RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Samstag, der 04. Februar 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 5. Oktober 2008

100 Jahre - "Neue Villa Haux" feiert Geburtstag
Samstag, 11. Oktober 2008 - 18:15 Uhr

Die "Neue Villa Haux in Albstadt-Ebingen: Sie gehört landesweit zu den architektonisch herausragenden Gebäuden. Der großbürgerliche Wohn- und Repräsentationsbau entstand zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Die prachtvolle Fabrikantenvilla kündet von der wirtschaftlichen Dynamik der Jahrhundertwende in der Region, als durch die Eisenbahnanbindung und neue Maschinen die boomende Textilindustrie entstand. Das rund 1200 Quadratmeter große Jugendstilgebäude steht aber auch für den sozialen Aufstieg seines Erbauers vom einfachen Bürger zum Königlich-Württembergischen Kommerzienrat.
Haux habe zusammen mit seinem Bruder um 1870 eine Textilfirma gegründet und sei innerhalb kürzester Zeit extrem vermögend geworden. Den revolutionären Freidenker bewegten aber auch soziale Fragen. So war die Familie Haux auch massgeblich am Bau des Rathauses finanziell beteiligt gewesen. Haux engagierte sich auch lange Jahre im Stadtrat. Der Kommerzienrat brachte auch den elektrischen Strom nach Albstadt und war einer der ersten Besitzer eines privaten E-Werks.
Der Erbauer der Ebinger Textilfabriken war auch in anderer Hinsicht ein Visionär und Pionier. Denn wo sich heute die "Neue Villa Haux" erhebt, stand einmal dieses Gebäude. Als die alte Villa zu klein wurde, ließ Haux das alte Gebäude auf Eisenbahnschienen verschieben. Die neue Villa Haux verfiel nach dem Tod des Erbauers und dem Auszug der Familie in den Fünfzigern. Erst 1994 wurde sie von der Steuerberatungsgesellschaft Klaiber&Schlegel übernommen und restauriert.
Großer Andrang herrschte gestern Abend bei der 100-Jahr-Feier im Innern des Gebäudes: Anwesend waren auch die Enkelinnen des Erbauers. Für sie war die Rückkehr ein bewegender Moment. Es sein nun einmal das gemeinsame Elternhaus gewesen und man sei hier ja aufgewachsen,
so Inge Rodenstock und Gisela von Halem. Im Lichthof hatten die jetzigen Inhaber für den Abend ein buntes Programm organisiert. Das Publikum bekam eine Ahnung vom großbürgerlichen Lebensstil der damaligen Zeit. Sängerin Carla Frick unterhielt mit Liedern aus dem frühen 20. Jahrhundert. Höhepunkt für das Publikum war aber auch diese Modeschau: Schülerinnen der Ebinger Textilschule präsentierten ein "pret a porter“ um 1900. Auch in Zukunft soll es hier immer wieder Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geben.

"Herzogin Marie Preis" für präventive Jugendprojekte in Tübingen verliehen
Samstag, 11. Oktober 2008 - 17:56 Uhr

Im Tübinger Sparkassen-Carré wurde gestern Abend wieder der "Herzogin Marie Preis“ vergeben. Die Auszeichnung wird von der "Stiftung Präventive Jugendhilfe“ vergeben“ und ehrt vorbildliche Projekte für junge Menschen.
So sehen Sieger aus. Diese Jugendlichen gehörten mit zu den Gewinnern des Abend. Sie haben sich an einem pädagogisch betreuten Musical-Projekt beteiligt. Die Jugendlichen wurden gestern dafür im Tübinger Sparkassen-Care mit dem Herzogin Marie Preis geehrt. Die Auszeichnung wird alle 2 Jahre von der "Stiftung Präventive Jugendhilfe“ vergeben. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto "Music is it“. Der Preis will Einrichtungen und Projekte unterstützen, die die Lebenssituation von sozial gefährdeten Kindern verbessern. Schirmherrin Marie Herzogin von Württemberg betonte, dass die Stiftung Funken in unsere Gesellschaft legen wolle, die gutes bewirkten. Due Stiftung können durch den Preis helfen, diese Funken dann auch zu entflammen. Man hoffe, dass auch durch den Wettbewerb immer mehr Projekte ins Leben gerufen würden.
Wichtig sei vor allem, dass diese Hilfsangebote da seien,, bevor die Dinge entglitten, so auch Siegfried Hof, der Vorsitzende von der "Stiftung Präventive Jugendhilfe".
Die Stiftung habe die Aufgabe, zu bewirken, wozu immer öfter die Gesellschaft selbst nicht mehr in der Lage sei. Immer öfter seien Eltern nicht mehr im Stande, den Heranwachsenden ein Vorbild zu sein und positive Werte zu vermitteln.
Hierzu sollen die pädagogisch betreuten Projekte des Wettbewerbs beitragen. Der Preis ist dabei nur als ein kleiner Zusatzanreiz gedacht. Dass der Wettbewerb eine tolle Sache sei, meint auch Teilnehmer Robert Keller. Es sei ein sehr gutes gefühl, wenn man soviel Energie und soviel Arbeit in etwas hineinstecke. Das mache ihn und alle anderen sehr Stolz. Man sei ein großes Team geworden und man sei mittlerweile zusammengewachsen. Daß es jetzt sogar mit dem Preis geklappt habe, sei einfach phantastisch.
Gestern abend gab es dann auch gleich zwei Gruppen, die sich freuen konnten. Auch diese Mädchen-Tanzgruppe wurde prämiert.

50 Jahre Städtepartnerschaft Reutlingen - Roanne
Samstag, 11. Oktober 2008 - 16:29 Uhr

Mit einem Festakt wurde heute Morgen ein besonderes Jubiläum gefeiert: Die Städtepartnerschaft zwischen dem französischen Roanne und Reutlingen ist 50 Jahre alt geworden. Der heutige Festakt im Großen Saal des Rathauses war nur ein Teil eines ganzen Festwochenendes, mit dem die beiden Städte in Reutlingen das Jubiläum feiern. Oberbürgermeisterin Barbara Bosch erinnerte in ihrer Ansprache an die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 27. Oktober 1958. Dort hieß es, beide Städte wollten einen Beitrag leisten zur deutsch-französischen Freundschaft und zur Einigung Europas. Dies sei gelungen, so Bosch. "Wir konnten zur Einigung Europas beitragen, vor allem aber die Menschen vor Ort, in unseren Städten, für die gemeinsame Sache erwärmen. Lassen Sie uns dieses Pfand, das 50 Jahre Freundschaft zwischen Roanne und Reutlingen bedeutet, als Ermutigung und Auftrag für die Zukunft bestehen. Denn Freundschaften bestehen nicht automatisch weiter, sie wollen gepflegt sein", sagte die Oberbürgermeisterin. Die zahlreichen Kontakte zwischen den Schulen und Vereinen beider Städte hob auch die Bürgermeisterin von Roanne Laure Déroche hervor. Dies sei gerade in der derzeitigen Welt gegenseitiger Abhängigkeit wichtig. Niemand könne sich abkapseln. "Wir müssen uns anderen Kulturen, anderen Sichtweisen, anderen Lebenswelten stellen und die Menschen und die Welt sehen", sagte Déroche. "Wir müssen uns auf die Suche nach dem anderen machen. Ich weiß, der andere ist stets ein Risiko, doch man muss das Risiko des anderen annehmen. Partnerschaften, diese Partnerschaft, ist ein Weg für uns alle, unsere Sicherheiten, unsere Gewohnheiten in Frage zu stellen, uns also damit selbst in Frage zu stellen, damit unsere Vorurteile sich in Luft auflösen können.' Déroche rief die Stadt Reutlingen zu einer so genannten "dezentralisierten Kooperation“ auf. Die beiden Städte sollten gemeinsam ein Schwellenland bei seiner Entwicklung unterstützen. Auch ein Geschenk hatte die französische Delegation mitgebracht: Ein Bild namens "Zwillinge“ von einer Roanner Künstlerin. Auf dem Programm stand schließlich noch eine besondere Ehrung: René Chambost erhielt die Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen. Chambost hatte von Roanner Seite aus den Schüleraustausch mit Reutlingen organisiert und mehr als 600 Schüler zum Austausch animiert und begleitet. Zum Jubiläum ist eine Festschrift erschienen. Bürgermeisterin Déroche und Generalkonsul Christian Dumon durften diese als erste in den Händen halten. Mit dem Eintrag ins goldene Buch der Stadt Reutlingen endete der Festakt. Die Feierlichkeiten dagegen waren längst noch nicht beendet.

Stadt Tübingen kauft Gewerbebrache Egeria-Nord
Samstag, 11. Oktober 2008 - 16:26 Uhr

Im Süden von Lustnau soll das vierte neue Tübinger Stadtviertel entstehen. Die Stadt Tübingen kauft die Gewerbebrache Egeria-Nord für 1,65 Millionen Euro. Die Verkaufsverhandlungen sind gestern zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Jetzt muss nur noch der Gemeinderat zustimmen. Nahezu zur gleichen Zeit wurde das letzte Grundstück im Derendinger Mühlenviertel verkauft. Das Gelände der ehemaligen Textilfabrik Egeria im Süden des Stadtteils Lustnau. Der südliche Teil gehört schon seit Februar der Stadt. Jetzt kann sie auch den Norden des Fabrikgeländes kaufen. Damit fällt der Startschuss für die planerische Entwicklung des Geländes. Wo heute Industriegebäude zerfallen, sollen in wenigen Jahren an die 1000 Menschen wohnen. Nächsten Frühsommer will die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen, kurz WIT einen städteplanerischen Wettbewerb ausschreiben. Wie das Stadtviertel insgesamt aussehen wird, steht aber noch nicht fest. Klar ist: Es wird kein zweites Französisches Viertel. Eine zweite Neckarfront will Boris Palmer in Lustnau sehen. Neckar und Ammer bieten viel Raum zum architektonischen Spiel mit dem Wasser. Allerdings müsse auch der Hochwasserschutz beachtet werden, so Soehlke. Bei der WIT hofft man, dass 2010 Erschließungsarbeiten und Vermarktung beginnen. 2014 soll das Viertel komplett bebaut und bewohnt sein.

Touristenmagnet - Steigende Übernachtungszahlen auf der Schwäbischen Alb
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 16:15 Uhr

Immer mehr Touristen zieht es auf die Schwäbische Alb. Das vergangene Jahr hat 5% mehr Besucher und Urlauber in die Region geführt. Diese positive Entwicklung stand heute im Mittelpunkt bei der alljährlichen Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Schwäbische Alb. Es ist nicht nur die vielseitige Landschaft, die Urlauber aus aller Welt in die Region lockt. Auch Denkmäler wie das Schloss Lichtenstein sind wahre Besuchermagneten. Um weiter steigende Besucherzahlen zu erzielen, will der Tourismusverband zukünftig die verschiedenen Attraktionen der Region gebündelter vermarkten. Der Vorsitzende Klaus Pavel betont, dass gerade die Vielzahl der Angebote viele Besucher anziehe. Die geringe Kooperation der einzelnen Landkreise und Kommunen war lange Zeit eine Bürde für den Tourismus in der Region. Pavel, der nach 14 Jahren an der Spitze des Verbandes in diesem Jahr nicht mehr kandidiert, zieht aber ein positives Fazit. In den letzten Jahren habe sich auf diesem Gebiet viel getan. Ein Zugpferd der Dachmarke "Schwäbische Alb“ soll der GeoPark werden. Auch will der Verband stärker auf das Thema Wandern setzen. Gerade die Nachfrage nach Familienurlaub mit diesem Schwerpunkt hat nach Angaben des Verbandes stark zugenommen.

Betz stiftet Professur für Hochschule Reutlingen
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 16:15 Uhr

Die Hochschule Reutlingen hat eine Stiftungsprofessur für Logistik erhalten. Das hat jetzt Wissenschaftsminister Peter Frankenberg in Stuttgart mitgeteilt. Die Professur wird von der Willi Betz Unternehmensgruppe gestiftet und soll zum Wintersemester 2009/2010 besetzt werden. Stiftungslehrstühle werden nicht von der Landesregierung sondern von privaten Spendern wie Unternehmen und Organisationen finanziert. An baden-württembergischen Hochschulen gibt es zur Zeit über 90 Stiftungsprofessuren.

Tübinger Wissenschaftler gewinnen Stammzellen aus menschlichen Hoden
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 16:15 Uhr

Tübinger Wissenschaftler haben eine Alternative zu den umstrittenen embryonalen Stammzellen gefunden. Einem Forscherteam unter der Leitung von Thomas Skutella ist es gelungen, stabile Stammzellen aus dem menschlichen Hodengewebe von Erwachsenen zu gewinnen. Die so genannten adulten Stammzellen verhielten sich in Tests fast genauso wie die embryonalen Stammzellen. Als Quantensprung sieht Skutella das Ergebnis seiner Forschung aber nicht. Erwiesen sich die Zellen als vorteilhaft gegenüber embryonalen Stammzellen, würden sie irgendwann als Ausgangsmaterial am Patienten dienen können, so Skutella. So könnten die adulten Stammzellen eines Tages Gewebe reproduzieren und die umstrittene Forschung an embryonalen Stammzellen überflüssig machen.

Fabrikhalle in Balingen-Frommern eingestürzt
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 16:11 Uhr

Gestern Abend ist das Dach der Produktionshalle der Firma "Eschler“ in Balingen-Frommern eingestürzt. Das Unglück in der Textilfabrik ereignete sich gegen 21.50 Uhr. Die anwesenden Arbeiter der Nachtschicht konnten sich unter den Strickmaschinen in Sicherheit bringen. Insgesamt habe es sich um 4 Beschäftigte gehandelt, so Geschäftsführer Matthias Eschler. Drei seien völlig unbeschadet und hätten einen Schock gehabt. Der vierte Mann sei am Arm verletzt und klage über Rückenschmerzen. Er befände sich in ärztlicher Behandlung.
Nach Angaben der Polizei ist ein Sachschaden in Millionenhöhe entstanden. Als Unglücksursache kommen die drückenden Wassermassen der starken Regenfalle in Frage. Ermittler der Staatsanwaltschaft prüfen aber auch, ob bauliche Fehler für das Unglück verantwortlich sein könnten.

Golf für die Massen - Neue Sportanlage in Kressbach soll am 26. Oktober eröffnet werden
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 15:51 Uhr

Lange Zeit galt Golf als elitäre Angelegenheit. Doch mittlerweile gehört das Spiel mit dem kleinen Ball zu den boomenden Trendsport-Arten. Am Schloss Kressbach bei Tübingen entsteht derzeit eine Volkssportanlage. Hier soll bald jedermann den Schläger schwingen dürfen.
Von diesen Menschen soll es hier bald viele geben: Ein Golfspieler auf der Kressbacher Höhe bei Tübingen. Hier soll am 26. Oktober der neue Golf Club Schloss Kressbach seine Pforten öffnen. Fertig sind bis jetzt ein 9-Loch-Parcours und das Clubhaus. Die Pläne von Geschäftsführer Gerhard Beck reichen indes schon weiter: Auf 130 Hektar Fläche wird langfristig eine 27-Loch-Anlage und damit einer der größten Golfplätze der Region entstehen. Das Besondere hier ist: Es soll eine Volkssportanlage für jedermann werden. Es gäbe hier einerseits Möglichkeiten für das beitragszahlenden Club-Mitglied. Gleichzeitig sei die Tür auch für jedermann offen. Hierzu zähle der Gelegenheitsgolfer ebenso wie auch jene, die sich einfach nur einmal mit dem Schläger ausprobieren wollten. Dieser Personenkreis werde einen nur sehr geringen Runden-Preis entrichten müssen. Man wolle einen öffentlichen Platz. Hier trage man den Tübinger Verhältnissen Rechnung, wo es beispielsweise viele Studenten gebe. Außergewöhnlich, so Beck, sei deshalb auch, wie das Projekt finanziert werde. Man hoffe bald auf viele Mitglieder in der Club-GmbH. Außerdem suche man noch weitere begeisterungsfähige Investoren. Denn weitergebaut werde hier nur, wenn das Geld da sei. Überraschenderweise habe man aber schon jetzt vor der Eröffnung am 26. Oktober 3 Investoren fest im Boot. Zudem gäbe es 5 bis 6 weitere Interessenten. Es sei auch überraschend, dass man schon vor dem 26. Oktober knapp 100 beitragszahlende Mitglieder habe.
Das Golfplatz-Projekt hatte indessen lange Zeit nicht nur Freunde. So befürchteten Kressbacher Bürger endlose Autokarawanen, Fremdparker und gesperrte Erholungsflächen. Diesen Einwänden musste das Team um Gerhard Beck im Genehmigungsverfahren durch die Stadt nicht nur durch gesonderte Zufahrtswege und Parkplätze Rechnung tragen. Vielmehr darf das Areal auch zukünftig von Spaziergängern durchschritten werden. Nur Vierbeiner müssen hier zukünftig an die Leine.

Lebensangst - Landestheater Tübingen feiert mit Ibsens "Hedda Gabler" Premiere
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 14:51 Uhr

"Mut müsste man haben, dann könnte man das Leben leben“ - Henrik Ibsens "Hedda Gabler“ hat Angst, Angst vor dem Leben. Gefangen in einer unglücklichen Ehe, vertreibt sie sich die Langeweile mit Schießübungen. Auch ein Freund aus vergangenen Tagen kann sie nicht aus ihrer Lethargie befreien. Das Landestheater Tübingen feiert mit "Hedda Gabler“ am Freitag Premiere. Mit jeder Bewegung zeigt Hedda Gabler, dass sie aus ihrem Leben fliehen will. Der norwegische Schriftsteller und Dramatiker Henrik Ibsen zeichnet eine Frau, die zwar selbständig ist, aber unfähig, eine gewollte Freiheit zu leben. Viele Interpreten führten diesen Umstand auf die gesellschaftlichen Verhältnisse Ende des 19. Jahrhunderts zurück. LTT-Regisseur Ralf Siebelt verzichtete weitestgehend darauf. Er sieht andere Motive für den Zerstörungswillen der jungen Generalstochter. Sie habe Lebensangst und fühle sich in Beziehungen nicht zu Hause. Es sei ein Zustand permanenter Fremdheit, der sie dazu bringe, Dinge zu tun, die man normalerweise nicht tue. So verfeuert sie das erfolgversprechende Manuskript ihres ehemaligen Liebhabers. Nicht um ihren Ehemann vor einem möglichen Konkurrenten um eine Professorenstelle zu retten, sondern aus Egoismus. Selbst nicht fähig, aus ihren Verhältnissen herauszutreten und ein Leben in Freiheit und Eigenständigkeit zu wählen, zerstört sie das Leben derer, die es können. Das heutige Publikum kann sich selbst reflektieren, denn Lebensangst ist zeitlos. "Ich will Macht über das Schicksal eines Menschen haben“, fleht Hedda und will doch nur Macht über sich selbst. Die nächsten Aufführungen zeigt das Landestheater Tübingen am 11. und 23. Oktober.

Landwirtschaftlicher Geräteschuppen bei Ergenzingen abgebrannt
Donnerstag, 9. Oktober 2008 - 13:13 Uhr

Beim Brand eines landwirtschaftlichen Geräteschuppens am Ortsrand von Ergenzingen ist in der Nacht ein Sachschaden von über 100.000 Euro entstanden. Anwohner meldeten den Brand um 2.20 Uhr der Feuerwehr. Im Gebäude waren mehrere Traktoren, ein Anhänger und weitere landwirtschaftliche Geräte abgestellt. Das Gebäude und sämtliche Maschinen wurden durch den Brand vollständig zerstört. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Roter Genuss - Weinlese in Metzingen ist angelaufen
Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 17:19 Uhr

Warm, leicht und fruchtbetont ist der Metzinger Rotwein. Damit das so bleibt, packen bei der diesjährigen Weinlese alle mit an. In einem halben Jahr können sie sich dann ihren gestern gelesenen Rebensaft schmecken lassen. Bis es soweit ist, legt der rote Genuss einen langen Weg zurück. Wir waren bei der Weinlese des Schwarzrieslings und des Spätburgunders in Neuhausen dabei. Thomas Jud begutachtet die Weinlese am Metzinger Hinterberger. Weinanbauer wie Fritz Ernst arbeiten elf Monate im Jahr für die Weinlese. Der Höhepunkt des Weinanbaus ist so für alle Helfer ein großes Ereignis. Seine ganze Familie hilft bei der Weinlese auf dem dreizehn Ar großen Grundstück. Seit dem Morgen arbeiten sie zwischen den Reben. Die Lese ist in diesem Jahr zeitaufwändiger. Hagelgeschädigte Trauben müssen aussortiert werden. Nach dem Lesen bringen die fleißigen Helfer ihre Trauben zur äußeren Kelter in Neuhausen. In einer langen Schlange warten sie auf das Abfüllen. Bis zu 1100 Kilo passen in einen Zuber. Die Mengen an Beeren variieren je Anbauer. So landen mal 50 Kilo im Zuber und dann wieder 500 Kilo. Die Beeren werden dann in eine Abbeermaschine gekippt. Besonders der Öchslegehalt interessiert die Weinanbauer. Das Mostgewicht des Traubenmostes ist ein wichtiges Qualitätskriterium des Weins. Max Hagmeyer misst seit 42 Herbstlesen den Öckslegehalt. Die Weinanbauer bekommen für einen guten Oeckslegehalt mehr Geld. Ein guter Wein aus der Premiumlese hat einen Öckslegehalt von 90 bis 95 Grad. In der Abbeermaschine werden die Trauben von ihren Stilen befreit. Dann werden sie durch ein Röhrensystem in einen Lagerbehälter befördert. Weiter verarbeitet wird der Metzinger Wein dann in den Kellern der Weingärtnergenossenschaft in Möglingen. Im Mai nächsten Jahres ist aus den blauen Trauben der Neuhäuser Weinberge dann der rote Rebensaft des Schwarzrieslings mit Spätburgunder geworden.

Motorradfahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 16:01 Uhr

Das Amtsgericht Hechingen hat einen zwanzigjährigen Motorradfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der Auszubildende aus Filderstadt hatte im April dieses Jahres einen Unfall auf der Lochenstrecke bei Tieringen verursacht und anschließend Fahrerflucht begangen. Zuvor war er mit seinem nicht zugelassenen Motorrad, für das er zudem keine Fahrerlaubnis besaß, in eine Polizeikontrolle geraten. Auf der Flucht vor den Beamten stieß er mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer zusammen. Das Unfallopfer aus Balingen verstarb noch an der Unglücksstelle.

Flugzeugabsturz in Nepal: Tübinger unter den Opfern
Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 15:42 Uhr

Unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Nepal soll Medienberichten zu Folge ein Tübinger Tourist gewesen sein. Beim Absturz des kleinen Passagierflugzeuges in der Gebirgsregion heute Morgen hatte es insgesamt 18 Opfer gegeben. Darunter 12 deutsche Urlauber. Die Unfallursache war offenbar ein plötzlich auftretender Nebel. Die Maschine habe kurz vor der Landung auf dem Flughafen Lukla gestanden. Die Stadt gilt als beliebter Landeort für Mount-Everest-Touristen.

Grundstein - Bauprojekt im Französischen Viertel in Tübingen vereinigt Nachsorgeklinik und Loftwohnungen unter einem Dach
Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 15:41 Uhr

Im Französischen Viertel in Tübingen entsteht derzeit das letzte Baugemeinschaftsprojekt. Die Baugemeinschaft grund.stein will das Gebäude Wankheimer Täle 20, einen alten Kasernenbau, umfangreich sanieren und mit einem Neubau versehen. Das Gebäude soll dann nicht nur Platz für Loft-Wohnungen und Gewerbeeinheiten bieten: Hier kommt auch die Tübinger Nachsorgeklinik für psychisch Kranke unter. Das alte Gebäude in der Südstadt war für die Nachsorgeklinik zu klein geworden. Im Französischen Viertel sollen die jungen Menschen, die eine psychische Erkrankung hinter sich haben, unter einem Dach mit psychisch Gesunden leben. Die Baugemeinschaft sucht noch nach privaten Investoren, die sich an Planung, Bau und Nutzung des Gebäudes beteiligen. Wenn die Baugemeinschaft vollständig ist, will sie das Gebäude kaufen. Mit den Bauarbeiten könnte kommendes Frühjahr begonnen werden.

Stress im Alltag - Lehrer leiden besonders stark
Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 15:22 Uhr

Die Landesregierung will das Pensionsalter für Lehrer von 65 auf 67 Jahre anheben. Die Pläne stoßen auf Kritik seitens der Lehrergewerkschaft GEW. Die Belastungen für Lehrkräfte seien so hoch, dass bereits die Arbeit bis 65 zur Ausnahme geworden sei, so die GEW. An den Schulen der Region ist man um eine genauere Betrachtung bemüht.
Der Lehrer unterrichtet, die Schüler hören ihm aufmerksam zu. Ein Bild, das sich in der Realität immer seltener findet. Lehrer sind im Vergleich zu anderen Berufen erhöhtem Stress ausgesetzt, da sie mehr und mehr Erziehungsarbeit leisten müssen, anstatt ihren Schülern Wissen zu vermitteln. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie der Uniklinik Freiburg. Besonders Referendare seien mit der Situation häufig überfordert, so die Studie. Ein Problem, das schon länger existiert. In Rottenburg ist man daher bemüht, den Lehrerneulingen durch intensive Betreuung den Start zu erleichtern. Die GEW fordert, dass diese Arbeit durch zusätzliche Gelder des Landes unterstützt wird. Um Stresserkrankungen und Arbeitsausfällen vorzubeugen, soll es nach dem Willen der GEW in Zukunft spezielle Stressbewältigungsseminare für Lehrer geben.

47 Millionen Sanierungsbedarf - Tübinger Hochbauamt stellt Bestandsanalyse städtischer Gebäude vor
Dienstag, 7. Oktober 2008 - 17:06 Uhr

Die 165 städtischen Gebäude in Tübingen haben in einer Analyse fast durch die Bank weg nur mäßige Schulnoten bekommen. Grundlage dieser Beurteilung ist eine Analyse des Hochbauamts, die die baulichen und energetischen Mängel von Schulen und anderen Gebäuden im Stadtbesitz wiedergibt. Die Studie wurde gestern Abend den Mitgliedern des Planungsausschusses vorgestellt. Sie soll dem Gemeinderat als Planungsgrundlage für notwendige Sanierungsarbeiten dienen.
Die "Gebäudeanlalyse 2008" verzeichnet insgesamt 165 Gebäude. Mit auf der Liste ist auch das historische Rathaus. Laut jüngster Gebäudeanalyse der Gesamtzustand des Gebäudes zwar befriedigend; bemängelt werden aber ein fehlender zweiter Rettungsweg bei Bränden und das Fehlen vorbeugender Brandschutzmaßnahmen. Während sich die Energiebilanz des Gebäudes im Rahmen halte, sei die Anlagentechnik im Innern hoffnungslos veraltet und ein Sanierungsfall.
Insgesamt sei der Zustand der städtischen Gebäude aber gut, so Andreas Haas vom Hochbauamt. Man habe zwar im baulichen Bereich einen Rückstand von 47 Millionen Euro festgestellt. Diese Zahl relativiere sich aber, da es um 165 Gebäude von teils beträchtlichem Wert gehe.
Ganz anders sieht dies Ulrich Latus für CDU. Er wundert sich über die Höhe des postulierten Sanierungsbedarfs. So seien beispielsweise in die Walter-Erbe-Realschule seit vielen Jahren Millionen für eine PCB- und Brandschutzsanierung geflossen. Nun aber stelle die Gebäudeanalyse des Hochbauamts fest, dass dringend weitere Millionen für Brandschutzmaßnahmen erforderlich seien. Man frage sich nun, ob die frühere Analyse reiner Aktionismus gewesen sei.
Gestritten haben die Ausschußmitglieder gestern auch über das "Technische Rathaus" in der Brunnenstrasse. Die Analyse stellt gravierende Mängel an der Bausubstanz, beim Brandschutz, beim Fassadenzustand und dem Energieverbrauch fest. Trotzdem empfiehlt das Hochbauamt eine Sanierung. Die CDU will hingegen den Abriss. Im Sinne sparsamen Haushaltens müsse generell gefragt werden, ob, was und wie saniert werden könne, so Ulrich Latus. Da man haushaltstechnisch nur über beschränkte finanzielle Spielräume verfüge, müsse man darüber nachdenken, ob man nicht besser bei vielen Gebäuden das Dringlichste saniere, anstatt bei einigen wenige eine Vollsanierung anzustreben. Beispielsweise könne man neue Heizungen und Fenster einbauen, bevor man einige wenige Gebäude vollsaniere.
Einig ist man sich unter den Gemeinderatsparteien hingegen, dass wichtige Gebäude wie Schulen und Kindergärten Vorrang haben sollen. Die Entscheidung, welche Projekte in welchem Umfangtatsächlich saniert werden, wird im Gemeinderat fallen.

Hoher Sachschaden bei Scheunenbrand in Geislingen
Dienstag, 7. Oktober 2008 - 16:17 Uhr

Bei einem Scheunenbrand in Geislingen im Zollernalbkreis ist heute Morgen ein Sachschaden von mehr als 300.000 Euro entstanden. Das Feuer war gegen 8 Uhr in einer Lagerscheune für Futtermittel und Landwirtschaftsgeräte ausgebrochen. Das Gebäude brannte fast vollständig nieder. Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Landesmusikfestival 2011 in Pfullingen
Dienstag, 7. Oktober 2008 - 16:17 Uhr

Die Stadt Pfullingen wird das Landesmusikfestival 2011 ausrichten. Das hat jetzt der Harmonika-Verband Baden-Württemberg bekannt gegeben. Auf der eintägigen Veranstaltung treten Musik-Ensembles aus allen Teilen des Landes auf, um die Vielfalt des Kulturlebens zu präsentieren. Die Veranstalter rechnen nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit bis zu 5.000 Teilnehmern. Das Landesmusikfestival wird seit 1998 veranstaltet, Ausrichter in diesem Jahr war Bietigheim-Bissingen.

Neue Informationstafeln am Mössinger Bergrutsch
Dienstag, 7. Oktober 2008 - 16:13 Uhr

Am Mössinger Bergrutsch hat das Regierungspräsidium Tübingen neue Informationstafeln für Wanderer aufgestellt. Im Rahmen einer Wanderung hat Regierungspräsident Hermann Strampfer die Tafeln heute eingeweiht. 25 Jahre nach dem Bergrutsch sei es an der Zeit, den Besuchern einen Einblick in die Wiederbesiedlung und in die neuesten Forschungsergebnisse zu geben, sagte Strampfer. Im Jahre 1983 waren bei dem Bergrutsch Gesteinsmassen in einer Breite von 500 Metern zu Tal gerutscht. Für Geologen stellt der Bergrutsch ein Lehrbeispiel für das Zurückweichen des Albtraufs dar. Botaniker und Zoologen können hier sehen, wie sich die Natur im betroffenen Gebiet neu entwickelt hat.

Radeln für die Umwelt- Aktion "Stadtradeln" in Tübingen
Montag, 6. Oktober 2008 - 16:38 Uhr

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat heute den Radwettbewerb "Stadtradeln“ gestartet. Auf dem Tübinger Marktplatz versammelten sich rund 30 Kommunalpolitiker, Bürgerinnen und Bürger um im Wettbewerb mit 23 teilnehmenden deutschen Städten soviel Kilometer wie möglich zurück zu legen. Damit soll symbolisch einmal die Erde umrundet werden. Das ursprüngliche Ziel, so Palmer, seien 40.000 Kilometer insgesamt gewesen. Es seien aber schon 200.000 Kilometer zusammen gekommen. Das hieße, die Teilnehmer könnten nur noch versuchen, Tübingen auf Platz eins zu bringen. Darin sei die Stadt schon ganz gut, denn sie hätte schon mehr Anmeldungen als bisher jede andere Stadt und zwar 130, so der Oberbürgermeister. Auch Firmen, Schulen und Vereine schicken Teams ins Rennen zusammen mit einem radelwilligen Gemeinderat, der dann für ihr Team fährt. Die Radler notieren täglich ihre Kilometer und melden diese 1 mal die Woche bei der Stadtverwaltung an. Gezählt werden berufliche sowie privat zurückgelegte Kilometer. Der Wettbewerb ist eine Aktion des Klimabündnisses und endet in drei Wochen.

Radeln für die Umwelt- Aktion "Stadtradeln" in Tübingen
Montag, 6. Oktober 2008 - 16:38 Uhr

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat heute den Radwettbewerb "Stadtradeln“ gestartet. Auf dem Tübinger Marktplatz versammelten sich rund 30 Kommunalpolitiker, Bürgerinnen und Bürger um im Wettbewerb mit 23 teilnehmenden deutschen Städten soviel Kilometer wie möglich zurück zu legen. Damit soll symbolisch einmal die Erde umrundet werden. Das ursprüngliche Ziel, so Palmer, sei 40.000 Kilometer insgesamt gewesen. Es seien aber schon 200.000 zusammen gekommen. Das hieße, die Teilnehmer könnten nur noch versuchen, Tübingen auf Platz eins zu bringen. Darin sei die Stadt schon ganz gut, denn sie hätte schon mehr Anmeldungen als bisher jede andere Stadt und zwar 130, so der Oberbürgermeister. Auch Firmen, Schulen und Vereine schicken Teams ins Rennen zusammen mit einem radelwilligen Gemeinderat, der dann für ihr Team fährt. Die Radler notieren täglich ihre Kilometer und melden diese 1 mal die Woche bei der Stadtverwaltung an. Gezählt werden berufliche sowie privat zurückgelegte Kilometer. Der Wettbewerb ist eine Aktion des Klimabündnisses und endet in drei Wochen.

Geisterfahrerin gestern abend zwischen Balingen und Engstlatt
Montag, 6. Oktober 2008 - 16:33 Uhr

Eine Geisterfahrerin war gestern abend gegen 21 Uhr 30 auf der B 27 zwischen Balingen und Engstlatt unterwegs. Die 70jährige geriet an der Baustelle Balingen Süd auf die entgegengesetzte Fahrbahn der vierspurigen Bundesstraße. Trotz Warnzeichen entgegenkommender Autos fuhr sie weiter in Richtung Tübingen. Bei Engstlatt konnte die Polizei die Seniorin aus dem Verkehr ziehen.

Neue Herausforderungen - Anglistentag in Tübingen beschäftigt sich mit Bachelor und Master
Montag, 6. Oktober 2008 - 16:31 Uhr

Gut gefüllte Reihen heute Vormittag im Museum Tübingen: Dozenten und Studenten-Vertreter äußerten sich zur Neugestaltung der Studiengänge. Häufig wird bemängelt, dass der Bachelor einen zu geringen wissenschaftlichen Anspruch habe. Die Kritik will man bei den Anglisten nicht gelten lassen. Die so genannten Bologna-Beschlüsse aus dem Jahr 1999 regeln die europaweite Vereinheitlichung aller Studiengänge. Das Diplom als Studienabschluß hat ausgedient, in naher Zukunft sollen nur noch Bachelor und Master die Universitäten verlassen. Die Mitglieder des Anglistenverbandes beobachten genau, wie die Umstellung in der Praxis vonstatten geht. Ein weiteres Thema war die Verwendung der zusätzlichen Gelder aus der Exzellenziniative des Bundes. Die öffentliche Wahrnehmung wird von den Naturwissenschaften beherrscht, obwohl sie nicht als einzige Mittel erhalten. Ziel der Anglisten ist es, die eigene Forschungsarbeit besser zu präsentieren.

Förderpreis - Tübinger Medizinerin erforscht Darmflora
Montag, 6. Oktober 2008 - 16:28 Uhr

Die Medizinerin Julia-Stefanie Frick vom Universitätsklinikum Tübingen ist mit dem Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie ausgezeichnet worden. Die 34jährige und ihre Mitarbeiter haben herausgefunden, dass bestimmte Bakterien der Darmflora spezielle Abwehrzellen aktivieren, die eine Entzündung auslösen können. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen dazu beitragen, die Rolle der Darmflora bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen besser zu verstehen und zu behandeln. Der Förderpreis ist mit 2500 Euro dotiert.

Pferdeschau in Marbach lockt Tausende ins Gestüt
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 17:12 Uhr

Edle Rösser oder gelassene Muskelpakete - Zehntausende Zuschauer ließen sich auch dieses Jahr wieder beim dritten Tag der traditionellen Hengstparade in Marbach von den anmutigen Tieren faszinieren.
Eine Mischung aus bewährten Programmpunkten wie den römischen Kampfwagen, der ungarischen Post und der anmutigen Stutenherde sowie neuen Programmpunkten lockt alle zwei Jahre tausende von Pferdefreunden an
Manch einer machte es sich während der dreistündigen Präsentation richtig gemütlich.
Bei der Schau zeigt das Haupt- und Landgestüt nicht nur die Hengste und Stuten unterschieldicher Rassen, sondern auch den Einsatz der Tiere in Beruf und Freizeit. Die Hengstparade ist ein Zusammentreffen internationaler Pferdefreunde und Züchter. Das Gestüt richtet die Schau jedes Jahr an drei Tagen Ende September und Anfang Oktober aus, außer in den Jahren, in denen in Stuttgart das Landwitschaftliche Hauptfest stattfindet.

Metzgerstraßenfest unterhält und verköstigt Hunderte Besucher in Reutlinger Innenstadt
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 17:10 Uhr

Viele Hundert besucher tummelten sich gestern in der reutlinger Innenstadt beim Metzgerstraßenfest. Zur achten Auflage des Fests hatte die Metzgerstraßeninitiative eiiges auf die Beine gestellt. Quietschvergnügt zeigten Handwerker ihr Können. Musikalische Unterhaltung wurde geboten. Ehrbare Hausfrauen filettierten fachgerecht das erlegte Bret. Und die wahren Trapper zeigten den Unbedarften wie man früher das Mittagessen erlegte. Der Handel präsentierte sich mit seinen 30 Geschäften und zahlreichen Veranstaltungen wie ein großer Tante-Emma-Laden im Freien. Die Kunden nahmens dankbar an. Eine runde Sache waren wohl auch für die meisten die lukullischen Angebote - ob süß oder
herzhaft. Beim Gewinnspiel durften die Wurtskenner raten wie lang die Metzgerstraßenwurtschnecke ist. Den Dreh hätten sie jetzt raus, sind sich die Initiatoren sicher. Der Erfolg des Festes ermutigt sie, jetzt aus der Intitiative der Metzgerstraßengeschäfte einen eigenen Verein zu machen.

Fest soll neue Stiftung für Tübinger Stiftskirche bekannter machen
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 17:07 Uhr

Altes erhalten, Neues ermöglichen. Das ist das Anliegen der Stiftung Stiftskirche Tübingen, die heute mit einem großen Fest gestartet ist. 50.000 Euro eines Spenders, der nicht genannt werden will, legte den Grundstein für die Stiftung.

Kirchgänger und Freunde des Gotteshauses am Holzmarkt nahmen den Gottesdienst am Erntedanksonntag zum Anlaß beim offiziellen Start der Stiftung dabei zu sein und ihre Unterstützung zu zeigen.
Die Gemeinde will die Kirche als Raum für lebendige Gottesdienste, als Veranstaltungsort und Ort der Stille erhalten. Dafür müssen das Bauwerk und die Kunstschätze im Inneren ständig gepflegt werden.
Die evangelische Stiftskirche St. Georg wurde vor 500 Jahren im Zuge der Universitätsgründung erbaut. Alle 100 Jahre steht eine Großsanierung an. Für die kommende hat die Gemeinde noch ein paar Jahrzehnte Zeit und möchte die nutzen, um eine große Geldmenge anzusparen. Die Stiftung setzt dafür jetzt den Startpunkt. Mit zahlreichen Ständen haben die Gemeindemitglieder heute die Striftungskasse bereits kräftig aufgebessert. Und der Stiftungstag heute war auch Familientag, ein Ort der Begegnung wie sich die Gemeinde diesen öffentlichen Raum vorstellt. An verschiedenen Stationen konnten sich die Menschen heute mit der Kirche vertraut machen. Die Verantwortlichen hatten dazu den Menschen auch einmal Räume zugänglich gemacht,die sonst nicht öffentlich sind. Eine offene Kirche so die Idee, eine Kirche zum Erleben und mitgestalten gerade auch für die Jüngeren, um sich mit dem Gotteshaus vor der eigenen Tür besser identifizieren zu können.

Workshop für blinde Fußballerinnen geht zu Ende
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 17:00 Uhr

Vier Tage lang trafen sich jetzt blinde Fussballerinnen zum bundesweit zweiten Workshop in Tübingen. Veranstalter sind die Tübinger Interessengemeinschaft behinderter und chronisch kranker Studierender, das Institut für Sportwissenschaft an der Uni Tübingen und der Deutsche Behindertensportverband. Die deutschen Spielerinnen bilden die größte organisierte Gruppe im Frauen-Blindenfußball weltweit. Die Frauen konnten allerdings bisher ausschließlich im Spielbetrieb der Männer mitwirken. Beim Tübinger Worshop mit dabei war auch die ehemalige Nationaltorhüterin Renate Lingor.
Blindenfußball hat in Tübingen Tradition. 2006 fand hier das erste Blindenfußball-Training in Deutschland statt. Nicht einmal ein Jahr später folgte das erste deutsche Blindenfußball-Turnier - ebenfalls in Tübingen.

Mehr Raum für Frauen
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 16:59 Uhr

Die Versorgung wohnungsloser Frauen soll verbessert werden. Das hat jetzt das Ministerium für Arbeit und Soziales beschlossen. Die Hilfe umfasse ein Sonder-Investitionsprogramm in Höhe von einer Million Euro, so Staatssekretär Dieter Hillebrand. Mehr als 140.000 Euro sind für das Vorhaben der Arbeiterwohlfahrt in Reutlingen vorgesehen. Das dort eingerichtete Aufnahmehaus könne nun zum Frauenzimmer umgebaut werden. Die bestehenden Einrichtungen für Obdachlose wären überwiegend für beide Geschlechter. Deswegen nähmen viele Frauen das Aufnahmeangebot nicht an. Mit der Finanzspritze sollen nun bestehende Unterkünfte und Programme speziell für Frauen angepasst werden.

Wettebewerb mit Waden
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 16:59 Uhr

Die Stadt Tübingen beteiligt sich am Öko-Städtewettbewerb "Stadtradeln“. Bürger und Kommunalpolitiker aus 23 Städten treten bis zum 26. Oktober gegeneinander an. Von den Städten gewinnt diejenige, deren Teilnehmer die meisten Kilometer radeln. Start für die Tübinger Vereine, Bürger und Politiker ist morgen um 14 Uhr auf dem Marktplatz.

Knappe Niederlage - Tübinger Basketballer verlieren nach Verlängerung in Nördlingen
Sonntag, 5. Oktober 2008 - 13:07 Uhr

Im zweiten Auswärtsspiel setzte es für die Tübinger Basketballer gestern Abend die erste Niederlage, nach dem Sieg bei den Artland Dragons mussten sich die Tigers bei den Giants Nördlingen unglücklich mit 73:76 nach Verlängerung geschlagen geben. Die Tigers lagen meist in Führung, 64 beide stands vor 2400 Zuschauern beim noch ungeschlagenen Aufsteiger nach der regulären Spielzeit. In der Overtime hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich. Wir haben es einfach nicht geschafft, den Sack zuzumachen, so Headcoach Tolga Öngören. Daniel Fountain war mit 18 Punkten bester Tübinger Schütze, Jermaine Andersson erzielte 14 Punkte. Am Samstag steht das zweite Heimspiel an. Dann ist Schlusslicht Gießen zu Gast in der Paul - Horn - Arena.

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