RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Donnerstag, der 17. Mai 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 30. Januar 2011

Generalsanierung der Alten Aula in Tübingen zieht sich in die Länge
Samstag, 5. Februar 2011 - 15:22 Uhr

Länger als erwartet wird die Generalsanierung der Alten Aula in Tübingen andauern. Der Grund: kurz vor Bauschluss wurde eine bemalte Decke aus dem Jahr 1547 entdeckt, der Entstehungszeit des Gebäudes. Das Denkmalamt hat jetzt veranlasst, dass die Decke freigelegt und restauriert wird. Die veranschlagten Kosten für die Sanierung von 5,3 Millionen sollen aber nicht überschritten werden. Voraussichtlich im September soll die Alte Aula dann endgültig wieder eröffnet werden.

Deutliche Gewinnsteigerung bei Boss in Metzingen
Samstag, 5. Februar 2011 - 15:21 Uhr

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss konnte im letzten Quartal 2010 sowohl seinen Umsatz als auch seinen Gewinn deutlich steigern. So ergab sich für das Gesamtjahr ein Gesamtumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Das ist die bisher höchste Summe in der Geschichte des Unternehmens. Der Gewinn beträgt rund 190 Millionen Euro. Verantwortlich für die guten Zahlen ist laut dem Konzern neben den Wachstumsmärkten China und Amerika vor allem der eigene Einzelhandel.

Wissenschaftspreis des Deutschen Olympischen Sportbundes erstmals an eine Frau verliehen
Samstag, 5. Februar 2011 - 15:20 Uhr

Der Deutsche Olympische Sportbund hat gestern Abend im Tübinger Rathaus seinen Wissenschaftspreis verliehen - der Forschungsschwerpunkt: Sportwissenschaft. In diesem Jahr gingen die ersten beiden Plätze an die Frankfurter Forscherin Claudia Pawlenka und Jürger Scharhag von der Universität Potsdam. Die Festrede hielt der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach. Für ihn sei die Sportwissenschaft eine der bedeutendsten Forschungs-gegenstände. Sie sei für die gesamte Sportentwicklung notwendiger denn je. Denn der Sport beeinflusse als wichtiges Element der Lebensgestaltung nicht nur die Gesundheitspolitik, sondern auch das kulturelle Geschehen und letztlich die gesamte wirtschaftliche Entwicklung, so Bach. Mit Pawlenka und ihrer Arbeit zum Thema "Natur, Ehtik und Doping im Sport“ ging der Preis jetzt erstmals an eine Frau. Für Bach wurde das aller höchste Zeit. Und er werde nicht müde das zu sagen: der größte nicht gehobene Schatz der DOSB liege noch immer bei den Frauen. Man könne es sich im Sport genauso wenig wie in der Politik und in der Wirtschaft erlauben, auf die Intelligenz und die Fähigkeiten von 50 Prozent der Bevölkerung zu verzichten. Und so sei das auch in der Sportwissenschaft, so Bach. Besonders hervorzuheben sei auch die sportmedizinische Arbeit von Scharhag über die Effekte von Ausdauer-belastungen auf das Herz. Alle 13 eingereichten Arbeiten spiegelten eindeutig wider, was die Sportwissenschaft aktuell leiste. Und es erfülle Bach mit Stolz, zu sehen, wie hochwertig, differenziert und vielfältig die Forschungsarbeit voran gehe.

Närrisch im Dunkeln - 8. Eninger Nachtumzug
Samstag, 5. Februar 2011 - 15:13 Uhr

Beim Eninger Nachtumzug bewies das Fasnetsvolk gestern Abend, dass es auch im Dunkeln ganz schön närrisch zugehen kann. Ab 19 Uhr zogen die insgesamt 43 Zünfte am Rathaus vorbei durch die Eninger Straßen. Darunter vertreten so mancher schaurig-schöner Häß wie Mühla-Katza, Deifelsweiber und viele Hexen.
Bereits zum 8. Jahr in Folge ging der Umzug über die Bühne und lockte hunderte in die Gemeinde. Für den Zug wurden ab 18 Uhr zahlreiche Straßen in Eningen gesperrt und auch die Polizei war im Einsatz, um das Geschehen zu kontrollieren.

Ministerpräsident Stefan Mappus spricht in Rottenburg-Wurmlingen
Freitag, 4. Februar 2011 - 17:30 Uhr

Rund sieben Wochen vor der Landtagswahl geht der Wahlkampf in die heiße Phase, und die Spitzenkandidaten touren durch Baden-Württemberg, um Stimmung zu machen. Nach aktuellen Umfrage gibt es derzeit ein Patt zwischen schwarz-gelb und grün-rot. Anlass genug, die eigenen Wähler zu mobilisieren. Zum Beispiel Ministerpräsident Stefan Mappus gestern Abend in Wurmlingen.

Vor der Halle wieder die Proteste gegen Stuttgart 21 - für Ministerpräsident Stefan Mappus mittlerweile ein alltägliches Bild. Auch in seiner Rede ging er darauf ein: Es ginge nicht an, dass ein Beschluss eines demokratisch gewählten Parlaments derart angezweifelt werde. Der Ministerpräsident sei die Grünen leid, die definieren wollten, was moralisch richtig sei in Deutschland - unabhängig davon, was rechtlich zulässig ist oder nicht.

Überhaupt hat sich Mappus auf die Grünen eingeschossen. Die von der CDU so genannte Dagegen-Partei ist der Hauptgegner und sein hauptsächliches Angriffsziel. Kritik ging auch an die Adresse des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer. Dabei bezog sich Mappus auf Palmers Engagement bei Stuttgart 21: Dieser habe zwar keine Mehrheit im eigenen Gemeinderat bekommen, aber hätte in Stuttgart "am großen Rad" drehen wollen. Dies zeuge laut Mappus nicht gerade von Glaubwürdigkeit.

Aber nicht nur Stuttgart 21 war eines der Themen. Mappus machte sich auch für das bestehende baden-württembergische Schulsystem stark. Kinder seien unterschiedlich und müssten daher auch unterschiedlich gefördert werden, so Mappus.

Laut Mappus wäre es eine Katastrophe, das exzellente Schulsystem Baden-Württembergs - das gemeinsam mit Bayern das beste in Deutschland ist - einfach wegzukippen. Dies, so Mappus, dürfe man nicht zulassen.

Viel Applaus gab es für Mappus in Wurmlingen vor allem aus den eigenen Reihen. Jetzt gilt es für die CDU und für die anderen Parteien auch, die Unentschlossenen zu mobilisieren.

Héloise Koehler bekommt den 13. Tübinger Förderpreis
Freitag, 4. Februar 2011 - 16:32 Uhr

Die Universität Tübingen hat gestern zum 13. Mal den Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie verliehen. Diesmal ging er an die Französin Dr. Héloise Koehler. Sie erhält den Preis für ihre Dissertation. Darin beschäftigte sich die Preisträgerin mit dem Mittelpaläolithikum. Das ist ein Zeitabschnitt, der im Allgemeinen mit den Neandertalern assoziiert wird.
Koehler untersuchte die Inventare der Neandertaler aus dem Pariser Becken. Sie beobachtete, dass die Einordnung der Funde in eine bestimmte Zeit und zu einem bestimmten Ort, zum Teil von den Analysekriterien und der wissenschaftlichen Methodik abhängt.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und ist somit der höchstdotierte Preis für Archäologen.

Gut gestellt im Jubiläumsjahr - Volksbank Reutlingen legt Bilanz für 2010 vor
Freitag, 4. Februar 2011 - 16:27 Uhr

In ihrem 150. Jubiläumsjahr hat die Volksbank Reutlingen heute ihre Jahresbilanz auf den Tisch gelegt - und zwar eine zufriedenstellende. So sieht jedenfalls Vorstands-vorsitzender Josef Schuler das Jahr 2010. Nicht nur, weil die Zeitschrift Focus Money sie zur besten Bank Reutlingens ausgezeichnet hat. Auch die Zahlen sprechen für sich:

Die Summe der Gelder, die Kunden beispielsweise auf ihren Konten liegen haben, ist um 4,6 % auf insgesamt rund 952 Millionen Euro gestiegen.
In Fondanlagen und Wertpapieren halten sie 1,5 Milliarden, das sind 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Summe der Kredite stieg um 10 Prozent auf 793 Millionen.
Es ergibt sich eine Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro.
Letztendlich steht unterm Strich ein Bilanzgewinn von 12,9 Millionen vor der Risikoabgabe für Banken und ein Endwert von 2,4 Millionen.

Zwar sehe man an den eigenen Zahlen, dass die Wirtschaft nach der Krise wieder in Schwung komme, so Schuler. Aber so optimistisch wie die Politik stehe er der konjunkturellen Entwicklung nicht gegenüber. Er könne nur an die Politik appellieren, die Schuldenlage in den Griff zu bekommen, denn dort bestehe der größte Unsicherheitsfaktor. Wenn sich der nicht stabilisiere, treibe Schuler die Sorge um, dass die Konjunktur wieder einbrechen werde, weil einfach das Vertrauen verloren ginge. Auch übt Schuler Kritik am derzeit heiß diskutierten Länderfinanzausgleich. Hier sei es höchste Zeit für eine Reformierung. Es könne nicht angehen, dass ein Land prosperiere, während andere sich zurücklehnen und auf einen Geldsegen warten. Es sei selbstverständlich, dass man schwächeren Ländern helfe. Aber es dürfe keine Dauereinrichtung sein im Sinne einer Transferleistung von Süd nach Nord. Das sei auf Dauer nicht tragbar, so Schuler. Eins betonte er besonders: Eine Bank könne nur so erfolgreich sein wie ihre Mitarbeiter. Es sei eine Frage der richtigen Einstellung und der richtigen Philosophie. Und da, so Schuler, seien seine Mitarbeiter ganz vorne mit dabei.

Ausstellung "Mit Nadel und Faden" im Reutlinger Naturkundemuseum
Freitag, 4. Februar 2011 - 16:07 Uhr

Was aussieht wie eine Nahaufnahme der Sonne ist eigentlich ein Kunstwerk - geschaffen mit Nadel und Faden. Derzeit stellt das Reutlinger Naturkundemuseum Textilarbeiten von Gisela Weigand aus. Von Hand verarbeitet die Künstlerin verschiedenste Motive zu textilen Kunstwerken. Aus Stoff und Faden werden so Bakterien unter dem Mikroskop. Aus winzigem Zwirn entstehen hier der Weltraum und seine Galaxien. Besucher können auch Chromosomenpaare des menschlichen Körpers begutachten.

Noch bis zum 6. März ist die Ausstellung im Naturkundemuseum Reutlingen zu sehen.

Intendanten der Region demonstrieren Geschlossenheit gegenüber geplanten Kürzungen
Freitag, 4. Februar 2011 - 16:06 Uhr

Geschlossen haben sich jetzt die Intendanten der Region der Öffentlichkeit präsentiert. Der Grund: Die Reutlinger Zuschüsse für das Landestheater Tübingen sollen um 80 Prozent gekürzt werden.

Für das LTT würde das in Zukunft bedeuten: Anstatt 150 000 Euro Zuschüssen nur noch 22 000 Euro. Für das LTT und die anderen Theateranbieter untragbar: Laut Simone Sterr, der Intendantin des LTT, handle es sich dabei um einen offenen Angriff auf die Theaterlandschaft der Region. Gerade hier müsse man aber genau hinschauen, welcher Kulturanbieter für was zuständig ist und wer für welchen Bereich etwas leistet. Hier könne es nicht darum gehen, einfach nur nackte Zahlen gegeneinander auszuspielen, so die Intendantin.

Die Württembergische Philharmonie in Reutlingen wird bisher von Tübingen mit 22 500 Euro unterstützt - jetzt will die Reutlinger CDU-Fraktion die Zuschüsse angleichen und damit die Unterstützung für das LTT kürzen.

Doch bei den Theaterchefs herrscht Einigkeit: Der Vorschlag der Reutlinger CDU zerstöre altbewährte Strukturen. Die Theater beider Städte seien gar nicht vergleichbar, das Reutlinger Theater "Die Tonne" sicher kein Ersatz für das LTT. Eigentlich müsse man gemeinsam darüber reden, wie Reutlingen und Tübingen eine Erhöhung des kommunalen Zuschusses gegenüber dem Land erzielen könnten, so Sterr. Ziel dürfe nicht sein, dass sich die Städte gegenseitig fertig machen.

Auch Cornelius Grube, Intendant der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, hält nichts von einer Kürzung für das LTT. Gerecht sei das sicher nicht:

Zum einen helfe die Kürzung der Philharmonie ja gar nicht, so Grube. Diese bekomme dadurch nicht mehr Geld - dieses werde aus dem Reutlinger Kulturetat abgezwackt. Das sei sinnlos, sagte Grube. Viel hilfreicher sei es, wenn Reutlingen und Tübingen gemeinsam verhandelten, was die Kulturinstitutionen darstellen und wie sie finanziell ausgestattet werden sollen.

Ob es dann künftig eine zweigeteilte Theaterlandschaft in der Region geben wird - das entscheidet dann bald der Reutlinger Gemeinderat.

Dreieinhalb Jahre wegen Kindstötung
Donnerstag, 3. Februar 2011 - 17:33 Uhr

Dreieinhalb Jahre Haft wegen Totschlags lautet das Urteil im Kindstötungsprozess gegen eine 23-jährige aus Reutlingen. Der Richter des Tübinger Landgericht sah es als erwiesen an, dass die junge Frau ihr Kind zu Tode geschüttelt hat. Ein psychiatrisches Gutachten hatte bei ihr zuvor eine psychische Störung aufgrund ihrer harten Lebensgeschichte attestiert. Deshalb blieb das Urteil unter dem geforderten Strafmaß der Staatsanwaltschaft.

Diskussion um Schindhaubasistunnel
Donnerstag, 3. Februar 2011 - 17:29 Uhr

Die Grünen im Zollernalbkreis befürworten den Bau der Tübinger B 27-Ortsumfahrung mit dem Schindhaubasistunnel. Das betonte die Landtagskandidatin Andrea Metzger. Zuvor hatte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer mit seiner Kritik am Projekt für Diskussionsstoff gesorgt. Er hatte zu bedenken gegeben, dass die verkehrlichen Verbesserung nicht groß genug sei, um die hohen Kosten zu rechtfertigen. Dennoch stehe er nach wie vor zum Schindhaubasistunnel, so Palmer im SWR. Zudem verwies der OB darauf, dass der Tübinger Gemeinderat sich klar für das Projekt ausgesprochen hatte.

Palmer bittet IHK um Unterstützung bei Gewerbesteuererhöhung
Donnerstag, 3. Februar 2011 - 17:29 Uhr

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat jetzt die IHK Reutlingen um Unterstützung bei der Anhebung der Gewerbesteuer gebeten. Die hatte sich zuvor gegen eine solche Anhebung ausgesprochen. Doch laut Palmer mache die schwierige finanzielle Situation der Stadt eine Erhöhung unumgänglich. Die Verwaltung will den Hebesatz von 360 auf 380 Prozent anheben, was Mehreinnahmen von 1,2 Millionen Euro erzielen würde. Palmer führt an, dass das zusätzliche Geld in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen soll, was auch der Wirtschaft zugute komme.

Acht Verletzte bei Unfällen bei Münsingen und bei Tübingen
Donnerstag, 3. Februar 2011 - 17:28 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall bei Münsingen wurden gestern Abend fünf Personen verletzt - eine davon schwer. Eine Frau war von Münsingen nach Bad Urach unterwegs. Dabei geriet sie zu weit nach rechts in den Schnee. Dadurch kam sie ins Schleudern, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen ein Auto, in dem vier Personen saßen. Die Unfallverursacherin wurde schwer verletzt - die vier Insassen im anderen Auto leicht.

Auch auf der B28 zwischen Tübingen und Unterjesingen hat es gestern gekracht. Eine Frau musste nach einem Frontalzusammenstoß mir schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Unfallverursacher und seine Beifahrerin sind leicht verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei hier auf 27 500 Euro.

Siloaufstellung in Eningen
Donnerstag, 3. Februar 2011 - 12:23 Uhr

240 Tonnen Auftausalz fasst das neue Silo, das das Kreisstraßenbauamt Reutlingen gestern am Bauhof in Engstingen aufgestellt hat. Ein Kran hat das 23 Meter lange Silo hochgezogen. Anschließend nahm der Landkreis Reutlingen den neuen Streustoff-Behälter in Betrieb. Das zusätzliche Salz-Lager soll die Lücke in der Versorgung mit Streusalz im Landkreis schließen. Die Straßen um Sonnenbühl, Engstingen und Hohenstein können jetzt durch den zusätzlichen Standort in Engstingen schneller bedient werden. Autofahrer im Umkreis können jetzt weiterhin mit verkehrssicheren Straßenverhältnissen rechnen.

Rottenburger Schulen sparen Strom und Wasser am "Spirit Day"
Donnerstag, 3. Februar 2011 - 12:22 Uhr

Einen Vormittag lang tappten die Rottenburger Schüler und Lehrer im Dunkeln. Wie die Realschule im Kreuzerfeld blieben die Rottenburger Schulen dunkel. Denn die Schüler hatten den "Spirit Day" organisiert. Das Ziel der Aktion: auf das heutige Konsumverhalten aufmerksam machen und auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ganz leicht war das für viele nicht:

Für den Schüler Tim Härter war es kein normaler Schultag. Gerade am Morgen habe er schnell bemerkt, dass es im Klo kein Licht gab. Auch hatte er kein Wasser, als er sich die Hände waschen wollte.

Im Damenklo griffen die Mädchen zu einer Notlösung: eine Autobatterie sorgte für eine notdürftige Beleuchtung. Im Männerklo dagegen herrschte völlige Dunkelheit - ohne Taschenlampe sahen die Jugendlichen hier gar nichts.

Laut der Schülerin Gomze Seker hatte sie wie immer mit warmen Räumen gerechnet. Dies sei aber nicht der Fall gewesen - die Heizung habe man natürlich auch heruntergefahren. Und die Lehrerin habe sich eine Taschenlampe um die Stirn gebunden - ein lustiger Anblick.

Die Waschbecken der Schule blieben trocken - auch auf fließendes Wasser verzichteten die Schüler einen Morgen lang.

Doch für eine so groß angelegte Aktion brauchten die Schüler Unterstützung: Laut Miriam Miller aus der zehnten Klasse hätten die Schüler große Unterstützung von der Schulleitung bekommen. Die anderen Schulen hätten noch an der Aktion gezweifelt, letzten Endes aber sei alles gut gegangen.

Ebenso blieben die Bildschirme in den Büros der Schulleitung den Vormittag über schwarz. Für Rektor Rolf Pfeffer keine einfache Situation. Er gab zu, sich schon früh mit Notfallplänen beschäftigt zu haben. Am Morgen hatte er Notfallhandys an die Lehrer verteilt - schließlich gehe es auch um die Sicherheit der Schule.

Ganz unproblematisch war es nicht, so Pfeffer. Die Sekretärinnen hätten sich - wie die anderen Lehrer - darauf eingestellt, mussten aber Abstriche in Kauf nehmen. Es sei durchaus gewöhnungsbedürftig gewesen, ohne Beamer, ohne Laptop und PC im Unterricht auskommen zu müssen.

Am Ende war es für die ganze Schule - so der Konsens - ein lehrreicher und interessanter Vormittag.

Socken über den Straßen Eningens
Mittwoch, 2. Februar 2011 - 16:56 Uhr

Die Straßen in Eningen unter Achalm sind närrisch geschmückt. Doch anders als beispielsweise in Reutlingen hängen hier Socken zwischen den Dächern. Die Idee zur Socke entstand bei den Narren der Eninger Häbles-Wetzer aus einer Laune heraus, so der erste Zunftmeister Thomas Hummel. Bereits seit 1994 schmücken während der Fasnet rund 8000 Stück die Innenstadt.
Am Aschermittwoch werden dann alle Socken wieder abgehängt.

Der Blick zurück und voraus - Tübingens OB Palmer zu 2010 und 2011
Mittwoch, 2. Februar 2011 - 16:51 Uhr

Infrastruktur, Kultur, Wirtschaft - es sind viele Faktoren, die zum Glück oder Unglück einer Stadt beitragen. Neben vielen Höhepunkten war das Jahr 2010 für Palmer in einem besonders hart: im finanziellen Bereich. 2010 sei das schlechteste Jahr seit dem zweiten Weltkrieg gewesen. Nur mit Glück seien die Steuereinnahmen in der zweiten Jahreshälfte gestiegen und man sei mit einem dunkelblauen Auge davongekommen, so Palmer. Blau diesmal aber im negativen Sinne. Ein großes Projekt der Stadt ging im Jahr 2010 zu Ende. Die Kampagne "Tübingen macht Blau". Wie erfolgreich sie war, wird derzeit noch bilanziert: Doch gewisse Fortschritte, so Palmer, zeichneten sich bereits deutlich ab. 5000 Menschen seien inzwischen für Öko-Strom bei den Stadtwerken eingeschrieben und auch die Zahl der Teilauto-Kunden habe sich verdoppelt. Tübingen verfüge außerdem über das 5-fache der installierten Photovoltaik-Leistung, zudem wird ein neues Wasserkraftwerk in der Stadt Horb gebaut. Es gebe also viele Bausteine, so Palmer, die vom Erfolg der Klimaschutz-Bemühungen zeugten. Im Jahr 2011 hat der Gemeinderat dann mit einem ganz anderen, nicht minder bedeutsamen Projekt zu tun: der Haushaltskonsoli-dierung. Bereits im November hatte der Gemeinderat beschlossen, in 3 Jahren 10 Prozent der laufenden Ausgaben einzusparen. Jetzt, so Palmer, geht es an die Umsetzung. Vor allem für die Mitarbeiter könnten die Einsparungen Aufwand verursachen, 60 Stellen sollen gestrichen werden. Das so gewonnene Geld soll für neue Aufgaben dasein, beispielsweise und hauptsächlich für den Ausbau der Kinderbetreuung. Schlecht sei hier nur, dass Bund und Land der Stadt eine faire Finanzierung verweigerten, so Palmer. Die Sperrung der Mühlstraße ist seit langem ein Herzensprojekt des OB. Und hier steht eine baldige Entscheidung ins Haus: er will die Bewohner Tübingens die Frage in einem Bürgerentscheid klären lassen. Aber bei all der Politik - es war ein privates Ereignis, welches das Jahr 2011 zu einem ganz besonderen für den OB gemacht hat: Die Geburt seiner Tochter.

Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch bläst zum Wahlkampfendspurt
Mittwoch, 2. Februar 2011 - 16:42 Uhr

Barbara Bosch bläst zum Wahlkampfendspurt: Die Reutlinger Oberbürgermeisterin zog im Gasthof Adler in Sickenhausen Bilanz nach acht Jahren an der Spitze des Rathauses.

Jetzt kandidiere sie, um all das, was sie auf den Weg gebracht habe, zu Ende zu bringen. Denn laut Bosch habe die Stadt im Bereich der Kinderbetreuung und der Schulen massiv investiert. Dadurch sei Reutlingen für Familien zu einem attraktiven Ort geworden, so Bosch. Auch das örtliche Arbeitsangebot habe sich unter ihrer Amtsperiode positiv entwickelt - jetzt gelte es, Firmen wie Bosch oder Manz auf lange Sicht am Standort zu halten.

Landkreise und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Rottenburg zu Besuch
Mittwoch, 2. Februar 2011 - 16:41 Uhr

Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, konnte gestern die Landräte und Oberbürgermeister aller kreisfreien Städte des Landes begrüßen. Das Thema des internen Gesprächs: der demographische Wandel und die steigenden Sozialausgaben. Ein Thema, das nur gemeinsam mit der Kirche bestritten werden könne. 28 Oberhäupter waren dem Ruf gefolgt - darunter Günther Martin Pauli, Landrat des Zollernalbkreises. Auch Ivo Gönner, der ehemalige Städtetagspräsident, hatte den Weg in das Bischofshaus gefunden.

Scheibengipfeltunnel: Bäume abgeholzt
Mittwoch, 2. Februar 2011 - 16:36 Uhr

Die Bauarbeiten für den Scheibengipfeltunnel im Landkreis Reutlingen zeichnen sich immer mehr auch im Landschaftsbild ab. In diesen Tagen sind auf der B312/313 am Ortsausgang Reutlingen in Richtung Eningen unter Achalm zahlreiche Bäume gefällt worden. Sie sollen den Weg für die neue Ortsumgehung um die Achalmstadt frei machen. Bislang sind die Bauarbeiten ohne große Proteste von Umweltschützern über die Bühne gegangen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch bis zum Jahr 2016 andauern.

30. Tübinger/Reutlinger Taekwondo-Turnier in Storlachhalle
Dienstag, 1. Februar 2011 - 16:49 Uhr

570 Sportler haben am 30. Tübinger/Reutlinger Taekwondo-Turnier in der Reutlinger Storlachhalle teilgenommen. Um einen der Pokale mit nach Hause nehmen zu können, kamen die Kampfsportler aus der ganzen Welt angereist. Besonders zahlreich waren die italienischen Taekwondo-Kämpfer vertreten. Sie stellten 100 Teilnehmer. Dennoch konnten sich die heimischen Starter gut gegen die Konkurrenz behaupten. So gingen 9 Medaillen an die Schützlinge der veranstaltenden Sportschule Creti aus Reutlingen.

Gomaringer 8-Familien Sonnenhaus bekommt Stahltank
Dienstag, 1. Februar 2011 - 16:48 Uhr

Ein 11 Meter hoher Stahltank hat gestern seinen Platz im Rohbau eines 8-Familien Sonnenhauses in Gomaringen gefunden. Ein LKW hat ihn an sein Ziel gebracht. Der Stahlbehälter reicht über 3 Stockwerke. In ihm sollen künftig 47.100 Liter Wasser Platz finden, für die Versorgung der späteren Bewohner. Erwärmt wird dieses dann überwiegend mit Hilfe von Sonnenenergie. Wird die nicht ganz verbraucht, wird sie gespeichert. Und wenn die Sonne einmal nicht so ergiebig scheint, heizen diese Reserven das CO2-neutrale Haus.

Neues Zentrum für Kindertagespflege in Reutlingen eröffnet - OB Bosch fordert mehr finanzielle Untersützung
Dienstag, 1. Februar 2011 - 15:45 Uhr

Kinder wie diese werden jetzt in den Räumen der neuen Geschäftsstelle des Reutlinger Tagesmüttervereins betreut. Das neue Zentrums in der Federnseestraße soll vor allem der Entwicklung neuer Projekte für Kinder dienen. Der Ausbau ist auf die gesteigerte Nachfrage zurückzuführen.

Doch auch die Politik setzt Reutlingen unter Zugzwang: bis 2013 sollen Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bekommen. Für mehr als jeden Dritten der Unter-Fünfjährigen müssen dann Plätze bestehen. Doch laut Oberbürgermeisterin Barbara Bosch seien die geforderten Ziele zu ehrgeizig.

Bosch als Städtetagspräsidentin war der Auffassung, dass das Land noch viel stärker in die Finanzierung der Kitas hineinsollte. Dieses Thema müsse man mit dem Land debattieren - und sollten beide Seiten nicht übereinkommen, dann werde man die Sache gerichtlich regeln.

Staatssekretär Dieter Hillebrand dagegen sieht das Land auf einem guten Weg, was die geforderte Betreuungsquote anbelangt. Laut Hillebrand trage die Landesregierung ihren Teil dazu bei, auch wenn die Kommunen das anders sehen würden:

Bei der Kleinkindbetreuung handle es sich um eine originär kommunale Aufgabe, bei der sich Bund und Land beteiligten, so der Minister. Gerade in Baden-Württemberg habe man ein sehr gutes Verhältnis zu den Kommunen. Laut Hillebrand werde man tun, was man bisher getan habe - schließlich gebe es nichts Gutes, was nicht verbessert werden könne.

Nach wie vor bauen Bosch und die Kommunen auf weitere Verhandlungen mit dem Land. Die Landesregierung hat indessen versprochen, den Kommunen stärker unter die Arme greifen zu wollen.

Eines ist jedoch sicher: Die Zahl der Kinderbetreuungszentren wie dem in der Federnseestraße wird künftig noch zunehmen.

Rottenburg plant Fachmarktzentrum auf ehemaligem DHL-Gelände
Dienstag, 1. Februar 2011 - 15:40 Uhr

Lange wurde über das ehemalige DHL-Gelände am Rande der Rottenburger Innenstadt geschwiegen - jetzt hat sich die Rottenburger Stadtverwaltung zur Zukunft des gekauften Geländes geäußert.

Laut Oberbürgermeister Stephan Neher sind sich Stadt und Regierungspräsidium einig: künftig soll das Gelände zu einem Einzelhandelszentrum werden.

Die Stadt wolle das aber nicht alles unter einem Dach realisieren, wie beispielsweise in einer Mall, so Neher. Stattdessen wünsche man sich eine Art Fachmarktzentrum, auf dem unterschiedliche Gebäude mit eigenem Eingang und gemeinsamer Parkfläche Platz finden. Rund die Hälfte des 7,5 Hektar-großen Gebiets soll dann zu einer Verkaufs- und Parkfläche werden. Der Rest des Geländes soll als Gewerbegebiet dienen.

Der Vorstand des Handels- und Gewerbevereins stimmt den Panungen zu - allerdings mit konkreten Forderungen: Rottenburg sei schlecht im Elektronikbereich aufgestellt, so Jochen Friedrich vom HGV. Gerade bei Elektrogroßgeräten gebe es kaum ein Angebot in der Stadt - es sei wünschenswert, dass sich das ändere. Auch gebe es Gespräche über einen größeren Supermarkt, der sich dort ansiedeln wolle.

Für die als zu eng und kleinparzellig geltende Rottenburger Innenstadt gibt es laut dem HGV vor allem eine potentielle Gefahr: Ein Schuhhändler, der Markenschuhe zu günstigen Preisen anbiete - das sei laut Elmar Wütz vom HGV für die Innenstadt tödlich. Dort sei man bereits sehr gut aufgestellt, habe einen guten Standort und sehr gute Beratung.

Am Ende komme es dem HGV vor allem auf eines an: den Einzelhandel der Innenstadt nicht zu gefährden, sondern zu ergänzen. Zudem müsse das DHL-Gelände mit der Innenstadt verknüpft werden - laut HGV die nächste große Herausforderung.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister besucht Tübinger Unternehmen AVAT
Dienstag, 1. Februar 2011 - 15:35 Uhr

Seit 1988 widmet sich das Tübinger Unternehmen AVAT Automation der effizienten Energieerzeugung. Jetzt ist es zu einem der weltweit führenden Unternehmen in seiner Branche geworden - ganz besonders auf dem Gebiet der Energiegewinnung durch die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung. Heute hat das Unternehmen Wirtschaftsminister Ernst Pfister eingeladen, um ihn über den aktuellen Stand der Technik zu informieren - und eigene Wünsche an die Politik zu äußern.

Biomasse sorgt für Strom und Wärme. Und wie die Mischung aus Gülle und Pflanzen besonders effizient wird, das will die Universität Hohenheim auf der Biogasanlage "Unterer Lindenhof" in Eningen herausfinden. Hinter der Technik der Forschungsanlage steckt das Tübinger Unternehmen AVAT Automation. Wirtschaftsminister Ernst Pfister fand auf seinem Besuch nur lobende Worte.

Laut dem Minister sei Baden-Württemberg mit Unternehmen wie AVAT als Energieeinsparer und Forschungseinrichtungen der Hochschulen wie auf dem "Unteren Lindenhof" in der Zukunft in der modernen Energiepolitik unschlagbar.

Pfister machte sich ein Bild über die neueste Technik. Gerade die Kraft-Wärme-Kopplung müsse einen immer höheren Stellenwert einnehmen, so der Minister. Erneuerbare Energien in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung - das erziele den optimalen Effekt. Laut dem Minister müssten Bund und Länder gerade bei der Kraft-Wärme-Kopplung noch mehr zulegen.

Mit der Atomkraft als Brückentechnologie sollen laut dem Minister bis 2050 mehr als 80 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Doch in diesem Punkt musste Heinz Hagenlocher von AVAT dem Minister widersprechen:

Die Kraft-Wärme-Kopplung gelte als Schlüsseltechnologie, mit der man das Energieproblem massiv angehen und eventuell sogar lösen könne. Weniger Sinn sah Hagenlocher in der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke.

Das Festhalten an der Atomkraft bis 2050 schaffe ein Überangebot an billigem Strom. Gleichzeitig gefährde es finanzielle Zuschüsse für Projekte, die im Bereich der erneuerbaren Energien forschten.

Verleihung des Lilly Zapf Preises
Dienstag, 1. Februar 2011 - 13:49 Uhr

Zum 10. Mal hat der Tübinger Verein Courage und der Jugendgemeinderat jetzt den Lilly Zapf Preis verliehen.
In diesem Jahr an Jens Locher, der in seinem freiwilligen sozialen Jahr einen behinderten Jungen betreute. Im Landratsamt erhielt er feierlich einen Scheck über 600 Euro.
Es sind Werte wie soziales und politisches Engagement und Integrationsarbeit von Jugendlichen, die der Preis honorieren will.Der zweite Preis in Höhe von 400 Euro ging an Schüler das Tübinger Carlo-Schmid-Gymnasiums. Sie gestalteten den den Aktionstag "Carlo gegen Rechts", bei dem durch verschiedene Workshops Wissen gegen rechte Strategien gelehrt wurde.
Der Lilly Zapf Preis trägt den Namen der Ehrenbürgerin Lilly Zapf, die sich als Erste um die Aufarbeitung der Geschichte Tübinger Juden bemüht hat.

30. Landesnarrentreffen und Faschingsumzug in Reutlingen
Sonntag, 30. Januar 2011 - 15:53 Uhr

Die sogenannte fünfte Jahreszeit hat längst begonnen. Und dass das so ist, davon konnten sich heute die Reutlingerinnen und Reutlinger ein Bild machen. Denn anläßlich des 30. Landesnarrentreffens zogen neben den Mitgliedern einheimischer Narrenzünfte Tausende Narren aus dem ganzen Land durch die Innenstadt.

Um 10 Uhr heute morgen war es soweit - gemeinsam mit dem Reutlinger Prinzenpaar hieß Finanzbürgermeister Peter Rist die Narren aus Nah und Fern im Rathaus beim sogenannten Zunftmeisterempfang willkommen und eröffnete damit das 30. Landesnarrentreffen. Ursprünglich hätte das eigentlich in Ditzingen, im Kreis Ludwigsburg, über die Bühne gehen sollen, doch dort haben massive Hochwasserschäden die Veranstalltung vereitelt. Kurzerhand waren die Sonnenbühler Karnevalsgesellschaft "d'Spitzbuaba" und der Reutlinger Männerverein in die Bresche gesprungen.

Nach dem Empfang versammelten sich die Hästräger schließlich am Gartentor - dem Domizil des Männervereins und dem Startpunkt des diesjährigen Jubiläumsumzugs. 1911, also vor genau 100 Jahren, zogen die Narren in Reutlingen erstmals durch die Innenstadt. Und seither tun sie das regelmäßig alle 2 Jahre. Lediglich während der Kriegszeiten pausierten die Karnevalisten. Wie früher sind auch heute noch die unterschiedlichsten Zünfte und Vereine mit von der Partie - in diesem Jahr 97 an der Zahl. Und die behinderten den Verkehr dieses Mal nicht in dem Maße wie sonst. Denn aufgrund einer geänderten Route mussten weniger Straßen gesperrt werden, damit die Narren sicher zu ihrem Ziel - dem Reutlinger Marktplatz - gelangten.

Gottfried Hermann bekommt Johannes-Brenz-Medaille
Sonntag, 30. Januar 2011 - 15:51 Uhr

Mit der Verleihung der silbernen Johannes-Brenz-Medaille ist der langjährige stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der Bruderhaus Diakonie Reutlingen, Gottfried Hermann, verabschiedet worden. Seit 1998 hat der heute 78-Jährige das Amt bekleidet. Für dieses Engagement verlieh die evangelische Landeskirche Hermann jetzt ihre höchste Auszeichnung. Die Mitarbeiter der Bruderhaus Diakonie bedankten sich schließlich auf ihre Weise, mit einem eigens einstudierten "Professor Hermann-Rap".

Teuerste Märklin HO Lokomotive in Tübingen
Sonntag, 30. Januar 2011 - 15:49 Uhr

Die bis dato teuerste Märklin HO Lokomotive ist jetzt im Auto- und Spielzeugmuseum Boxenstop in Tübingen zu sehen.
Der Preis des Modells betrug seinerzeit 72.000 D-Mark. Denn das Gehäuse der Lok - ein sogenanntes Krokodil - besteht aus Platin und wiegt alleine rund 480 Gramm. Gefertigt hat Märklin das Sondermodell zur Feier der Jahrtausendwende 2000 in einer Auflage im mittleren 2-stelligen Bereich, so Kurator Roland Gaugele. Im Rahmen der Sonderschau "75 Jahre Märklin HO" ist das Platin Krokodil noch bis zum 20. März im Boxenstop in Tübingen ausgestellt.

Gefahren beim Wintersport
Sonntag, 30. Januar 2011 - 14:55 Uhr

Den Winter nutzen auch in der Region bei entsprechender Schneelage viele für Wintersport. Dabei geht es entweder auf die Piste oder in die Loipe. Das Wintersportvergnügen birgt aber auch einige Gefahren für den Körper. Welche das sind und wie Sie sich vor schwerwiegenden Verletzungen schützen können - wir haben für sie nachgefragt.

Langlauf oder Abfahrt, Skier oder Snowboard - das sind die Fragen, die sich auch die Wintersportler in der Region jedes Jahr aufs Neue stellen. Dabei muss jeder für sich entscheiden, wo seine Prioritäten liegen.
Wenn man eher einen Trainingseffekt haben wolle und nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund stehe, eigneten sich Langlaufen aber auch Schneeschuhlaufen sehr gut, erklärt Professor Nikolaus Wülker, der ärztliche Direktor der Orthopädie am UKT.
Zudem sei das Langlaufen in weitaus geringerem Maße mit schweren Verletzungen verbunden als andere Wintersportarten.
Abfahrtslauf sei eine sehr gefährliche Sportart, so Wülker. Als Arzt sehe man hier Frakturen, Bandverletzungen, insbesondere am Knie, aber auch Zusammenstöße mit schwerwiegenden allgemeinen Verletzungen.
Weniger gefährlich für die unteren Extremitäten sei das Snowboarden. Hier beträfen die Verletzungen eher den Schulter- und Armbereich. Dabei ließen sich viele Blessuren von vornherein vermeiden.
Das A und O sei aus seiner Sicht, dass man Vernunft walten lasse, erklärt Wülker. Wenn eine Skipiste vereist sei, dann könne man halt nicht so schnell fahren, weil man nicht so schnell bremsen könne. Wenn es voll sei, dann fahre man langsam und vernünftig und dann würde bereits sehr viel von dem was er so zu sehen bekomme nicht passieren.
Ein regelmäßiges Fitness-Training auch in den Sommermonaten sei zudem empfehlenswert. Dafür würden sich etwa Sportarten wie Radfahren, Joggen oder Nordic Walking anbieten. Denn viele unglückliche Stürze rührten daher, dass die Menschen sich und ihre Fitness zu Beginn der Skisaison überschätzen.
Es gäbe nicht generell Dinge, wenn es nicht um wirkliche Behinderungen gehe, die einen davon abhalten müssten Ski zu fahren, auch Snowboarden könne man lernen, das sei gar nicht mal so abhängig vom Alter. Es gäb auch betagtere Snowboardfahrerinnen und Snowboardfahrer die das sehr gut machen würden und vielleicht sogar ein wenig vernünftiger und sich deswegen eher weniger verletzen würden, erzählt der Arzt.
Neben einer angepassten Fahrweise spiele auch die richtige Ausrüstung eine wichtige Rolle. Mit einem Helm und etwas Besonnenheit stehe dem Wintervergnügen somit nichts mehr im Wege.

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