RTF 1 - Reutlinger Tübinger Fernsehen
Donnerstag, der 17. Mai 2012
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Nachrichtenarchiv

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Die Woche ab 3. Oktober 2010

Protestkundgebung: Stuttgart 21-Gegner versammeln sich in Tübingen
Samstag, 9. Oktober 2010 - 16:03 Uhr

Stuttgart 21 bewegt weiterhin die Gemüter - auch in der Region. Vor allem das Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten vergangene Woche in Stuttgart sorgt für Kritik. Ein Bündnis gegen das Bahn-Großprojekt hat gestern zu einer Kundgebung auf dem Tübinger Holzmarkt aufgerufen.

Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Mit viel Kreativität prangerten die Demonstranten den Polizeieinsatz vom vergangenen Donnerstag an, machten aber auch ihrem Ärger über das Großprojekt Stuttgart 21 Luft. So mancher outete sich auch als Berufsdemonstrant, andere vertrauten auf eine Population geschützter Insekten im Hauptbahnhof. Selbst Projektbefürworter hatten sich unter die mehr als 400 Demonstranten gemischt, blieben aber in der Minderheit. In der Kritik nach wie vor die Kosten des Projekts. "Wir haben ein großes Problem, dass der Staatshaushalt eh verschuldet ist", sagte Martin Gross von der Gewerkschaft ver.di. "Hier in der Region wird in den Kindergärten die Vorbereitungszeit gestrichen; in der Uniklinik werden notwendige Investitionen nicht gemacht, und deswegen muss so ein Milliardenprojekt vernünftig geplant werden.'

Die Polizei konnte sich gestern entspannt zurück lehnen. Am vergangenen Donnerstag in Stuttgart war das anders. Der Polizeieinsatz stand in der Kritik der Demonstranten. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Heike Hänsel forderte einen Untersuchungsausschuss im Bundestag. Als "brutalen Polizeieinsatz“ kritisierte auch der Tübinger Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann das Vorgehen der Stuttgarter Beamten. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass diejenigen, die den Befehl gegeben haben, zur Rechenschaft gezogen werden müssen", sagte Hermann. "Wenn man mit einem Wasserstrahl mit so hohem Druck auf einen Kopf schießt, dann ist vollkommen klar, dass man billigend in Kauf nimmt, dass man jemandem das Auge verletzt oder ihn gar blind schießt.'

Der Vorstoß der Landesregierung, Heiner Geißler zum Schlichter zu berufen, stößt bei den Projektgegnern auf ein positives Echo. Allerdings solle die Friedenspflicht eingehalten werden. "Wenn Bahnchef Grube und Ministerpräsident Mappus sagen: Neenee, den Baustopp gibt es nicht, dann ziehen diese Herren dem Schlichter den Teppich unter den Boden weg", sagte Hermann.

Stuttgart 21 spaltet weiter die Bevölkerung - auch in der Region. Viel Lärm und Getöse wird es daher wohl auch in Zukunft geben - in Tübingen und auch anderswo.

18 Clubs und Kneipen machen in Tübingen die Nacht zum Tage
Samstag, 9. Oktober 2010 - 15:57 Uhr

Feiern bis tief in die Nacht - das war gestern Abend in Tübingen geboten. 18 Clubs und Kneipen - über die ganze Stadt verteilt - luden zur Partynacht ein. "Wir machen die Tübinger Nacht zum Tage“ - so das Motto der Aktion. Veranstalter waren die Betreiber der jeweiligen Lokale. Ihr Ziel war es, die Tübinger Szene in ihrer gesamten Bandbreite zu präsentieren. So waren ausschließlich Tübinger Bands und fast nur Tübinger Djs im Einsatz. Mit einem Einlassbändel konnten die Partygänger überall rein. Shuttlebusse verbanden die Innenstadt mit den Clubs in den Außenbezirken.

Berufliche Schule Rottenburg feiert 100jähriges Bestehen
Samstag, 9. Oktober 2010 - 15:57 Uhr

Auch wenn sie von außen noch nicht so aussieht: Die Berufliche Schule Rottenburg ist 100 Jahre alt - und das wurde gestern Abend mit einem Festakt gefeiert. Aus diesem Anlass war auch die baden-württembergische Kultusministerin Marion Schick gekommen. Die Berufliche Schule Rottenburg wurde 1910 in der Zehntscheuer als Gewerbeschule gegründet. 1959 zog sie in den heutigen Neubau um. Heute können hier Schüler den Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur und Fachhochschulreife erwerben. Außerdem kann man sich zum Industriemechaniker ausbilden lassen.

Mehr als 200 Handwerker erhalten Gesellenbrief
Samstag, 9. Oktober 2010 - 15:56 Uhr

Die Kreishandwerkerschaft Tübingen hat gestern Abend zur traditionellen Lossprechungsfeier in die Mehrzweckhalle Ofterdingen eingeladen. 34 Junghandwerkerinnen und 172 Junghandwerker aus 27 Handwerksberufen erhielten ihren Gesellenbrief und hatten damit die Ausbildung abgeschlossen. Neben den Zeugnissen gab es auch Ehrungen für die besten Junghandwerker und für die Sieger beim Praktischen Leistungswettbewerb. Reisegutscheine erhielten diejenigen, die bei den Gesellenprüfungen in ihrem Gewerk am besten abgeschnitten hatten.

Krebspest im Landkreis Reutlingen
Samstag, 9. Oktober 2010 - 15:55 Uhr

Im Landkreis Reutlingen ist die Krebspest ausgebrochen. Für Menschen ist die Pilzerkrankung ungefährlich. In einem infizierten Bach- oder Flussabschnitt sterben allerdings alle Flusskrebse. Die Krebspest wurde von amerikanischen Flusskrebsen eingeschleppt, die selbst gegen die Krankheit immun sind.

Zugbesprüher im Zollernalbkreis
Samstag, 9. Oktober 2010 - 15:55 Uhr

Vier Züge der Hohenzollerischen Landesbahn wurden großflächig besprüht. Die Motive sowie die Wörter. Angst, Love und CIA wurden am Freitagmorgen entdeckt. Der Sachschaden wird auf mehre Tausend Euro geschätzt. Hinweise nimmt die Hechinger Polizei unter der Nummer 07471/98800 entgegen.

Aktionstag in der Handwerkskammer Reutlingen
Freitag, 8. Oktober 2010 - 18:04 Uhr

50 junge Frauen sind heute zum Aktionstag "Wir sind stark" in die Handwerkskammer Reutlingen gekommen. Die Veranstaltung richtete sich an weibliche Auszubildende in den gewerblich-technischen oder handwerklichen Berufen mit geringem Frauenanteil. Denn auch heute noch gebe es zu wenig weibliche Auszubildende und Fachkräfte in den Bereichen, die als "typisch männlich" gelten, so die Veranstalter. Die Gründe hierfür sind vielfältig.
Nicole Reiber, Azubi zur Bäckerin, erzählte, es sei schwer. Sie seien nur drei Mädchen in der Klasse. Zu Anfang seien es fünf gewesen;den anderen zwei sei aber gekündigt worden, weil sie Mädchen seien und deshalb die Leistungen nicht erbracht hätten.

Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei teilweise immer noch ein Problem, sagte Anja Hail, Ausbildungsmeisterin für technisch-gewerbliche Berufe bei Magora in Bad Urach. Gedanken hätten sich die Firmen schon genügend gemacht, fand sie. Nur sei es oft eine Frage der Umsetzung. Sie beispielsweise komme aus einem mittelständischen Industriebetrieb und da sei die Flexibillisierung noch nicht soweit fortgeschritten, dass man Teilzeitarbeiten anbieten könne. Damit Frauen in Führungspositionen auch in technischen Berufen richtig Fuß fassen könnten.
Ihrer Meinung nach könnte das durchaus ein Grund für die Mädchen sein, sich gegen so einen Beruf zu entscheiden.

Von 8 Uhr 30 bis 17 Uhr konnten die Teilnehmerinnen Erfahrungen austauschen und sich umfassend über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten beraten lassen.
Bei der Podiumsdiskussion "Wir zeigen, wer, was und wie wir sind", gaben Unternehmerinnen und Führungskräfte aus Handwerk und Industrie einen Einblick in den Beruf und die gemachten Erfahrungen.
Dabei zeigte sich, dass Mädchen durchaus fähig sind, sich in den "typisch männlichen" Berufen zu behaupten.
Frau Hail sagte, sie hätten mit weiblichen Auszubildenden im technischen Beruf als Industriemechanikerin sehr gute Erfahrungen gemacht.Deshalb gäbe es bestimmt keine Benachteiligung für Bewerberinnen, sondern eher einen gewissen Support.

Der Aktionstag soll junge Frauen in der Ausbildung zu technisch-gewerblichen und handwerklichen Berufen unterstützen. Denn in einem Beruf, der hauptsächlich von Männern bekleidet werde, müssten sie sich täglich beweisen, so die Ausbildungsberaterin der HWK Reutlingen Sabine Pfingsttag.

Erste Stromtankstelle im Reutlingen Parkhaus
Freitag, 8. Oktober 2010 - 15:55 Uhr

In Reutlingen gibt es jetzt die erste öffentliche Stromtankstelle. Die Südpark Parkhaus Sevice GmbH und die FairEnergie haben sie gestern im Parkhaus am Bahnhof in Betrieb genommen. Bezahlt wird übrigens per Parkkarte.
In die Tankstelle könne der Kunde seinen Parkschein einstecken, den er an der Einfahrt gezogen hat. Die Tankstelle würde freigeschalten werden, und wenn er nachher käme und am Kassenautomat bezahlen würde, bezalhe er sowohl das Parken als auch das Stromtanken, Jürgen Brixner von der Firma Südpark. Der Strom kommt zu 100 Prozent von den Wasserkraftwerken der Echaz. Also vollkommen ohne CO2. Elektroautos, die hier tanken können, sind auch schon im Einsatz. Derartige Elektroflitzer, seien nicht nur umweltfreundlich, sondern hätten darüber hinaus auch andere Vorteile. Davon zeigten sich Vertreter aus dem Autohandel überzeugt. Man habe zwar die hohen Anschaffungskosten die gleich sind wie bei einem PKW. Im Vergleich zu einem herkömmlichen PKW vielleihct sogar etwas höher. Aber dadurch dass man keine Tankkosten habe oder Sevice Inspektionskosten in dem Maße sei das Fahrzeug absolut günstiger, so Jennifer Saier. Da in nächster Zeit immer mehr Elektroautos unterwegs sein werden, müsse man auch Plätze zum nachtanken schaffen, so die Südpark GmbH. Eine mögliche Erweiterung der Zapfstellen ist deshalb bereits einkalkuliert worden. Diese Fahrzeuge können dann ebenso ihren Strombedarf an den Spezial-Tankstellen decken.

25. Fuhrmannstag
Freitag, 8. Oktober 2010 - 15:46 Uhr

Am Sonntag lädt der Reit- und Fahrverein Pliezhausen zum 25. Fuhrmannstag ein. Bei der Traditionsveranstaltung stellen Pferde und Fuhrmänner ihr Können unter anderem beim Wettpflügen oder Ackerwagen-Geschicklichkeitsfahren unter Beweis. Das besondere Highlight in diesem Jahr ist die baden-württembergische Meisterschaft im Holzrücken. Der Startschuss für die verschiedenen Wettbewerbe fällt um 9 Uhr 30. Gegen 17 Uhr beginnt die Siegerehrung und die große Pferdeparade. Der Fuhrmannstag am zweiten Sonntag im Oktober hat für große und kleine Pferdefeunde etwas zu bieten. So lockte das Perdefest im letzten Jahr über tausend besucher zu sich.

Albsinth - Ein Absinth von der Schwäbischen Alb
Freitag, 8. Oktober 2010 - 15:44 Uhr

In den kommenden Tagen werden die ersten Flaschen Albsinth abgefüllt. Initiator, und Brennmeister Gunter Hahn stellt den Absinth speziell aus Kräutern der Schwäbischen Alb her.
Er verwendet insbesondere Wermut, der hier in großer Zahl wild wächst.
Die schwäbische Alb sei schon rein klimatisch und vom Boden her prädesziniert für Kräuter und hohe Konzentrationen an Inhaltsstoffen. Außerdem gäbe es hier relativ kühle Nächte und dies würde einen Abbau der am Tag in der Sonne produzierten Aromastoffe. So sei das Aromenspektrum sehr reichhaltig, sagte Roman Lenz von der Hochschule Nürtingen.
Der Auslöser für die Neu-Poduktion war, dass die Festschrift "1100 Jahre Dapfen" erwähnt hatte, dass es Kräuterhändler auf der schwäbischen Alb gab. Besonders Wermut war ein Thema, und so auch die Alkoholherstellung daraus - der Absinth. Lange Zeit war die Herstellung des Getränks wegen der angeblich verheerenden Wirkungen auf das Nervensystem verboten, so auch bis 1998 in Deutschland.
Das große Problem sei gewesen, dass die Leute in der Zeit in der Absinth verboten wurde den Vor- und Nachlauf getrunken haben. Es wäre in der Zwischenzeit bewießen , dass in den Absinthe aus dem 18 und 19 Jahundert viele Fuselöle und Blausäure enthalten waren. Dies läge daran dass früher beim destillieren nicht sauber absorbiert und abgetrennt worden wäre, so Brennermeister Gunter Hahn.
Getrunken wird Absinth immer verdünnt. Dazu sind verschiedene Methoden bekannt, bei denen das Getränk auf Trinkstärke herabgesetzt wird. Oft mit Eiswasser, und, wer es wünscht, mit etwas Zucker.

Regionalsaft "Ebbes Guad's"- Streuobstabgabe
Donnerstag, 7. Oktober 2010 - 15:15 Uhr

Lieferanten von Streuobst können auch dieses Jahr wieder gegen Anmeldung ihr Obst bei den Sammelstellen für den Regionalsaft "Ebbes Guad's" abgeben. In Eningen ist das noch am 12. Oktober von 17 bis 18 Uhr möglich.

Sie bekommen für ihre Abgaben einen Zuschlag von 3 Euro auf den Normalpreis von 10 Euro je 100 Kilo. So soll der Erhalt der Streuobstwiesen gesichert werden.
Das Obst wird gepresst und dann zu Saft verarbeitet.

Da für Streuobst weitgehend keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, gelten die Produkte als qualitativ besonders hochwertig.

IHK - Konjunkturumfrage
Mittwoch, 6. Oktober 2010 - 17:09 Uhr

Es geht weiter bergauf. Das geht aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage hervor. Der anhaltende Aufwärtstrend lässt die Wirtschaftsunternehmen in der Region Neckar-Alb zuversichtlich in die Zukunft blicken. Nicht einmal 10 Prozent der Gesamtwirtschaft befürchten wieder eine Verschlechterung.

Die Wirtschaft in der Region hat sich von der weltweiten Krise erholt. Das vermitteln die Zahlen der IHK Konjunkturumfrage bei rund 400 heimischen Unternehmen aus allen Branchenbereichen. Doch nicht nur die aktuelle Geschäftslage zeigt sich positiv.
Christian O. Erbe der Präsident der IHK Reutlingen sagt, dass wenn sie die Umfrageergebnisse anschauen, diese zeigen, dass die meisten Unternehmen glauben, dass sich dieser Aufwärtstrend weiter fortsetzen würde. So würden sie mit Optimismus in die Zukunft blicken.

Dieser Optimismus scheint begründet. Denn die Umfrage zeigt auch: die Wirtschaft ist schon fast wieder auf Ihrem Vorkrisenstand angelangt.
Dr. Markus Nawroth der Konjunkturexperte der IHK Reutlingen
meint, dass das Herzstück ihrer Konjunkturumfrage der sogenennte Klimaindex sei.Der läge dieses Mal bei 133 und damit nur noch 7 Punkte entfernt von dem Höchstwert, den sie im Herbst 2007 erreicht hatten.

Der Aufschwung zieht sich durch alle Branchen. Gerade die besonders schwer getroffenen Industriezweige, namentlich Autozulieferer und Maschinenbauunternehmen, profitierten jetzt überproportional von der konjunkturellen Belebung. Dennoch gäbe es Branchen, die noch immer ein wenig schlechter gestellt wären als andere.

Sie hätten traditionell eine Schwierigkeit gehabt, durch den Einbruch beim Geschäftsreisetourismus, bei der Vorsicht in der Bevölkerung im klassischen Tourismus und natürlich im Baugewerbe. Wobei im Baugewerbe gesagt werden müsse,dass 2 Konjunkturprogramme aufgelegt wurden, die jetzt ihre Früchte tragen würden, die ein wertvoller Impuls für die Bauindurstrie waren, so Markus Nawroth.

Auch der Rückgang der Arbeitslosenzahlen seien ein Indiz und ein Faktor für den positiven Trend. Denn wieder eingestelltes Fachpersonal müsse nicht erst geschult werden. Das beuge momentan noch einem ernstzunehmenden Problem vor: dem drohenden Fachkräftemangel.

Das würde tatsächlich die nächste Krise werden. Das sei abzusehen und entsprechend müssten sie sich aufstellen und sehen, wie sie diesem Fachkräftemangel vorbeugen könnten, so Christian O. Erbe.

Bereits jetzt ist die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss in der Region bei mehr als fünf Prozent. Um das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Technik und Naturwissenschaften so früh wie möglich zu fördern, hat die IHK Initiativen wie das "Haus der kleinen Forscher" ins Leben gerufen. Denn nur die interessierten Kinder von heute würden zu den guten Azubis von Morgen.

Inbetriebnahme des ersten swt mini-BHKWs Pfrondorf
Mittwoch, 6. Oktober 2010 - 16:48 Uhr

Die Grundschule in Pfrondorf heizt jetzt mit einem öko-logischen Grundlast-Mini Blockheizkraftwerk, kurz BHKW.
Tübingens Baubürgermeister Cord Soehlke und die Stadtwerke haben gestern die neue Heinzungsanlage in Betrieb genommen.
Die Umrüstung war nötig geworden, da das Gebäude mit einer alten, sanierungsbedüftigen Heizungsanlage versorgt wurde.

Wilfried Kannenberg der swt-Geschäftsführer für Technik sagte, dass sie natürlich ihren Zielen und auch den Zielen der Stadt entsprechend, möglichst energieeffizient Strom und Wärme erzeugen wollen. Und das würde ihnen mit dieser Anlage natürlich bestens gelingen. Damit würden sie ihr Ziel der ökologischen Orientierung erreichen. Nicht nur Ökonomische Fragen für die Stadtwerke seien wichtig, sondern auch ökologische Fragen und dies sei ein Baustein dazu, den sie auch weiter ausbauen wollen.

Das neue BHKW versogt nun die Schule und die anliegende Schönbuchhalle gleichzeitig mit Strom und Wärme.
Mit der Anlage sparen die Stadtwerke etwa ein Fünftel des bisherigen Verbrauchs ein.

Das würden sie einmal machen, indem sie die Gebäude dämmen würden. Das das Gebäude selbst also weniger Energie benötige, und andererseits die Energie hoch effizient genutzt werden würde, also gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt werden könne. Es sei nicht so effizient nur Strom zu erzeugen und die Wärme abzuleiten oder Wärme zu erzeugen und keinen Strom. Hier würden sie versuchen, die effizienteste Nutzung des Energierträgers Gas zu nutzen, so Wilfried Kannenberg.

Das Modell in der Grundschule soll als Vorbild dienen. Die Stadtwerke Tübingen wollen jetzt noch mehr Gebäude überprüfen, um dort ebenfalls BHKWs einzubauen. Um nicht nur Wärme und Strom zu erzuegen, sondern auch gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Spatenstich an der Jugendherberge in Bad Urach
Mittwoch, 6. Oktober 2010 - 16:23 Uhr

Die Modernisierung der Jugendherberge in Bad Urach hat gestern mit dem Spatenstich begonnen. Das Gebäude ist bereits 50 Jahre alt und dadurch nicht mehr zeitgemäß.

Es wären kaum Modernisierungen vorgenommen worden. Die Küche wäre neu errichtet worden, aber die Technik, die Hardware sozusagen, die ganzen Leitungen, die Räumlichkeiten, die Sanitäranlagen und die ganze Fassadedämmung seien natürlich nachhaltig zu verbessern, so Karl Rosner der Geschäftsführer des DJH-Landesverband Baden-Württemberg

Die Lage inmitten des Biosphärengebiets und die Erfolge der vergangenen Jahre führten zu einer schnellen und unkomplizierten Baugenehmigung durch den Stadtrat. Die Betreiber streben durch den Umbau die Zertifizierung zur Umwelt-Jugendherberge an.


Rosner meinte, dass alle Zimmer ein Waschbecken und überwiegend die meisten Zimmer eine Dusche und ein WC erhalten würden. Mehr Betten würden geschaffen werden. Anstatt 123 jetzt 134 Zimmer. Dann würde das Haus gänzlich Barierefrei erbaut werden. Ein Aufzug erschließe sozusagen die Stockwerke. Sie würden extra ein Behindertenzimmer einrichten. Außerdem würden Sie das Haus auch energetisch sanieren.

Die Herberge finanziert die Baukostenosten in Höhe von 1,8 Milionen Euro selbst. Der Geschäftsfüher hofft jedoch trotzdem auf Sponsoren oder weitere Geldgeber. Anfang Oktober des nächsten Jahres soll die Einweihung gefeiert werden.


Mittwoch, 6. Oktober 2010 - 16:19 Uhr

Den Contra- Stuttgart 21- Button haben sich jetzt auch die Tübinger an die Brust geheftet.
Beim Schwabenstreich trafen sich gestern Abend erneut zahlreiche Tübinger Bürger auf der Neckarbrücke.
Sie taten ihren Unmut über das Projekt und über den Polizeieinsatz lautstark kund.
Denn miit Trillerpfeiffen, Topfdeckeln und Vuvuzelas wurde ab 19 Uhr gehörig Krach gemacht. Um dann Punkt 19.01 Uhr wieder planmäßig zu verstummen.Tübingen reiht sich ein, in eine lange Liste von Städten, die über den Schwabenstreich ihre Solidarität mit den Stuttgart 21-Gegnern zeigt.

"Komasaufen" bei Jugendlichen
Dienstag, 5. Oktober 2010 - 15:06 Uhr

66 jugendliche Mitglieder der AOK-Neckar-Alb mussten im ersten Halbjahr 2010 nach übermäßigem Alkoholgenuss in einer Klinik behandelt werden. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 40.000 Euro. Nicht zuletzt deswegen seien Maßnahmen zur Suchtprävention unerlässlich, so die AOK. Noch während eines Krankenhausaufenthaltes versuche die Kasse die betroffenen Jugendlichen mithilfe eines Suchtbeauftragten über die möglichen Folgen des Alkoholmissbrauchs zu informieren.
Insgesamt entstehen in Deutschland jedes Jahr volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 27 Millionen Euro infolge von Alkoholsucht.

Für mehr Miteinander - Reutlingens OB Barbara Bosch beim "Tag der offenen Moschee"
Montag, 4. Oktober 2010 - 17:01 Uhr

Der Islam ist mittlerweile - wie Christentum und Judentum - ein Teil Deutschlands - so Bundespräsident Christian Wullff gestern in seiner Rede zum "Tag der "Deutschen Einheit"'. An diesem Tag hatten in der ganzen Bundesrepublik auch die Moscheen zu ihrem "Tag der offenen Tür" geöffnet. So auch in Reutlingen.

Mehrere hundert Moscheen und rund 600 000 Muslime - die meisten davon mit Migrationshintergrund - gibt es mittlerweile im Land. Und alljährlich gibt es auch den "Tag der Offenen Mosche.“ Der wurde ganz bewusst auf den Feiertag der Deutschen gelegt. Muslime wollen damit als fester Teil der deutschen Gesellschaft auf sich aufmerksam machen. Besucher sollen Ängste, Vorbehalte und Vorurteile abbauen können. Und diesen interreligiösen-kulturellen Dialog will auch Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Denn nicht nur in Reutlingen hält man einen gegenseitigen Austausch für das Gebot der Stunde.

Muslime, so Bosch, gehörten nicht nur in Reutlingen mittlerweile bereits in der 3. Generation zu den Bürgern. Und wenn man das Wort Integration und "Miteinander Leben" ernst meine, dann müsse man sich öffnen und dann müsse man die anderen teilhaben lassen, an dem was man mitbringt. Erst so werde das Miteinander in der deutschen Kultur möglich.

Wie dieses Miteinander von Deutschen, Muslimen und Migranten gestaltet werden soll - als Nebeineinander oder innerhalb einer deutschen Leitkultur - darüber hat es nicht nur durch die Sarrazin-Debatte um Parallelgesellschaften gerade heftige Diskussionen gegeben. In Reutlingen wähnt man sich hierbei auf einem guten Weg.

Man habe keine Ghettis, so Bosch. Aber es gebe noch Punkte, auf died man achtgeben müsse. Beispielsweise bei der ungleichmäßigen Verteilung ausländischer Kinder an Schulen. Mehr Nachdruck müsse auch auf frühen Sprachunterricht gelegt werden. Beispielsweise in den Kindergärten. Hier müsse noch mehr vom Land kommen.

Mehr Bildung für islamische Migranten sieht man auch in Reutlingen als das Gebot der Stunde. Eine aktuelle Umfrage sagt: Rund 80 Prozent der Deutschen empfinden das Miteinander mit zugewanderten Kulturen aber als bereichernd.

Tag der offenen NaTür
Montag, 4. Oktober 2010 - 16:53 Uhr

Am vergangenen Sonntag haben der Naturpark Schönbuch und der Landkreis Tübingen zum ersten "Tag der offenen NaTür" eingeladen. Der Natur-Erlebnistag lockte zahlreiche Besucher auf das Klostergelände Bebenhausen. Denn gerade jetzt im Herbst besitzt die historische Anlage eine besondere Atmosphäre. Viele engagierte Helfer und Sponsoren ermöglichten, dass dieser Tag für jeden kostenfrei zu besuchen war. "Natur zum Anfassen" so lautete ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Mit verschiedenen Spielen erforschten die Kinder die Umgebung. Nicht nur kleine Besucher sollten die komplexen Zusammenhänge des Ökosystems Wald kennen lernen:
Mathias Algäuer sagte, dass es in Zeiten in denen unsere Kinder mehr Automarken und Computerspiele kennen würden als Baumarten sei es ihnen wichtig dieser Wissenserrosion entegenzuwirken und auf die vielfältige Verzahnung der Landschaft vor unserer Haustür hinzuweisen. Das Wissen über die Natur und die Vorgänge in der Natur würden heutzutage einfach nicht mehr so zwischen den Genertionen weitergegeben werden, wie es früher einmal war.

Wie es früher einmal war, das konnten Besucher gestern beispielsweise auf einem Naturparcours über den Klosterhof erfahren. Der Tag der offenen Tür ist eine Gemeinschafts-aktion mit dem Land und dem Landkreis zum Naturschutz. Parkbotschafter informierten deshalb nicht nur über Pflanzen und Bäume:
Es sei ihnen auch wichtig die Verbindung der Kulturgeschichte und die Landschaft vor der Tür aufzuzeigen. Bei einem Spaziergang durch den Schönbuch lasse sich Spannendes erkennen, wenn man nur die Augen dabei aufhalte, so Mathias Algäuer.
Beispielsweise nach seltenen Kräutern und dem richtigen Umgang mit ihnen. Aber nicht nur Kräuter können bekannterweise verzehrt werden. Die Besucher hatten gestern auch die Möglichkeit sich mit anderen regionalen Köstlichkeiten zu stärken.

Apfelfest in Mössingen
Montag, 4. Oktober 2010 - 16:37 Uhr

In Mössingen hat sich am Sonntag alles rund um den Apfel gedreht.
Begleitet von mehreren Paukenschlägen eröffnete der frisch gebackene Mössinger Oberbürgermeister Michael Bulander das Apfelfest auf dem Pausenhof der Friedrich-List-Realschule.
Die Veranstalter gaben einen kleinen Einblick in die Vielfalt der heimischen Apfelprodukte.
Doch die Besucher mussten sich nicht mit dem Ansehen begnügen, sie durften auch verkosten, was das runde Obst alles zu bieten hat.
Und auch die Kleinen konnten sich bei der Apfelsaftherstellung davon überzeugen, dass Gesundes durchaus Spaß machen kann.

14. Alb-Gold Trophy
Montag, 4. Oktober 2010 - 16:34 Uhr

In Trochtelfingen ist gestern der Startschuss zur 14. Alb-Gold Trophy gefallen. Der Marathonklassiker auf der Schwäbischen Alb war mit 1400 Startern ausgebucht. Dabei war das Rennen auch das Finale der German-Bike-Masters Rennserie. Gemeinsam mit den Radprofis auf die Strecke zu gehen, stellt für viele Einsteiger und Juniorensportler einen besonderen Reiz dar. Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten 200 Helfer der ausrichtenden Vereine. Somit konnten sich die Sportler allein auf ihren Wettkampf konzentrieren.

6. Abend der Tübinger Wirtschaft
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 17:01 Uhr

Der 6. Abend der Tübinger Wirtschaft wurde dieses Jahr in den Räumlichkeiten der Walter AG begangen.
Die Veranstaltungen wird alljährlich vom Verein Tübinger Wirtschaft, einer Vereinigung aus Unternehmenern und Selbständigen der Neckarstadt ausgerichtet. Die Ziele des Zusammenschlusses: Wirtschaftsförderung, die Vertretung der Mitgliederinteressen in der Kommunalpolitik und die Möglichkeit zum stetigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch untereinander.
Diesem dient schließlich auch der Abend der Tübinger Wirtschaft. Ein Stehempfang mit musikalischer Untermahlung zu Beginn der Veranstaltung bot den Gästen die Gelegenheit, schon einmal miteinander ins Gespräch zu kommen.
Anschließend stellte sich das größte Tübinger Unternehmen - die Walter AG - in einem kurzen Vortrag dem Publikum vor.
Das Prinzip der abwechselnden Gastgeber ermöglicht es jedem Mitglied, die eigene Arbeit im Rahmen der Vereinstreffen darzustellen.

Robert-Bosch-Zentrum für Leistungselektronik geht am Montag in Betrieb
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 16:49 Uhr

Mit Beginn des Wintersemesters an der Hochschule Reutlingen am Montag nimmt auch das neu entstandene Robert-Bosch-Zentrum für Leistungselektronik seine Arbeit auf. Der neue Masterstudiengang wurde von der Hochschule
in Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch GmbH ins Leben gerufen. Er soll zukünftig dafür sorgen, dass für das große Reutlinger Halbleiterwerk des Automobilzulieferers, wie auch für andere Unternehmen, genügend fähige Elektronik-Ingenieure zur Verfügung stehen.
15 Studenten werden pro Semester aufgenommen. Sie können - nach einem mindestens mit der Note 2,5 abgeschlossenen Bachelorstudium - ihren Master machen.
Die Firma Bosch, die Hochschule Reutlingen und das Land wollen das Projekt über die nächsten 10 Jahre mit mehr als 25 Millionen Euro unterstützen.

Schlachtfest und Gewerbeschau in Bad Urach
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 13:21 Uhr

Der Fassanstich zur Eröffnung des 23. Schlachtfestes des TSV Wittlingen mit Gewerbeschau hat Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann gestern vor ungeahnte Schwierigkeiten gestellt. Nach 4 Schlägen schien der Zapfhahn fest zu sitzen, doch das Bier sprudelte lediglich aus anderen Öffnungen des Faßes. 4 weitere Schläge waren schließlich nötig, bevor Rebmann zum ersten Mal den vollen Krug erheben und das Fest damit eröffnen konnte.

Viele Tausende auf dem Tübinger Regionalmarkt
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 13:20 Uhr

Schon zum 13. Mal verteilten sich gestern die Stände des Tübinger Regionalmarktes in den Gassen der Universitätsstadt. Unter dem Motto "Regional ist genial" boten dort 100 Aussteller ihre Waren an. Nur was in der Region Neckar-Alb produziert wird, darf auf dem Regionalmarkt verkauft werden. Besonders bunt war das Angebot an kulinarischen Spezialitäten. Diese konnten sogar direkt vor Ort verkostet werden. Kunsthandwerkliches, wie Zeichnungen und handgefertigter Schmuck, rundete das Angebot in Tübingen ab.

Verkehrsbehinderungen in Reutlingen möglich
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 13:19 Uhr

Zu starken Verkehrsbehinderungen könnte derzeit die Vollsperrung des Alfred-Schradin-Wegs in Reutlingen führen. Im Zuge der neuen Ortsumgehung um Reutlingen für den Scheibengipfeltunnel wird der Weg verlegt. Die Vollsperrung soll bis zum 12. November andauern. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

UNi Tübingen weltweit auf Platz 122
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 13:18 Uhr

In der kürzlich veröffentlichten Hochschulrangliste "Taiwan-Ranking" nimmt die Universität Tübingen weltweit den 122. Platz ein. Somit ist sie die sechstbeste deutsche Universität. Den ersten Platz für Deutschland belegt die LMU München. Berücksichtigt wird bei der Wertung vor allem die Zahl der Publikationen und der meistzitierten Forschungsarbeiten.

20 Jahre Deutsche Einheit - Was bekannte Menschen aus der Region denken
Sonntag, 3. Oktober 2010 - 13:09 Uhr

Heute vor genau 20 Jahren ist die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten - und hat damit die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten perfekt gemacht. Deshalb wird heute im ganzen Land der "Tag der Deutschen Einheit“ gefeiert. Voraussetzung dafür war aber ein anderes Datum: Am 9. November 1989 fiel nach anhaltenden Protesten von DDR-Bürgern in Berlin die Mauer. Anlässlich des 20.Jahrestages der "Deutschen Einheit“ wollten wir von bekannten Personen aus unserer Region wissen, wie sie sich an diesen Tag erinnern und wie sie Wiedervereinigung und Deutsche Einheit heute sehen.

Menschen am Brandenburger Tor in Berlin, im Oktober 2010. Nichts weist mehr darauf hin, dass hier noch vor 21 Jahren eine Grenze verlief, die die Deutschen in West und Ost teilte. So sah es hier damals aus: Stacheldraht, Selbstschussanlagen, Mauer und Todesstreifen durchschnitten Berlin, das Land und die Nation. Doch die Mauer, die die SED 1961 gegen Hundertausende von Ausreisenden, hatte errichten lassen, fiel am November 1989 - als der SED-Staat nach immer stärkeren Bürgerprotesten für Demokratie und Freiheit nach 40 Jahren die Grenze öffnete. Momente, live im TV übertragen, an den sich auch in unserer Region viele noch heute ganz genau erinnern.

Die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch war erkrankt. Und als sie aufwachte und Bilder von Menschen auf der Mauer sah, dachte sie nach eigenen Angaben erst daran, dass ein Kinofilm gezeigt würde. Und auch der Reuitlinger Landrat Thomas Reumann hat erst ungläubig due Nachrichten verfolgt. Erst allmählich, so Barbara Bosch habe ihr gedämmert, dass es sich bei den Bildern um aktuelle Berichterstattung handelte. Sie ist damals "wie elektrisiert" vor dem TV gesessen. Und so blieb dies auch die ganze Nacht. Eine Nacht vor dem Fernsehen verbrachte auch die Tübinger-Hechinger CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz, damals noch Studentin. Sie saß im Auto und hörte Radio, als sie die Nachricht vom Fall der Mauer erreichte und ist in Windeseile in ihre Studentenbude geeilt. An seinen Sinnen zweifelte auch der heutige Landrat von Tübingen, Joachim Walter, der sich daran erinnert, Angst vor eventuell anstehenden gewaltsamen Auseinandersetzungen gehabt zu haben.

Der Prozess, der schließlich zur friedlichen Einheit führte, hatte bereits rund ein Jahr früher begonnen. UNd Pauli hatte sich als Jura-Student bereits vorher ausgiebig mit anderen Studenten über verfassungsrechtliche Auswirkungen ausgetauscht - für den Fall, dass die Einheit käme.

Auch der Metzinger OB Ulrich Fiedler - damals Schüler der 11. Klasse - erinnert sich gut an den Prozess des Zerfalls des Sozialismus, der bereits vorher begann. Als erst die Ungarn die Grenze zu Österreich öffneten. Und an Hans-Dietrich Genschers umjubelte Worte in der Prager Botschaft, die die Ausreise vieler DDR-Bürger ermöglichten.

Andere waren zum Zeitpunkt des Mauerfalls schon etwas älter - und hatten bei dem Prozess der zum Mauerfall führte - die Rolle der reinen Zuschauer hinter sich gelassen. Der Tübinger Landrat Joachim Walter war damals Rechtsreferendar am Landgericht Freiburg und hatte zum Zeitpunkt des Mauerfalls bereits Kontakt mit DDR-Oppositionsgruppen, zu denen er und andere Kopierer und Faxgeräte transferierten.

Viel hat sich seither in Deutschland und Berlin verändert. Nicht nur am Reichstag, in den das deutsche Parlament zurückkehrte -, auch für die Menschen. Trotz Soldaritätszuschlag im Westen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Osten: Über 80 Prozent der Deutschen in Ost und West sehen die deutsche Einheit einer aktuellen Umfrage zu Folge mittlerweile positiv. So auch in unserer Region.

Für Barbara Bosch ist einer der wichtigsten Aspekte, dass die berechtigte Angst vor einem Atomkrieg und der Zerstörung des Planeten jetzt der Vergangenheit angehören. Auch Joachim Walter sieht den Vereinigungsprozess positiv. Er erinnert sich, dass durch die flüchtenden DDR-Bürger eine Abstimmung mit den Füßen stattgefunden habe und dass der Prozess der Vereinigung so abgelaufen sei, wie es eben den historischen Umständen entsprechend nur möglich war. Günther Martin Pauli mahnt, es dürfe auch heute nicht vergessen werden, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich seien. Dies lehre der Prozess, der zur Deutschen Einheit führte, immer wieder aufs Neue. Für Thomas Reumann sind die Ereignisse von 1989 und 1990 ein Geschenk der Geschichte an die Deutschen. Nun gehöre wieder zusammen, was immer zusammen gehört habe, findet Barbara Bosch.

Dieses Gefühl vereint auch die große Mehrheit der Deutschen am 20. Jahrestag ihrer Einheitsfeier. Nur noch etwas mehr als 10 Prozent stehen der Wiederbereinigung negativ gegenüber.

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