Tiefpunkt erst dieses Jahr: Kreishandwerksmeister Harald Herrmann zeigt sich wenig optimistisch auf Neujahrsempfang in Neuhausen
Samstag, 9. Januar 2010 - 15:44 Uhr
Die Kreishandwerkerschaft Reutlingen hat gestern Abend zu ihrem Neujahrsempfang in den Bindhof nach Metzingen-Neuhausen geladen. Kreishandwerkermeister Harald Herrmann blickte auf das Krisenjahr 2009 zurück - und auch nach vorn.
Das Handwerk im Kreis Reutlingen habe das Krisenjahr besser bewältigt, als es Anfang 2009 vermutet wurde, sagte Kreishandwerksmeister Herrmann in seiner Ansprache. Allerdings gelte das nicht für alle Branchen.
"Den drastischsten Umsatzeinbrüche hatten sicherlich die handwerklichen Zulieferer der Industrie zu verbuchen", sagte Herrmann. "Auf Grund der Tatsache, dass diese Handwerksgruppe ca. 25 % des Gesamtumsatzes des baden-württembergischen Handwerks ausmacht, belastet dies sehr negativ die Gesamtumsatzbilanz des Handwerks.'
Positiver dagegen die Lage im Bau und Ausbau. Vor allem im Bereich energetische Sanierung habe das Handwerk von staatlichen Konjunkturprogrammen und privaten Investitionen profitiert.
"Hier war die betriebliche Auslastung sicherlich über 100 %, so dass man eher mit Beschaffungsproblemen seitens der Industrie zu kämpfen hatte", sagte Herrmann. 'Über die außergewöhnlich glückliche Lage konnten sich zum Beispiel Stuckateure, Maler, Glaser, Heizungsinstallateure oder Elektroinstallateure freuen.'
Für die nähere Zukunft zeigte sich Herrmann wenig optimistisch. Der Tiefpunkt werde erst dieses Jahr erreicht. Zumindest im ersten halben Jahr werde es keine deutliche Besserung geben. Jetzt komme es vor allem auf die politischen Rahmenbedingungen an. Die Steuersenkungen der Bundesregierung und die weiteren Entlastungen seien grundsätzlich positiv.
"Es stellt sich aber zwangsläufig die Frage, wie in anbetracht der gähnend leeren Kassen, der hohen Arbeitslosenzahlen sowie den weiter steigenden Kosten innerhalb des Sozialversicherungssystems durch die einseitige Bevölkerungsentwicklung diese positiven Vorhaben zu finanzieren sind", so Herrmann.
Hier teile er die Meinung von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Die Entlastungen dürften nicht zu Lasten der Kommunen gehen, so dass den good news auf Bundesebene bad news von den Seiten der Städten und Gemeinden folgen müssten.
Berufe hautnahe: Binea informiert kommende Woche über Aus- und Weiterbildung
Samstag, 9. Januar 2010 - 15:41 Uhr
Nicht erst seit dem Beginn der Wirtschaftskrise ist das Thema Aus- und Weiterbildung in aller Munde. Denn immer mehr regionale Betriebe und auch die IHK klagen zunehmend über mangelhaft qualifizierte Schulabgänger. Die am kommenden Freitag beginnende Bildungsmesse BINEA will Jugendlichen und Auszubildenden Rat und Orientierung für ihre berufliche Zukunft bieten. Berufe hautnahe erleben. Das können Jugendliche auch am kommenden Freitag und Samstag in der Friedrich-List-Halle in Reutlingen. So stehen nicht nur Beratung und Information über Ausbildungsplätze im Vordergrund. Es geht auch darum, den Jugendlichen das Thema mit Spiel und Spaß näherzubringen. Aber auch wenn am Freitag und Samstag wieder die Schüler und Berufsanfänger die Halle füllen werden: Die Binea richtet sich auch an Erwachsene, die schon mitten im Berufsleben stehen. Denn auch Weiterbildungseinrichtungen sind auf der Messe vertreten. In den vergangenen Jahren war die Resonanz auf diesen Aspekt der Messe aber eher mau. Mittlerweile 89 Aussteller drängen sich in der Friedrich-List-Halle. So viele wie nie zuvor. Und die Messe soll sogar noch größer werden. Wenn die Reutlinger Stadthalle fertig ist.
Schnee und Eis sorgen für Unfälle
Samstag, 9. Januar 2010 - 15:36 Uhr
Tief verschneit zeigte sich heute die Region. Nicht nur auf der Schwäbischen Alb, sondern bis in die Niederungen war das Land von einer dichten Schneedecke überzogen. Auch der Straßenverkehr war von den Schneefällen beeinträchtigt. Die Zahl der Unfälle hielt sich allerdings in Grenzen: Bei Aichtal überschlug sich ein Geländewagen auf glatter Fahrbahn. Dabei wurde eine 40jährige Mitfahrerin schwer verletzt. In Reutlingen war ein Autofahrer mit abgefahrenen Reifen im Schnee unterwegs. Dabei fuhr er ein Verkehrszeichen um. Auf der Alb zwischen Eglingen und Hundersingen hatte sich ein Autofahrer auf sein Navigationsgerät verlassen und war auf eine nicht geräumte Straße geraten. Er baute einen Unfall, bei dem ein Sachschaden von 2500 Euro entstand.
Schandele auf Reutlinger Marktplatz wieder erweckt
Samstag, 9. Januar 2010 - 15:36 Uhr
Gar schaurige Szenen spielten sich gestern Abend bei wildem Schneetreiben auf dem Reutlinger Marktplatz ab. Etwa hundert Schaulustige waren trotz des Wetters gekommen, um den Beginn der Reutlinger Fasnet zu feiern: Die Erweckung des Schandeles mit Narrenblut. Traditionell am Freitag nach Dreikönig, um nicht mit dem Mutscheltag ins Gehege zu kommen. Ein rund 900 Jahre altes Relief im Spitalhof hatte die Maske des Schandele inspiriert. Jetzt erwacht es jedes Jahr zur Fasnetszeit, um jede Menge Schabernack zu treiben.
Brand in Hechingen: Toter identifiziert
Samstag, 9. Januar 2010 - 15:31 Uhr
Die Identität des Brandtoten im Hechinger Wielandweg ist geklärt. Nach Polizeiangaben handelt es sich um den Hausbewohner. Der 40jährige sei an einer Rauchgasvergiftung gestorben. Auch die Brandursache des Hausbrands ist ermittelt. Demnach ist das Feuer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an der zentralen Holzfeuerungsanlage im Keller ausgebrochen. Dort habe das Feuer zahlreiche brennbare Gegenstände entzündet. Ein Fremdverschulden liege nicht vor.
Balinger Metzgereikette meldet Insolvenz an
Samstag, 9. Januar 2010 - 15:30 Uhr
Eine Balinger Metzgereikette mit rund 45 Mitarbeitern hat nach Angaben des Zollern-Alb-Kuriers Planinsolvenz beantragt. Als Grund für die aktuellen finanziellen Schwierigkeiten werden finanzielle Aufwendungen für vergangene betriebliche Bauvorhaben genannt. Mit dem Instrument der Planinsolvenz sollen Konkurse von Unternehmen vermieden und Arbeitsplätze gesichert werden.
Reutlinger im Mutschelfieber - Politiker und Bürger feiern Jahrhunderte alte Tradition
Freitag, 8. Januar 2010 - 17:21 Uhr
Es ist eine jahrhundertealte Reutlinger Tradition: am ersten Donnerstag Abend nach Dreikönig steht die Stadt ganz im Zeichen der Mutschel. Dann wird in zahlreichen Gaststätten um die Mutschel gewürfelt und gepustet. Auch die politischen Amtsträger können sich der alljährlichen Magie des Mutscheltags nicht entziehen.
Um sie geht es an diesen Tagen: das traditionelle sternförmige Reutlinger Mürbeteiggebäck - zog nicht nur wie hier in der Uhlandhöhe - wieder zahlreiche Achalmstädter zur vergnüglichen Spielrunde an die Tische. Sichtlich bester Laune waren auch die politischen Amtsträger - bereit zum Duell mit den Würfeln. Das Treffen rund um die Mutschel wird traditionell als entspannter Start ins neue Jahr genutzt - jenseits der Tagespolitik. Politische Insider behaupten indessen aber auch, dass die ausgelassene Stimmung in der fünften Jahreszeit die politische Akteure zu sonst undenkbaren Absprachen und Koalitionen verführe. FDP-Mann Hagen Kluck stellte heraus, dass die gerade gewürfelte Eins nicht mehr dem Niveau der FDP entspreche. Die CDU am Tisch versuche wie gewohnt die Situation zu verzögern, indem man nichts Annehmbares würfle. Vorwürfe, die CDU-Mann Vom Scheitt zurück. Denn die FDP spiele mit anderen gegen den Berliner Koalitionspartner.
Um Fortune im Spiel wurde aber auch am Nebentisch heftig gerungen. OB Barbara Bosch sah beim "Turmblasen" für sich selbst nur eine gute B-Note. Sie freue sich aber, dass die altee Reutlinger Tradition des Mutschelns wieder immer mehr Anhänger finde.
Ein paar Stühle weiter entfernt rang indessen der politischen Vertreter des Reutlinger Stadtteil Betzingens, Thomas Keck - eingekeilt von Reichsstädtern - um die richtige Puste und um eine bessere Technik.
Die Reutlinger Baubürgermeisterin Ulrike Hotz hat von Amts wegen den Überblick. Sie wachte gestern über den rechten Lauf der Dinge und lobte die Fairness der Akteure. Hart in die Zange genommen fühlte sich aber die SPD, die derzeit nicht nur im Bund, sondern auch im Spiel vergeblich nach möglichen Koalitionspartnern Ausschau hält. Etwas im Abseits aber durchaus zufrieden mit der Situation saßen gestern die Grünen. Gewürfelt wurde nicht nur in der Reutlinger Uhlandhöhe bis spät in die Nacht. Denn die Achalmstädter wissen: Erst in einem Jahr steht sie wieder im Mittelpunkt: Die Mutschel, das begehrte und überaus traditionsreiche Reutlinger Hefegebäck.
Tübinger Augenklinik sammelt 20 000 Euro Spenden für Neubau
Freitag, 8. Januar 2010 - 17:09 Uhr
Spezialisten der Universitätsaugenklinik Tübingen haben im vergangen Jahr rund 20 000 Euro Spenden für einen Gebäude-Neubau gesammelt. Das alte Gebäude - hier illuminiert anlässlich der letztjährigen Hunderjahrfeier - soll spätestens 2014 überflüssig werden. Mit dem Gebäudeneubau, der dieses betagte Gebäude ersetzen soll, soll 2011 begonnen werden. Die Augenspzezialisten rechnen mit Gesamtkosten von rund 50 Millionen Euro. Für die neuen Forschungs- und Behandlungsräume sollen jeweils 20 Millionen vom Klinikum und vom Land kommen. 10 Millionen steuert der Bund bei.
Ausstellung "Tinte und Feder" in der Reutlinger Stadtbibliothek
Freitag, 8. Januar 2010 - 17:08 Uhr
Die Lust am Schreiben, am Schönschreiben und am kalligrafischen Schreiben wecken - dieses Ziel verfolgen die Macher der derzeitigen Ausstellung in der Reutlinger Stadtbibliothek. Neben Arbeiten der bekannten Kalligrafin Bärbel Kirsamer sind auch Exponate zur Geschichte des Schreibens aus der Sammluung von Jürgen und Annerose Genuit zu sehen. Schreiben und Lesen können - dies verdeutlicht die Ausstellung - das bedeutete schon in den vergangenen Jahrhunderten das Privileg, Bildung zu erwerben - und so auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. "Mit Tinte und Feder - von Lust und Leid des Schreibens" - noch bis zum 13. Februar 2009 im Ausstellungseck in der Reutlinger Stadtbibliothek.
Bundesweiter Drohbriefe
Freitag, 8. Januar 2010 - 17:03 Uhr
An Schulen und Universitäten in Tübingen gehen weiterhin anonyme Drohbriefe ein. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft bekannt gab, sind seit seit Mitte Dezember bundesweit bisher rund 100 Erpresserbriefe an Bildungseinrichtungen, aber auch an Privatpersonen verschickt worden. Der unbekannte Absender fordere Geld und drohe indirekt mit einem Amoklauf.
Wohnungsbrand in Hechingen
Freitag, 8. Januar 2010 - 17:01 Uhr
In Hechingen ist am Mittwoch ein noch nicht identifizierter Mann bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Das Feuer brach um kurz nach 5 in einem Wohnhaus im Wielandweg aus. Eintreffende Rettungskräfte der Feuerwehr konnten das Gebäude erst gegen sieben Uhr betreten. Rund 20 Anwohner mussten evakuiert werden. Bei der leblos aufgefundenen Person dürfte es sich nach Polizeiangaben um den 40jährigen Bewohner des Hauses handeln. An dem Gebäude sowie am angrenzenden Nachbarhaus entstand ein geschätzter Schaden von rund 200 000 Euro.
Tödlicher Unfall
Freitag, 8. Januar 2010 - 17:00 Uhr
Ein 24jähriger Autofahrer ist gestern Abend auf der B 465 zwischen Bad Urach und Münsingen tödlich verunglückt. Der junge Mann war mit seinem Wagen nach Polizeiangaben aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und dabei frontal mit einem Lastwagen zusammen gestoßen. Nach den bisherigen Ermittlungen schließt die Polizei Glätte als Unfallursache aus. Der LKW-Fahrer wurde mit einem schweren Schock ins Krankenhaus eingeliefert, Die B 465 war während der Bergungsarbeiten für sieben Stunden voll gesperrt.
Schneeeinbruch in der Region
Freitag, 8. Januar 2010 - 16:56 Uhr
Winterliche Idylle heute Morgen und das selbst auf Schienen und Straßen. Denn Züge und Autos kamen heute trotz Schnee gut voran, die Fahrbahnen waren frei und Verkehrsstaus hielten sich in Grenzen. Das auf den Straßen alles reibungslos verlief, darum kümmerten sich die regionalen Räumungsdienste in Münsingen und Eningen. Und die sind auch für die kommenden Tage gut gerüstet. 2 000 Tonnen Salz liegen allein in den Stützpunkten Eningen, Waldorfhäslach und Bad Urach bereit. Salzmangel besteht also keiner. Vielerorts sind die Streu- und Räumfahrzeuge im Dauereinsatz. Rainer Bross, seit über 30 Jahren bei der Straßenmeisterei in Eningen, sieht dem angesagten großen Wintereinbruch eher gelassen entgegen. Im Vergleich zu Januar 2009 hat sich der Winter dieses Mal wesentlich mehr Zeit gelassen und ihm und seinen Kollegen bislang nur wenig Arbeit beschert. Wie viel Schnee am Wochenende noch kommt, ist bisher noch unklar. Die örtlichen Wetterstationen liefern derzeit nur vage Prognosen. Fest steht aber es bleibt vorerst weiß und die Schneeschippen bekommen ordentlich zu tun. Und was des einen Leid ist, ist ja bekanntlich des anderen Freud. Ski-, Snowboard- oder Schlittenfahrer finden an der weißen Pracht mit Sicherheit den größten Gefallen.
Dampftag im Tübinger Spielzeugmuseum "Boxenstop"
Donnerstag, 7. Januar 2010 - 19:26 Uhr
Unter Dampf stand gestern das Auto- und Spielzeugmuseum Boxenstop in Tübingen. Wie jedes Jahr am Dreikönigstag waren auch diesmal zahlreiche Sammler und Hobby-Tüftler gekommen, um ihre eigenen Modell-Dampfmaschinen vorzustellen. Und noch zahlreicher waren die Besucher, die die funktionsfähigen Modelle bestaunten. Vor allem Kinder konnten so hautnahe erfahren, wie eine Dampfmaschine funktioniert. Weit über fünfzig Betriebsmodelle waren unter dem Baldachin in der Brunnenstraße am Start.
Sickenhäuser Wölfe stauben Häs ab
Donnerstag, 7. Januar 2010 - 19:26 Uhr
Mit dem Häsabstauben hat gestern Abend vielerorts die Fasnet in der Region begonnen. Jetzt beginnt sie wieder - die große Zeit der Narrenumzüge und Brauchtumsabende. Ganz besonders feiern dieses Jahr die Wölfe in der Reutlinger Bezirksgemeinde Sickenhausen. Denn die Wolfsmaske wird dieses Jahr zwanzig Jahre alt. So gibt es am Sonntag einen Festumzug mit 3000 Hästrägern. Jetzt wurde gestern Abend aber erst einmal mit Wölfen, Schelmen und Guggenmusik die diesjährige Fasnetszeit eröffnet.
"Eine Ohrfeige für den Tourismus" - IHK kritisiert regionales Tourismus-Konzept
Donnerstag, 7. Januar 2010 - 19:24 Uhr
Eine Ohrfeige für den Tourismus - mit diesen harschen Worten geißelt die IHK Reutlingen die Arbeit des Tourismus-Verbands Schwäbische Alb. Grundlage ist ein Bericht des Statistischen Landesamts in Stuttgart. Demnach sei die Schwäbische Alb ein Gebiet mit relativ geringer Bedeutung für den Tourismus im Land.
Das UNESCO-Biosphärengebiet im Sommer. Nicht nur aus Sicht der IHK Reutlingen ein Pfund, mit dem sich touristisch deutschlandweit und weltweit vortrefflich wuchern ließe. Denn neben uralten Kulturlandschaften bietet die Region Schwäbische Alb unter anderem auch eine Vielzahl an historische Schlössern, die Bad Uracher Heil- und Kurbäder, Kajak-Fahrten auf der Lauter und andere Sportmöglichkeiten. Ein Bündel an regionalen Highlights, die der zuständigen Tourismusverband nach IHK-Sicht werbetechnisch zu langsam vorwärts treibe. Denn mit 2,2 Übernachtungen pro Einwohner habe die Tourismus-Region Neckar-Alb die geringste Übernachtungsdichte im Land, so Karin Goldstein von der IHK Reutlingen. Wenn man endlich in einer Liga mit dem Allgäu, dem Bodensee oder dem Schwarzwald spielen wolle, dann könne dieses Ergebnis nicht zufriedenstellen.
Laut Statistischem Landesamt liegt die Tourismusregion Schwäbische Alb 2008 bei der absoluten Zahl übernachtender Gäste und bei der Übernachtungslänge landesweit bisher nur auf Platz 5. An der Spitze: der Schwarzwald mit über 19 Millionen Übernachtungen´, hingegen abgeschlagen die Schwäbische Alb mit nur rund dreieinhalb Millionen Übernachtungen. Kritik gibt es auch an der kurzen Verweildauer der Gäste. Die Forderungen der IHK lautet deshalb, dass es ein aktives Marketing geben müsse, um die Region bekannter zu machen - gerade auch bei ausländischen Gästen.
Dass man beim Vermarkten des touristischen Potentials in der Region auf einem positiven Weg sei, findet man hingegen beim zuständigen Tourismusverband Schwäbische Alb. Fakt sei, das man zwischen 2005 und 2008 mit 13 Prozent Übernachtungen überdurchschnittlich zugelegt habe. Denn landesweit betrage der Zuwachs nur 7,6 Prozent, so der Vorsitzende Thomas Reumann.
Um die Attraktionen der Gegend aber noch besser zu vermarkten, habe man deshalb eine renommierte Werbeagentur damit beauftragt, ein zündendes Gesamtpräsentationskonzept für die Schwäbische Alb zu erstellen.
Tadel an Bundesregierung: Reutlingens Oberbürgermeisterin Bosch kritisiert beim Bürgerempfang Steuergeschenke zu Lasten der Kommunen
Mittwoch, 6. Januar 2010 - 14:43 Uhr
Die Stadt Reutlingen hat heute Morgen ihre Bürgerinnen und Bürger zum traditionellen Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen. Umrahmt von musikalischen Darbietungen nutzte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch dabei auch die Gelegenheit , auf die kommenden Herausforderungen für die Stadt zu blicken.
Mit der Ouvertüre aus der Reutlinger Stadtoper begrüßten die Turmbläser die zahlreichen Gäste im Rathaus. Die Musiker, die sonst früh morgens auf dem Turm der Marienkirche spielen, erinnerten Oberbürgermeisterin Barbara Bosch an einen der Höhepunkte des vergangenen Jahres: Der Engel der Marienkirche war nach seiner Restauration in einer Ausstellung zu sehen gewesen.
"Die feierliche Wiederanbringung des Engels Ende November, hoch oben auf dem schmalen Gerüst um die Turmspitze, gehört zu meinen eindrücklichsten Erlebnissen im vergangenen Jahr", sagte Bosch.
Das Jahr 2009 sei ein erfolgreiches Jahr gewesen. Und sie erinnerte die Spatenstiche für Scheibengipfeltunnel und Stadthalle sowie an die Altstadtsanierung. Doch angesichts der Wirtschaftskrise schlug sie auch nachdenkliche Töne an und kritisierte die Unternehmenssteuerreform und vor allem das Wachstumsbeschleunigungsgesetz: "Hier wird Politik in Teilen auf dem Rücken der Kommunen gemacht, die den schwarzen Peter haben. In der Bundespolitik werden, zum Preis einer in dieser Höhe nie dagewesenen Verschuldung und damit zu Lasten nachwachsender Generationen, Steuergeschenke verteilt, während wir die Löcher, die dadurch auf kommunaler Ebene gerissen werden, vor allem durch eine deutliche Anhebung der Steuern, Gebühren und Abgaben gegenzufinanzieren haben. Die "good news" durch die Bundesregierung, die "bad news" durch uns. Eine faire Lastenverteilung stelle ich mir anders vor.'
Und die Bad News bedeuteten: Der städtische Haushalt für 2010 sei nicht mehr genehmigungsfähig. Deshalb müsse der Gemeinderat einen Nachtragshaushalt beschließen. "Reutlingen geht es keinesfalls besser als anderen Städten", sagte Bosch. "Und wir werden im Februar einen Nachtragshaushalt vorzulegen haben, der notgedrungener Maßen auf Streichvorschlägen, Gebühren- und Abgabenerhöhungen und zusätzlicher Verschuldung basiert.'
Allerdings: In den Bereichen Kinder und Jugend, Schule und Bildung werde nur wenig gekürzt. Und außerdem werde Reutlingen dieses Jahr mehr als 20 Millionen Euro investieren. Nachdenklich und sorgenvoll, aber festen Willens, die Stadt aus der Krise zu steuern. So zeigte sich Barbara Bosch auf dem heutigen Neujahrsempfang.
Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt UKT
Mittwoch, 6. Januar 2010 - 14:39 Uhr
Neue Mittel für das Tübinger Uniklinikum: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG fördert die Neonatologie mit 1,5 Millionen Euro. Mit dem Geld soll eine deutschlandweite Studie finanziert werden, die nach Behandlungsmöglichkeiten für Blutarmut bei Neugeborenen sucht. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Klinik des UKT 5,6 Millionen Euro Fördergelder aus Brüssel erhalten, um chronische Lungenerkrankungen und deren Vermeidung bei Frühgeborenen zu untersuchen.
Sternsinger geben Ständchen in Tübinger Rathaus
Mittwoch, 6. Januar 2010 - 14:38 Uhr
Die Tübinger Sternsinger schauten bei ihrer Tour gestern auch im Rathaus vorbei, wo sie vom Ersten Bürgermeister Michael Lucke empfangen wurden. Natürlich mussten Kaspar, Melchior, Balthasar und der Sternträger zuerst ein kleines Ständchen bringen. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger für ein Projekt im Senegal. Am Ende brachten die Sternsinger im Rathaus den Segen an: CMB steht für Christus Mansionem benedicat, das heißt "Christus segne dieses Haus".
Hilfe für Obdachlose- Reutlinger Arbeiterwohlahrt mit Hilfsangeboten
Montag, 4. Januar 2010 - 17:16 Uhr
Die Reutlinger Innenstadt im Winter: Nicht nur für diese Passanten sind die derzeitigen Witterungsbedingungen äußerst ungemütlich. Für Menschen, die generell kein festes Dach über dem Kopf haben, können Schnee und Kälte vor allem abends und nachts tödlich sein. Reutlinger Wohnungslose bleiben beim "Haus unter den Linden“ der Arbeiterwohlfahrt mit ihren Sorgen aber nicht vor verschlossenen Türen.
Dass Menschen ohne feste Bleibe auf der Straße leben, dafür gibt es nach Erfahrung von Herbert Mang von der Reutlinger Arbeiterwohlfahrt völlig unterschiedliche Gründe. So gäbe es Fälle, in denen Kinder Konflikte mit Eltern hätten, aber auch Personen,die von einer Räumungsklage betroffen seien. Auch Ältere oder Frauen, deren Beziehungen zerbrochen oder die ihre arbeit verloren hätten, seien darunter. Dann gebe es wiederum Menschen, die schon seit Jahren auf der Straße lebten und die sich damit aber auch arrangiert hätten..
Wer kurzfristig ein warmes Essen oder eine schnelle Bleibe sucht, findet Hilfe in der "Notübernachtungsstelle“ in der Glaserstraße. Hier gibt es von Tag zu Tag für obdachlose Menschen Übernachtungsplätze, Aufenthalts- und Verpflegungsmöglichkeiten. Andere Hilfsangebote - wie das betreute Wohnen im Aufnahmehaus in der Schenkendorfstraße - bieten langfristige Unterstützung. Gestrauchelte sollen so wieder in die Gesellschaft zurück finden. Doch: Nicht jeder ist dabei in der Lage, die ausgestreckte Hand zu erkennen und zu ergreifen. Ganz schwierig sei es beispielsweise wenn Personen Alkoholiker, drogensüchtig oder psychisch erkrankt seien und die Gefährlichkeit der Kälte nicht einschätzen können.
Auffällig sei, dass heute deutlich mehr Frauen auf der Straße lebten, so Mang. Insgesamt gäbe es seit dem Beginn der Wirtschaftskrise in 2008 in Reutlingen über 25 Prozent mehr Personen in ungesicherten Wohnungsverhältnissen. Die wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, so Mang, lassen indessen nicht auf schnelle Besserung hoffen.
Tödlicher Verkehrsunfall bei Reutlingen-Sickenhausen
Montag, 4. Januar 2010 - 16:54 Uhr
Zu einem tödlichen Verkehrsunfall ist es gestern Abend bei Reutlingen-Sickenhausen auf der Kreisstraße 6726 gekommen. Nach Polizeiangaben war ein 67jähriger Mann war gegen 16 Uhr mit hoher Geschwindigkeit von der Straße abgekommen. Dort war er mit seinem Mercedes frontal gegen einen Baum geprallt. Der 67jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Zwar gelang es der Feuerwehr, den Mann aus seinem PKW zu befreien. Er verstarb aber noch an der Unfallstelle. Nach Polizeiangaben ist noch ungeklärt, warum der Mann auf der schnurgeraden Straße abkam. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Dritte Auflage des schlichter-Cups bringt 1750 Euro Spenden
Montag, 4. Januar 2010 - 16:53 Uhr
Zum insgesamt dritten Mal ist am vergangenen Wochenende das Handball-Neujahrsturnier des TSV Dettingen über die Bühne gegangen. Unter dem Motto "Tore für einen guten Zweck" kämpften 6 Mannschaften in der Neuwiesenhalle um den Schlichter-Cup 2010. Turniersieger wurde die Regionalligamannschaft des HBW Balingen-Weilstetten. Für jedes erzielte Tor floss ein Euro an den Mukoviszidose-Förderkreis Dettingen ev. Eine Spende in Höhe von 150 Euro gab es auch von der Siegermannschaft.
Insgesamt kamen rund 1750 Euro zusammen.
Vesperkirche Reutlingen rüstet sich für die 13. Auflage
Montag, 4. Januar 2010 - 13:49 Uhr
Eine warme Mahlzeit, die Möglichkeit zum Ausruhen und Aufwärmen, Kontakt zu anderen- die Reutlinger Vesperkirche bleibt auch im Neuen Jahr ihren Zielen treu. Ab 17. Januar stehen die Tore der Nikolaikirche vier Wochen lang für Bedürftige offen, bieten ein Obdach und führen Menschen aus verschiedensten Gesellschaftsschichten zusammen. Gerade nach dem Krisenjahr 2009 haben viele diese Zuwendung nötig. Die Zahl der Bedürftigen steigt stetig, denn selbst in den kleineren Städten nimmt die Armut zu. Rund 300 Besucher nutzten in den letzten Jahren täglich das Angebot. Bedürftige bezahlen 1 Euro für die Mahlzeit. Menschen, die ihre Solidarität mit dem Projekt bekunden wollen, können für 5 Euro 50 speisen. Mittlerweile hat sich die Vesperkirche als feste Institution in Reutlingen etabliert. Neben den Einnahmen fürs Essen halten in erster Linie Spendengelder das soziale Projekt am Leben. Jedes Jahr unterstützen rund 1000 Menschen den Erhalt der Vesperkirche. Ein großzügiges Geschenk noch zur Weihnachtszeit in Form eines Schecks von 2 500 Euro, überreichten Axel Baldenhofer und Matthias Willy von der Mercedes Benz Niederlassung Reutlingen-Tübingen Pfarrer Klaus Kuntz und Diakoniegeschäftsführer Günter Klinger. Mehr als 200 ehrenamtliche Mitarbeiter haben sich auch für das 13. Mal angemeldet und bieten ihre Hilfe an. Wie auch in den vergangenen Jahren zuvor, wird die Vesperkirche mit einem Festgottesdienst und einem Grußwort von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch beginnen. Vom 17. Januar bis 14. Februar hat sie dann jeweils von 11 bis 15 Uhr geöffnet.
Spendenkonto:
Konto Nr.: 100023073
Bank: KSK Reutlingen
BLZ: 640 500 00
Betreff: "Vesperkirche"
Walter Tigers gewinnen in Weißenfels
Sonntag, 3. Januar 2010 - 14:49 Uhr
Die Tübinger Walter Tigers sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet: Beim MBC Weißenfels siegten die Gäste mit 87 zu 79. Damit schafften die Mannen von Igor Perovic den achten Sieg der Saison und den dritten in Folge. Dabei lagen die Tigers nach der ersten Hälfte noch 32 zu 39 zurück. Aber in der Schlussphase konnten sie das Spiel noch drehen.
Heiraten in Tübingen auch am 10.10.10 möglich
Sonntag, 3. Januar 2010 - 14:48 Uhr
Heiraten ist in Tübingen auch am 10.10.2010 möglich - obwohl dieser Tag auf einen Sonntag fällt. Das teilte die Tübinger Stadtverwaltung jetzt mit. Wer am "Schnapszahldatum“ heiraten möchte, kann sich schon vorab beim Standesamt den Termin reservieren. Eine Anmeldung zur Eheschließung ist dazu noch nicht nötig. Das selbe gilt auch für den 20.10.2010, der auf einen Mittwoch fällt.
Fußball zum Jahresbeginn - 42 Teams aus der Region messen sich beim Sparkassen Indoor Cup in Balingen
Sonntag, 3. Januar 2010 - 14:47 Uhr
42 Mannschaften haben dieses Wochenende in Balingen den 15. Sparkassen-Indoor-Cup ausgetragen. Die Teams kamen aus dem Zollernalbkreis und den benachbarten Landkreisen wie Sigmaringen oder Tübingen. In der Vor- und Zwischenrunde spielten 34 Kreis- und Bezirksligisten um die acht freien Plätze im Hauptturnier. Dort trafen dann die Qualifikanten auf Mannschaften wie Gastgeber TSG Balingen, den SC Pfullendorf II oder den SV Nehren. Der Turniersieger stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.
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