eindruck, als er es vom Theatersaal erlebt ist. Ob das Dargestellte die gewünschten Fragen in den Köpfen des Publikums erzeugt bleibt offen. Im zweiten Teil von "Aussem Paradies“ nähert sich die inzwischen zusammen gewachsene Gruppe der Panzerhalle. Dort wird weiter der Frage nach dem Wohnen in der Stadt, der dazugehörigen Entfremdung aber auch dem Gemeinschaftserlebnis nachgegangen. Die Premiere in der kommenden Woche ist bereits ausverkauft, das Theater Lindenhof spielt "Aussem Paradies“ aber noch bis Mitte August in Tübingen.
Englisch mal anders - Viertklässler lernen im Spendhaus Reutlingen
Dienstag, 8. Juli 2008 - 17:24 Uhr
Einen etwas anderen Englischunterricht haben heute die Kinder der Reutlinger Jos-Weiß-Schule besucht. Die Viertklässler sind im Spendhaus mit der Amerikanerin Jessamny Cox zusammengetroffen. Auf Englisch lernten sie von der Spendhaus-Praktikantin einiges über HAP Grieshaber und seine Druckgrafiken. Die 21jährige aus Massachusetts ist seit fast einem Jahr in Deutschland. Das Arbeiten mit den Kindern hat ihr viel Freude bereitet. In ein paar Wochen geht es zurück in ihre Heimat. Am Conneticut-College studiert sie dann Kunstgeschichte und Deutsch weiter. Die Viertklässler der Jos-Weiß-Schule waren bei ihrem Englischunterricht im Spendhaus kaum zu bremsen. Es war der erste Englischunterricht, den das Spendhaus in seinen Räumen angeboten hat. Einer Weiterführung steht nichts im Weg. Das Kunstmuseum freut sich über die kleinen Nachwuchskünstler und die Kinder über einen unterhaltsamen Englischunterricht.
Teflon-Ofen löste Brand bei Eninger Firma aus
Dienstag, 8. Juli 2008 - 13:57 Uhr
Ein Brand bei der Firma Berghof in Eningen unter Achalm hat heute Vormittag einen Großeinsatz bei Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Ein Ofen, der zur Bearbeitung von dem als Teflon bekannten Kunststoff PTFE eingesetzt wird, hatte sich überhitzt. Durch das brennende PTFE wurde das giftige und ätzende Gas Fluor freigesetzt. Es habe durchaus Gefahr für die Mitarbeiter bestanden, so die Polizei, verletzt wurde aber niemand. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand ebenfalls nicht. Beim Brand entstand nach Angaben der Geschäftsführung ein Materialschaden von 10.000 Euro. Die genaue Brandursache ist unklar.
Exzellente Wissenschaft - die Universität Tübingen bekommt zwei Forschungsneubauten
Montag, 7. Juli 2008 - 16:20 Uhr
Der Wissenschaftsrat - ein Gremium aus Bundes- und Ländervertretern - hat heute in Berlin 450 Millionen Euro für bundesweit 17 Forschungsneubauten beschlossen. Drei davon werden in Baden Württemberg gebaut. In Tübingen erhalten die Neurowissenschaften zusammen mit dem "Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung“ einen Erweiterungsbau samt Geräten für über 30 Millionen Euro. Ein ganz neues Forschungsgebäude erhält das Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen. Der Bund bezahlt die Hälfte der Kosten.
Auf vier Gebäude sind momentan die Einrichtungen des Zentrums auf der Morgenstelle verteilt, was eine effektive Forschung erschwert. 2009 soll auf der Morgenstelle mit dem Neubau begonnen werden. Alle 250 Mitarbeiter des Zentrums werden in dem 36 Millionen Euro teuren Bau einen Platz finden. Sieben Millionen Euro werden für die Einrichtung der 5.400 Quadratmetern hinzukommen. Die Wissenschaftler des ZMBP setzte sich in einem bundesweiten Ausschreibungswettbewerb durch. Ein Kriterium war die wissenschaftliche Qualität die Bedeutung der Einrichtung. Der Grundlagenforschung im Bereich der Pflanzen wurde in den vergangenen Jahren europaweit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, so Tappeser. In den nächsten fünf bis zehn Jahren will er die Pflanzenzelle erforscht haben. Mit dem Neubau werde es einen wissenschaftlichen Schub für das Zentrum geben. Es bleibe so in der internationalen Spitzenforschung wettbewerbsfähig, so Klaus Harter.
Für bedürftige Kinder - Netzwerk "Schulfonds" übergibt Unterschriften an Reutlingens Bürgermeister Robert Hahn
Montag, 7. Juli 2008 - 16:15 Uhr
Das Netzwerk "Schulfonds" hat heute 2100 Unterschriften symbolisch in Form einer Schultüte an Reutlingens Bürgermeister Robert Hahn übergeben. Kinder aus sozial schwachen Familien sei es oft nicht möglich, das Geld für Grundausstattung und Schulessen zu zahlen, so Alfons Eckmann vom Sozialforum. Das Netzwerk fordert eine sofortige Einrichtung eines Fonds zur Finanzierung der Schulmittel für bedürftige Kinder. Laut Hahn würde die freiwillige Leistung der Stadt mehrere hunderttausend Euro pro Jahr betragen. Seit der Hartz 4 Einführung gebe es kein zusätzliches Geld vom Bund mehr. Stadt und Landkreis hätten sich bisher nicht darum gekümmert. Am Netzwerk Schulfonds beteiligen sich unter anderem das Reutlinger Sozialforum und die Friedensbewegung attac.
Reutlingen feiert am kommenden Wochenende den Schwörtag
Montag, 7. Juli 2008 - 15:58 Uhr
Am kommenden Sonntag wird in Reutlingen wieder der Schwörtag gefeiert. Die alte Tradition entstand im 14. Jahrhundert und war bis 1802 das zentrale politische Ereignis der damals freien Reichsstadt. Nachdem das Fest in Vergessenheit geraten war, wurde es vor vier Jahren wiederbelebt und hat sich mittlerweile wieder im Reutlinger Veranstaltungskalender etabliert. Angeführt von den Fahnenträgern wird macht sich dann der Festzug auf den Weg von der Marienkirche zum Schwörhof beim Friedrich List Gymnasium. Das Datum am kommenden Sonntag ist historisch verankert, schon im 14. Jahrhundert wurde der Schwörtag am zweiten Sonntag nach dem 4. Juli begangen. Damals galt Reutlingen als demokratische Hochburg. Die Handwerkszünfte wählten den Bürgermeister. Ansonsten war die Stadt nur noch dem Kaiser unterstellt. Früher musste jeder Reutlinger, der nicht zum Schwörtag erschien eine Strafe zahlen. Das haben die Organisatoren abgeschafft. Wie im 14. Jahrhundert soll aber am kommenden Sonntag der Bürgersinn gestärkt werden. Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch gibt einen Ausblick über die anstehenden Vorhaben in der Echazstadt und schwört den Eid mit dem historischen Schwörstab. Kleine Besucher kommen wie im vergangenen Jahr beim mittelalterlichen Zunftmarkt auf ihre Kosten. Der mittelalterliche Zunftmarkt startet am kommenden Freitag auf dem Bruderhausgelände. Bereits morgens haben Schulklassen dort die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Freibadfest - Wellenbad am Markwasen feiert mit Blue Lagoon
Montag, 7. Juli 2008 - 15:12 Uhr
Das Reutlinger Freibadfest hat gestern 3000 Besucher zum Markwasen gelockt. Nach dem Regenguss am Nachmittag blieben nur wenige zurück, das Programm musste gekürzt werden. Zur Tombola bildeten sich trotzdem lange Schlangen. Zu Gewinnen gab es Ballonfahrtgutscheine. Am späten Nachmittag trat die Pop Dance Gruppe "Blue Lagoon“ auf. Das Duo landete 2004 mit einer Coverversion von Matthew Wilders Hit "Break My Stride" auf Platz 2 der Charts.
Nasser Umzug - Betzingen feiert 750jähriges
Montag, 7. Juli 2008 - 15:10 Uhr
Zum Festumzug ihrer 750-Jahr-Feier haben die Betzinger gestern den Regenmassen zum Trotz ihren Stadtteil gefeiert.
"Jetzt erst Recht“ rief Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und führte den Umzug an. 40 Gruppen schlängelten sich kostümiert durch Betzingens Straßen. Auch die Zuschauer ließen sich nicht vom kühlen Nass abhalten und bestaunten die weit über die Region hinaus bekannten Trachten. Trotz nicht enden wollenden Regens und durchnässten Kostümen behielten alle Beteiligten ein Lächeln auf ihrem Gesicht.
Ort der Begegnung - 1. Tübinger Friedhofstag auf dem Bergfriedhof
Montag, 7. Juli 2008 - 15:08 Uhr
Zum gestrigen Tübinger Friedhofstag sollte der Bergfriedhof vom Ort des Abschieds zum Ort der Begegnung werden, so die Veranstalter. Der erste Friedhofstag zog 1000 Besucher zur Ruhestätte. An Luftballons geheftet, schickten einige Besucher ihren Verstorbenen Botschaften. Die Himmelsgrüße waren noch in weiter Ferne sichtbar. Ida Ott und Dietlinde Elsässer zeigten ihr Stück "Zwei Marien - eine Offenbarung“. Im Stück treffen sich zwei Frauen auf einer Beerdigung wieder - ein Anlass, über die Vergangenheit nachzudenken. Im Vorfeld hatte der Friedhofstag heftige Debatten ausgelöst. Viele Angehörige befürchteten, der Tag könnte zu einem Volksfest verkommen.
2. Dettinger Kirschenfest
Sonntag, 6. Juli 2008 - 17:49 Uhr
In Dettingen an der Erms wurde heute das zweite Kirschenfest gefeiert. Alles drehte sich um die süße Frucht in all ihren Verwendungsformen. Der römische Feldherr Lucullus hatte erstmals gezüchtete Kirschen nach Europa eingeführt. Seitdem erfreuen sie sich einer ungebrochenen Beliebtheit in Europa. So zog es auch heute zahlreiche Besucher aus der Region auf das Kirschenfest. Beim schlendern über das Fest konnten sie getreu dem Motto "Probieren und studieren“ viel lernen und erleben.
Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten die Dettinger Albhornbläser zahlreiche Besucher des Kirschenfestes. Die Spaziergänger konnten über zwei Kilometer auf dem 2004 angelegten Kirschenpfad flanieren. Anja die Kirschenhexe diente als Wegweiser. So zog es beim letzten Fest an die 15.000 Besucher in die Gemeinde. Die Veranstalter und Standbetreiber hoffen in diesem Jahr auf einen ähnlichen Erfolg. Der Erhalt der Kirschenbäume wurde vom Landkreis Reutlingen kräftig gefördert. Die dunkle Herzkirsche ist mit dafür verantwortlich, dass es das Kirschenfest gibt. Es ging um ihren Erhalt. Sie ist eigentlich zu klein und darf nach EU-Recht nicht gehandelt werden. Sie muss direkt an den Kunden gebracht werden. Da zeigten die Dettinger schwäbischen Erfindergeist und entwickelten vor knapp vier Jahren die Ermstäler Kirschflamme. Die Kirschen werden nicht in Alkohol eingelegt, sondern vergoren. Über ein halbes Jahr dauert es bis der Kirschwein fertig ist. Aber auch für die kleinen wurde einiges geboten. Die Schillerschule in Dettingen hatte einen neun Stationen umfassenden Parcours aufgebaut. Dort wurden Mut und Geschicklichkeit getestet. Im Vordergrund stand dabei der Spass. Doch der Sonnenschein und die gute Laune trügen etwas, denn den Kirschen geht es derzeit nicht besonders gut. Die Gemeinde Dettingen bietet auf ihrem Lehrpfad alles "Rund um die Kirsche“. Von der schwierigen Lage der Kirsche haben die vielen Besucher kaum etwas mitbekommen. Sie ließen es sich so richtig schmecken und genossen das gute Wetter, so lange es anhielt.
Markus Ruopp gewinnt 16. Reutlinger Altstadtlauf
Sonntag, 6. Juli 2008 - 17:47 Uhr
Der Start zum 16. Reutlinger Altstadtlauf erfolgte gestern pünktlich um 18 Uhr am Marktplatz in Reutlingen. Es hatten sich wieder zahlreiche Laufbegeisterte gefunden, um die zehn Kilometer des Hauptlaufes unter dem Beifall der Zuschauer zu meistern. An einer Verpflegungsstation konnten die Läufer neue Kräfte tanken für die vier Runden um die Reutlinger Innenstadt. Bei dem Wetter eine schweißtreibende Angelegenheit. Hauptsache die Beine wurden auf der Strecke nicht schwer. Nach 33 Minuten und 48 Sekunden überquerte Markus Ruopp vom SV Ohmenhausen als erster die Ziellinie. Der Zweitplatzierte Timo Göhler vom SV Auingen kam 21 Sekunden nach Ruop an. Frank Honold vom TSV Kusterdingen holte sich als Dritter den letzten Platz auf dem Siegerpodest.
Don´t touch - Motorradfahrer gegen Kinderpornographie und Kindesmissbrauch
Sonntag, 6. Juli 2008 - 17:43 Uhr
Motorradfahrer aus der Region setzten gestern ein Zeichen gegen Kinderpornographie und Kindesmissbrauch. Schon zum fünften Mal kamen zur großen Benefizaktion "Don´t Touch“ verschiedene Motorradclubs in Reutlingen zusammen. Sammel- und Treffpunkt vor der Ausfahrt war die Kneipe "The Other Place“. Dort starteten die Biker, fuhren dann durch die Gartenstraße in der Reutlinger Innenstadt, weiter auf die Karlstraße in Richtung Pfullingen. Wie eine lange Schlange zogen sich hunderte von Mottoradfahrer durch die Stadt. Danach ging es für die Fahrer in die freie Natur. Hinaus aus dem Betondschungel, die Schwäbische Alb hinauf und dann zurück nach Reutlingen. Zielort der Fahrt war am Nachmittag der Bösmannäcker. Hier gab es die zentrale Kundgebung. Geärgert haben die Veranstalter die vielen Auflagen und Einschränkungen der Stadt Reutlingen. Die Motorradfahrer werden aber an ihrem Konzept festhalten. Im letzten Jahr kamen durch Versteigerungen und Spenden 3.500 Euro für die Aktion "Don´t touch - Motorradfahrer gegen Kinderpornographie und Kindesmissbrauch“ zusammen.
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