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Die Woche ab 25. September 2011
15. Regionalmarkt mit "Schwäbischen Whisky-Tag" in Tübingen Samstag, 1. Oktober 2011 - 15:42 Uhr
Regional ist genial. Unter diesem Motto stand Tübingen heute ganz im Zeichen des insgesamt 15. Regionalmarkts. Rund 100 Aussteller präsentierten Spezialitäten aus der Region Neckar-Alb. Aber auch Whiskey-Fans kamen ganz auf ihre Kosten. Eingeladen hatte der örtliche Handel- und Gewerbeverein.
Buntes Markttreiben vor dem Tübinger Rathaus. Egal ob Blumen oder kulinarische Genüsse - im Mittelpunkt stand dabei einzig die regionale Herkunft der Produkte. Die meisten Marktbestücker kommen mit ihren Waren schon seit vielen Jahren, um sie auf dem Regionalmarkt anzubieten. Doch immer wieder gibt es auch Neues zu entdecken - wie das sogenannte "Tü-Korn", das sich in diesem Jahr den Besuchern vorstellte.
Das Tü-Korn sei ein partnerschaftliches Projekt von Landwirten, bei dem das Getreide direkt vermarktet werde, von den Landwirten über die Mühle in die Bäckerei ohne den Zwischenhandel und ohne die Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, weiß Marc Kienzlen von der Getreidemühle Kienzlen. Die Getreidepreise hätten in den letzten Jahren extrem geschwankt, bedingt durch Umwelteinflüsse in anderen Ländern der Welt, die die Region eigentlich gar nicht beträffen.
Zum ersten Mal angebaut wurde das "Tü-Korn" dieses Jahr. Auf dem Regionalmarkt konnten die Besucher jedoch nicht nur das entstandene Dinkel-Mehl erwerben - sie konnten auch kosten, wie das Brot oder die Seelen aus dem heimischen Getreide schmecken. Doch aus dem Tü-Korn entsteht noch mehr. So wurde ein Teil davon etwa zum Brennen von "Schwäbischem Whisky" verwendet.
Schwäbischer Whisky sei ganz normaler Whisky, der nur mit Zutaten aus dem Schwabenländle hergestellt werde, erklärt Hans-Peter Schwarz, der Veranstalter des 2. Schwäbischen Whiskytages.
Damit ist es jedoch nicht getan, denn um sich "Whisky" nennen zu dürfen muss der Kornbrand zunächst mindestens 3 Jahre im Fass reifen. Zu verkosten gab es dieses Mal die Destillate von 10 verschiedenen Brennereien. Mehr Infos zum "Schwäbischen Whisky" und zum Tübinger Regionalmarkt gibt es unter: www.schwaebischer-whisky-tag.de oder unter www.hgv-tuebingen.de.
Widerstand gegen mögliche Daimler-Teststrecke auf dem Einsiedel bei Kirchentellinsfurt Samstag, 1. Oktober 2011 - 15:28 Uhr
Wir haben es bereits gemeldet: Auf dem Einsiedel - einer Hochfläche im Schönbuch bei Kirchentellinsfurt - soll nach dem Wunsch der Daimler AG ein Testgelände entstehen. Diese Pläne sorgen im Landkreis Tübingen für Wirbel. In Kirchenellinsfurt hat sich bei den Freien Wählern schon Widerstand formiert. Jetzt beschäftigt sich auch die angrenzende Ortschaft Pfrondorf mit den Plänen. Gestern Abend hat dort der Ortschaftsrat in einer Sondersitzung getagt.
Mit der ruhigen Naturidylle auf dem Einsiedel könnte es schon bald vorbei sein - dann nämlich, wenn hier die neuesten Automodelle der Daimler AG durch die Landschaft brausen. 2017 könnte es soweit sein, immer vorausgesetzt, der Autobauer und die Gemeinde Kirchentellinsfurt finden zueinander. Erste Stimmen gegen die geplante Teststrecke wurden bereits laut und das nicht nur in der betroffenen Kommune selbst. Auch in den angrenzenden Ortschaften gibt es Bedenken.
Er befürchte den Verlust vieler landwirtschaftlicher Flächen, erklärt der Pfrondorfer Ortsvorsteher Siegfried Rapp. Und das wäre für die Bauern in der Umgebung eine Katastrophe. Zudem verliere man ein tolles Naherholungsgebiet.
Auch der Tübinger Landtagsabgeordnete der Grünen, Daniel Lede-Abal hatte sich - wie berichtet - bereits negativ zu den Daimler-Plänen geäußert.
Die Lage fände er absurd, weil die Teststrecke von einem Naturschutzgebiet umfasst würde, so Lede-Abal. Außerdem sei es eine sehr gute landwirtschaftliche Nutzfläche die verloren ginge und auch dem Glauben es sei ein nettes Ausflugsziel das da entstünde, an dem man was erleben könnte dürfe man nicht verfallen. Dem sei natürlich nicht so. Das Gebiet werde für hoch geheime Entwicklungsprojekte getestet und sei dann auch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Dabei lägen die Vorteile für die Region, laut Daimler, auf der Hand: eine stärkere Wirtschaftskraft der Gemeinde, ein höherer Bekanntheitsgrad und nicht zuletzt rund 300 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Denn mit der Teststrecke verbunden ist der Bau eines Prüf- und Technologiezentrums, für die Erprobung alternativer Automobilantriebe.
Nicht zuletzt deswegen steht die IHK Reutlingen dem Projekt positiv gegenüber und fordert eine genaue Prüfung der Pläne. Dabei, so IHK-Präsident Christian Erbe, müsse man Vor- und Nachteile aber "objektiv" gegeneinander abwägen.
Man glaube das die Vorteile überwiegen, was Arbeitsplätze angeht und auch die Stärkung der Strukturen, denn man dürfen nicht vergessen, dass man mit der Firma Bosch mit ihrer Abteilung der Leistungselektronik vor Ort ein Unternehmen habe, das speziell auf E-Mobilität setze, so Erbe und hier könnten sich vielleicht interessante Synergien generieren.
Darauf hofft man in Pfrondorf nicht. Hier hat sich der Ortschaftsrat geschlossen gegen eine mögliche Teststrecke ausgesprochen. Und das wollen die Pfrondorfer jetzt auch deutlich kund tun, etwa durch einen Brief an den Kirchentellinsfurter Gemeinderat. Vielleicht ist dies jedoch gar nicht mehr nötig, denn Medienberichten zu Folge zeichne sich bereits das ebenfalls als Standort im Gespräch stehende Immendingen, im Landkreis Tuttlingen, als Favorit für die geplante Teststrecke ab.
Auf der Erfolgswelle - RTF1 zu Besuch bei den Reutlinger/Tübinger Piraten Freitag, 30. September 2011 - 17:53 Uhr
2,1 Prozent hat die Piratenpartei im März bei den baden-württembergischen Landtagswahlen erziellt. Vor knapp 2 Wochen bei den Wahlen zum Berliner Abgeordneten-Haus standen dann bereits sensationelle 8,9 Prozent der Stimmen zu Buche. Und eine aktuelle Forsa-Umfrage besagt: bundesweit würden derzeit 7 Prozent der Wähler für die Piraten stimmen. Wer aber sind die Piraten und wofür stehen Sie. Das wollten wir bei der Tagung des Kreisverbands Reutlingen-Tübingen wissen.
Der politische Höhenflug ihrer Partei schlägt derzeit hohe Wellen. Piraten des Kreisverbands Reutlingen-Tübingen auf einer Vorstandssitzung. Am Sensationserffolg im fernen Berlin haben auch sie ihren Anteil. Denn die politischen Newcomer haben sich in der Bundeshauptstadt als Wahlkampfhelfer beteiligt. Noch rätseln politische Analysten über die Hintergründe des kleinen politischen Erdbebens. Mit Bürgerwut gegen die etablierten Parteien - so der Tenor - sei der Piratenerfolg nicht allein zu erklären. Vielmehr spreche die Partei - ganz ähnlich wie die Grünen in den 80ern wohl Probleme und Millieus an, an denen andere Parteien völlig vorbei griffen. Wie aber sehen und definieren sich die politischen Newcomer selbst?
Im Grunde sei man eine sozialliberale Partei, so die Kreisverbandsvorsitzende Reutlingen/Tübingen, Jasenka Wrde. Denn man wolle liberale Strukturen- und sich eben nicht rechts oder links positionieren wie andere. Vielmehr orientiere man sich an Themen.
Überwiegend männlich, zumeist jung, gut und oft naturwissenschaftlich gebildet, internet-affin und im Großen Ganzen zur Generation des World Wide Web gehörend - so sieht den ersten Analysen zu Folge der typische Piraten-Wähler aus - mit Folgewirkungen für das politische Programm.
Die Primärziele der Partei seien Transparenz - dass eben jeder mitreden könne. Und dass auch alles transparent gemacht werde, was in der Partei wie passiert. Gleichzeitig stehe man für die Bürgerrechte ein. Und auf die Rechte des Bürgers auf die eigene Information.
Iviva Juresa, stellvertretender Kreisvorstand, ist eigenen Angaben zu Folgeunter anderem durch die restriktive Internetpolitik von Innenminister Schäuble und durch Ursula von der Leyen auf die Piraten aufmerksam geworden.Und dadurch, dass auch die andewen Parteien die Internet-Zensur-Politik toll gefunden hätten.
Fern dem routinierte Politikbetrieb und fernab der etablierten Parteien sei man - und wolle man auch bleiben. Aussagen, die an die Gründungszeit Grünen Anfang der 80er Jahre erinnern. Für den Vorstandsvorsitzender der TÜbinger Piraten, Joachim Schmidberger, müsse man wegkommen vom Parteien- und Lagerdenken. Stattddessen, so die Kreisvorsitzende Wrede, wolle man bei den Piraten direkt umsetzen, was die Bürger bewege. Bürgerbeteiligung sei das oberste Ziel der Piraten. Das wolle man dann auch im politischen Betrieb ehrlich umsetzen, ganz anders als etwa die Grünen im Land. Die hätten vor der Wahl versprochen, Stuttgart21 zu verhindern. Das sehe jetzt anders aus.
Wie die Grünen - die junge, einstige Millieu-Protest-Partei gegen festgefahrene Verhältnisse und einen eingefahrenen Politikbetrieb- wolle die Partei nicht werden. Denn die säßen jetzt selbst in Amt und Würden - und hätten zum Teil ihre Seele verkauft.
Konjunktur in der Region schwächt sich ab Freitag, 30. September 2011 - 17:28 Uhr
Trotz Hiobsbotschaften wie der Eurokrise: Im Konjunkturbericht für den Herbst 2011, den die Industrie- und Handelskammer Reutlingen heute vorgestellt hat, beurteilen die meisten befragten Unternehmen aus der Region Neckar-Alb ihre Lage als gut. Die Aussichten sind aber etwas trüber: Das Wirtschafts-Wachstum dürfte bald zurückgehen, weil nach dem raschen Aufholprozess nach der Krise 2008 nun wieder der Alltag einkehrt. Die meisten Unternehmen erwarten, dass es zwar nicht gut, aber immerhin befriedigend weitergeht.
"Positive Stimmung - verhaltene Aussichten". Auf diesen Titel hat die IHK Reutlingen die Ergebnisse ihrer Konjunktur-Umfrage für die Region Neckar-Alb gebracht. Laut Präsident Christian Erbe ist die gute Exportlage eine zentrale Ursache für die gute Lage. Außerdem habe es eine "Aufholsituation" nach den Krisenjahren 2008 und vor allem 2009 gegeben, die in den vergangengen Monaten ihre Wirkung entfaltete. Sie trage die Konjunktur auch in der Region Neckar-Alb.
Die Wirkung dieses Nachhol-Effekts lasse aber nach - die Aufträge aus den Jahren 2009 und 2010 seien jetzt aufgearbeitet. Darum sei eine Abflachung der Konjunktur zu beobachten. Dr. Markus Norwath, Konjunkturexperte der IHK, sieht aber auch viel Positives. "Wichtig für unsere Region Neckar-Alb ist die Industrie, und die hat nach wie vor positive Beschäftigungsabsichten.' Außerdem werde sie weiterhin Personal aufbauen. In vielen Branchen gebe es sogar einen Fachkräftemangel - das ist die Kehrseite der Medaille. Ansonsten aber würden Investitionen in der Industrie weiter gestärkt.
In der Baubranche sei wegen des Winters eine konjunkturelle Abkühlung zu erwarten. Erfreulich hingegen: Dienstleistung, Gastronomie und Handel sollen wohl weiter wachsen. Damit das auch in der Region so bleibt, will die IHK darauf achten, dass es keine Wachstumshemmnisse gibt. Dazu zählt sie auch einen möglichen höheren Spitzensteuersatz, wie ihn Ministerpräsident Kretschmann ins Gespräch gebracht hatte. Das hält Erbe für "absolut kontraproduktiv" für das Wirtschaftswachstum. Denn sehr viele Unternehmen der Region würden davon hart getroffen werden.
Auch an der dualen Ausbildung will Erbe festhalten. Sie sei ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, der ausgebaut werden müsse und den die Landesregierung weiter fördern und unterstützen solle. Stattdessen sehe man gewisse Trends, "die ganz klar auch im Koalitionsvertrag zu erkennen sind, die nicht in diese Richtung gehen.'
Weil weltweit viele Staatshaushalte in Unordnung sind und die Rohstoffpreise steigen, gibt es genug potentielle Gefahren für die Konjunktur, die sich laut IHK auch in der Region auswirken könnten.
Sand-Pavillon für Hechinger Kindergarten Freitag, 30. September 2011 - 17:13 Uhr
Den Kindern des Katholischen Kindergartens St. Martin in Hechingen macht das Spielen im Sandkasten jetzt noch mehr Spaß, denn die Kleinen konnten gestern ihren neuen "Sand-Pavillon" in Beschlag nehmen. Dieser soll mit seinen unterschiedlichen Funktionsflächen den Forschergeist der Kinder wecken und sie zum Experimentieren mit Naturstoffen - in diesem Falle Sand - anregen. Aufgestellt haben das rund 2.300 Euro teure Spielgerät die Eltern und Kindergartenmitarbeiter in Eigeninitiative. An der Finanzierung hatte sich die Sparkasse Zollernalb beteiligt.
Uni Tübingen stellt Zentrum für islamische Theologie vor Freitag, 30. September 2011 - 17:08 Uhr
Neues Institut - Ab dem kommenden Semester bietet die Universität Tübingen erstmals den Studiengang Islamische Theologie an - und nennt damit eines von bundesweit bislang vier Zentren ihr Eigen. Professor Doktor Omar Hamdan folgte als erster dem Ruf an das neue Institut, weitere sollen noch folgen. Neben der wissenschaftlichen Erschließung des Islams eröffne die breite Ausrichtung des neuen Studiengangs auch langfristig die Ausbildung von Religionslehrern und Imamen. Im Vorfeld hatte es immer wieder Diskussionen um nicht deutsch-sprechende Imame und deren politische Ausrichtung gegeben.
Reutlinger Theater "Die Tonne" bekommt zweite Spielstätte Freitag, 30. September 2011 - 16:58 Uhr
Das Reutlinger Theater "Die Tonne" bekommt nach fast 10jährigen Diskussionen jetzt endgültig eine zweite Spielstätte. Das hat der Reutlinger Gemeinderat beschlossen. Der neue Veranstaltungsort soll in der Reutlinger Oststadt neben einer alten Fabrik gebaut werden. Der neue Komplex soll eine Theatersaal für bis zu 250 Plätze sowie Lager, Werkstatt, einen Proberaum und den Tonne-Fundus beinhalten. Die Kostenobergrenze liegt bei maximal fünf Millionen Euro. Der Baubeschluss soll Anfang kommenden Jahres vom Gemeinderat verabschiedet werden. Allerdings behält sich das Gremium bis dahin vor zu prüfen, ob es noch kostengünstigere Varianten gibt.
Grünen-Abgeordnete Poreski und Lede-Abal gegen Daimler-Teststrecke auf dem Einsiedel Freitag, 30. September 2011 - 16:57 Uhr
Gegen die Daimler-Pläne, auf der Domäne Einsiedel bei Kirchentellinsfurt eine Auto-Teststrecke zu bauen, regt sich Widerstand. Die grünen Landtagsabgeordneten Daniel Lede-Abal, Tübingen, und Thomas Poreski, Reutlingen, wollen das Projekt verhindern. Lede-Abal wirft den Planern vor: in einem hoch belasteten Ballungsgebiet ausgerechnet die grüne Lunge zu schädigen und den besten Ackerboden zu versiegeln, sei eine Idee aus dem letzte Jahrtausend. Der Reutlinger Thomas Poreski fordert das Regierungspräsidium auf, dem Projekt eine Absage zu erteilen. Bei den Plänen habe es ganz offensichtlich keine Abwägung zwischen Ökologie und Wirtschaft gegeben. Heute Abend tagt zu diesem Thema auch der Pfrondorfer Ortschaftsrat.
Mann nach Messerstecherei in Albstadt-Ebingen außer Lebensgefahr Freitag, 30. September 2011 - 16:53 Uhr
In Albstadt-Ebingen im Zollernalbkreis ist heute am frühen Morgen ein Mann bei einer Messerstecherei verletzt worden. Laut Polizei kam es zu der Auseinandersetzung vor einer Gaststätte in der Innenstadt, in deren Verlauf ein 31-jähriger aus einer Albstädter Nachbargemeinde mit einem Messer auf seinen Kontrahenten los ging. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter stellen. Dieser hat die Tat gestanden. Das 27-jährige Opfer befindet sich nach einer Notoperation inzwischen außer Lebensgefahr.
Tübinger Regionalmarkt will Bewusstsein für Lebensmittel aus der Region stärken Donnerstag, 29. September 2011 - 17:22 Uhr
Am Samstag ist in der Tübinger Innenstadt wieder viel los. Denn dann veranstaltet der hgv Tübingen in Zusammenarbeit mit der Stadt den 15. Tübinger Regionalmarkt. Rund hundert Aussteller aus der Region Neckar-Alb bieten von 9 bis 18 Uhr ihre Spezialitäten an - unter anderem Schwäbische Alblinsen, Albbüffel-Käse oder Produkte von Wollschweinen. Die Aussteller sind handverlesen. Das Motto "regional ist genial" soll laut Corinna Grassler von der Tübingen erleben GmbH auch Programm sein: die Produkte seien in der Region hergestellt und produziert.
Mit dem Tübinger Regionalmarkt wollen die Veranstalter die regionalen Kreisläufe stärken und das Bewusstsein für Lebensmittel wecken, die nicht im Supermarkt, sondern direkt beim Erzeuger zu kaufen sind. So findet zusammen mit dem Regionalmarkt auch der zweite Schwäbische Whiskey-Tag statt. So sollen zehn schwäbische Destillen vor Ort sein.
Das 13. Tübinger Entenrennen, ausgetragen vom Round Table, vervollständigt den Veranstaltungsreigen am Samstag in Tübingen. Jedermann kann zu einem guten Zweck wieder eine Patenschaft für eine der Badewannen-Enten übernehmen, die am Nachmittag ab 14 Uhr wieder den Neckar bevölkern werden.
Mössingen und Theater Lindenhof setzen Zusammenarbeit mit Groß-Projekt über den Mössinger Generalstreik fort Donnerstag, 29. September 2011 - 17:11 Uhr
Die Stadt Mössingen und das Theater Lindenhof aus Melchingen im Zollernalbkreis haben heute ihre Zusammenarbeit offiziell verlängert. Für zunächst weitere zwei Jahre erhält das Theater von der Stadt Mössingen einen Zuschuss über 15.000 Euro - dafür gestaltet das Ensemble weiterhin den Mössinger Kulturherbst. Das nächste Großprojekt ist die Inszenierung des Mössinger Generalstreiks von 1933 - ein großer Teil der dortigen Arbeiterschaft hatte damals nach einem Aufruf der Kommunistischen Partei versucht, die Machtergreifung Adolf Hitlers zu vereiteln.
Und so haben mit ihren Unterschriften Oberbürgermeister Michael Bulander für die Stadt Mössingen und der Intendant Bernhard Hurm für das Theater Lindenhof heute die Verlängerung ihrer Zusammenarbeit besiegelt. Für die Stadt ist das laut Bulander ein Gewinn, denn durch die Theateraufführungen bekomme an Leben in die Bogenhalle in der Pause. Man könne in dem Ambiente einer alten Fabrikhalle sehr gutes Theater bieten.
Als Großprojekt steht im Sommer 2013 die Lindenhof-Inszenierung des Mössinger Generalstreiks an - der wird sich dann zum 80. Mal jähren. Auch so viele Jahre danach ist er noch nicht so weit aufgearbeitet, wie es viele gern hätten. Als vermintes Gebiet und Tabuthema bezeichnet Hurm den Streik. "Es gibt hier schon auch Leute, die sagen, 'des ist alles so von Kommunisten gemacht, und das waren auch keine Helden, sondern die haben auch viel Dreck am Stecken''.
Hier gebe es noch Gräben in der Bevölkerung. Sie einzuebnen, ist ein Ziel des Theaterprojekts. Die Bevölkerung will Hurm als Spieler ins Stück einbinden - und außerdem im Vorfeld im Diskurs zusammenbringen. Das sieht auch die Stadt als Chance: Es sei wichtig, die Geschichte offen anzugehen, ihr Raum zu geben und das Thema aufzuarbeiten. Das verspreche er sich auch von der Inszenierung des Theaters. Der Generalstreik soll auch schon beim Mössinger Kulturherbst 2012 aufgearbeitet werden - mit künstlerischen Mittel wie zum Beispiel dem Tanztheater.
"Bisingen live" am Sonntag mit so vielen Geschäften und Firmen wie noch nie Donnerstag, 29. September 2011 - 17:03 Uhr
Am Sonntag präsentiert der Handels- und Gewerbeverein Bisingen unter dem Motto "Bisingen live" wie schon in den Vorjahren einen verkaufsoffenen Sonntag mit Gewerbeschau. In diesem Jahr beteiligen sich 53 Geschäfte und Firmen - so viele wie noch nie zuvor. Das liegt daran, dass die Zahl der teilnehmenden Gewerbebetriebe sich um fünf erhöht hat. Die Geschäfte öffnen von 12 bis 17 Uhr.
Arbeitslosenzahlen in der Region deutlich gesunken Donnerstag, 29. September 2011 - 17:01 Uhr
Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Neckar-Alb ist im September gesunken. Die Agentur Balingen, zuständig für die Landkreise Zollernalb und Sigmaringen, meldet den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. Dort gibt es erstmals weniger als 6.500 Arbeitslose. Auch im Agenturbezirk Reutlingen, zuständig für die Landkreise Reutlingen und Tübingen, ist der bisher niedrigste Arbeitslosenstand des Jahres erreicht.
Die Zahlen im Einzelnen: Im Landkreis Reutlingen liegt die Quote bei 3,9 Prozent, im Landkreis Tübingen bei 3,6 und im Zollernalbkreis bei 4,0 Prozent.
In allen Geschäftsstellen ist die Quote im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Am niedrigsten ist die Quote derzeit in Münsingen mit 2,7 Prozent, am höchsten in Albstadt mit 4,8 Prozent. Grund für den Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei neben dem erhöhten Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern auch der Beginn von Schule, Studium und Ausbildung.
Neuer Imagefilm für die Region Neckar-Alb Mittwoch, 28. September 2011 - 16:19 Uhr
In Reutlingen hat die Standortagentur Tübingen-Reutlingen- Zollernalb heute den neuen Imagefilm für die Region Neckar-Alb vorgestellt. Der Film ist Bestandteil des Konzepts der Agentur, die die Region seit 2003 vermarktet. Geschäftsführer Wolfgang Epp zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. Bei der Präsentation sagte er: "Der Film arbeitet die Alleinstellungsmerkmale der Region heraus.' Das sei vor allem die Kombination von Wissenschaft (also die Hochschulen Tübingen, Reutlingen, Rottenburg und Albstadt) und der Wirtschaft.
Die technischen Entwicklungen der Gegenwart leicht übertreibend, zeigt der Film aus der Perspektive des Jahres 5.230, was das Wirtschaftsleben der Region im 21. Jahrhundert an Innovationen vielleicht bald zu bieten hat. Die vom Film gezeigte Forschungsrichtung ist jedenfalls schon eingeschlagen.
Die Stärken der Region sind laut Epp Medizintechnik, technische Textilien, Automotive, Leistungselektronik, Biochemie, Biomedizin und der Maschinenbau. Hier suche man weitere Inverstoren für die Region, aber auch Kooperationspartner für die Firmen. Um das zu erreichen, soll der Film nun auf Messen wie demnächst der Expo Real und auf Homepages gezeigt werden. Außerdem kann er auf YouTube angeklickt werden.
31. Herbstliche Musiktage in Bad Urach Mittwoch, 28. September 2011 - 15:40 Uhr
Am Samstag starten die 31. Herbstlichen Musiktage in Bad Urach. Klassische Konzerte und ein passendes Rahmenprogramm stehen bevor - ein Konzept, an dem sich in der 31-jährigen Geschichte des Festivals kaum etwas verändert hat. Thomas Braun, Vorstand der Stiftung "Herbstliche Musiktage Bad Urach", betont, dass es sich um ein klassisches Festival handele, das die menschliche Stimme in den Mittelpunkt stelle. Beethoven, Mendelssohn, Haydn, praktisch alle großen Namen der Klassik sind vertreten - entsprechend namhafte Künstler werden in den Konzerten spielen, wie beispielsweise Anna Prohaska vom Diogenes-Quartett. Sie ist nämlich eine der ganz großen Sopranistinnen, die in den letzten Jahren eine beispiellose Karriere hingelegt haben. In Bad Urach hatte sie vor vier Jahren ihr Debüt, entsprechend groß ist die Freude unter den Veranstaltern, dass sie auch in diesem Jahr dabei sein wird. Das diesjährige Motto der Herbstlichen Musiktage dreht sich ganz um "William Shakespeare“ und dessen Einfluss auf die Musik der Klassik und Romantik. In Theaterabenden werden seine Texte mit musikalischen Einlagen vermischt.
Wie schon in den vergangenen Jahren sind bereits viele der Vorstellungen fast restlos ausverkauft. Wer also noch Karten möchte, muss sich beeilen.
www.herbstliche-musiktage.de
Bürgerbefragung in TÜbingen Dienstag, 27. September 2011 - 17:56 Uhr
Morgen beginnt in Tübingen eine Bürgerbefragung zur Kulturkonzeption. Die Stadtverwaltung hat rund eintausend Bürger nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und ihnen sechsseitige Fragebögen zugeschickt. Darin wird unter anderem gefragt, wie zufrieden die Bürger mit dem kulturellen Angebot in der Stadt sind und wo sie Handlungsbedarf für das Kulturleben sehen. Die Ergebnisse fließen dann in eine Kulturkonzeption. Diese soll die Ziele städtischer Kulturpolitik festlegen.
Der Verkehrsunfall vom vergangenen Mittwoch auf der B 463 in Albstadt zwischen Ebingen und Lautlingen hat jetzt sein zweites Todesopfer gefordert. Ein Auto eines 69jährigen war auf einen Motorroller aufgefahren. Der 17jährige Sozius war bereits an der Unfallstelle an seinen Kopfverletzungen gestorben. Der 16jährige Fahrer war in eine Tübinger Klinik eingeliefert worden. Dort verstarb dieser gestern Abend.
Tübinger Bauruine als Hotel geeignet Dienstag, 27. September 2011 - 17:53 Uhr
Die Bauruine an der Blauen Brücke in Tübingen soll durch ein Hotel ersetzt werden. Das empfiehlt zumindest eine Machbarkeitsstudie, welche die Stadtverwaltung gestern Abend im Planungsausschuss des Gemeinderats vorgestellt hat. Laut Studie würde sich dieser Standort am ehesten für ein Zwei-Sterne-Hotel einer national bekannten Hotelkette mit 110 Zimmern eignen. Die Verwaltung will das Ergebnis der Studie auf einer Bürgerversammlung im November vorstellen.
Renoviertes Stift Bad Urach Dienstag, 27. September 2011 - 17:51 Uhr
Das Stift Bad Urach - Einkehrhaus und Tagungsstätte der evangelischen Landeskirche in Württemberg - hat sich in den vergangenen zwei Jahren umfangreicher Umbau- und Sanierungsarbeiten unterzogen. Im Innenbereich sind diese jetzt abgeschlossen. Damit wurde das traditionsreiche Haus weiter in die Moderne geführt, dass Menschen der heutigen Zeit mit ihren Herausforderungen und Belastungen eine Oase der Ruhe und Besinnung finden können, betont Bärbel Hartmann, Pfarrerin und Leiterin des Einkehrhauses. In verschiedenen Bauabschnitten wurde von den Gästezimmern über die Seminarräume bis hin zu den gastronomischen Einrichtungen alles grunderneuert. Beispielsweise in der letzten Renovierungsphase wurde der Speisebereich als schönes Restaurant hergerichtet, in dem man verweilen und die Seite der Gastfreundschaft genießen kann. Innerhalb des Gebäudes sind die Arbeiten damit abgeschlossen. Das Stiftsfest am 3. Oktober wird gleichzeitig als Einweihungsfeier dienen, bei der auch Landesbischof Frank Otfried July eine Predigt halten wird. Das Programm wird sich am 3. Oktober rund ums Stift drehen, mit Begegnungscharakter, Gesprächen, Essen und Trinken. Auch eine Theateraufführung wird nicht fehlen.
Die Umbauarbeiten am Stift Bad Urach kosten 6,9 Millionen Euro und setzen sich im Außenbereich noch bis ins kommende Jahr fort.
Schwarz-Gelb kurz vor der Euro-Abstimmung - FDP sieht keine Krise Dienstag, 27. September 2011 - 16:22 Uhr
Innerhalb der schwarz-gelben Koalition in Berlin gibt es offenbar Unstimmigkeiten in Sachen Euro-Rettung. Einzelne Abgeordnete wollen der Erweiterung des Rettungsschirms nicht zustimmen. Gleichzeitig soll es Beobachtern und Medien zufolge innerhalb der Koalition vernehmlich knirschen. Diesen Vorwurf will der Reutlinger FDP-Bundestagesabgeordnete Pascal Kober jetzt entkräften.
Derzeit sieht es finster aus für den Euro - das sagen zumindest Kritiker des Euro-Rettungsschirms. Auch im Berliner Bundestag muss Schwarz-Gelb am Donnerstag um die eigene Mehrheit bangen. Dann werden die 620 Bundestagsabgeordneten entschieden, ob der Euro-Rettungsschirm EFSF ausgeweitet wird.
Pascal Kober von der FDP ist einer dieser Abgeordneten. Als Koalitionspartner der CDU schenken die Medien den Liberalen ganz besonders die Aufmerksamkeit. Wohl sei ihm bei der Sache nicht - immerhin sei die Abstimmung eine Entscheidung mit enormer Tragweite. Kober könne zwar die Argumente der Kritiker teilweise nachvollziehen. Doch am Ende hätten sie keine bessere Lösung als den EFSF.
Kein Euro-Rettungsschirm - die Folgen wären für die Griechen dramatisch, sagt Kober. Innerhalb der FDP gebe es kaum noch Kritiker zwei Tage vor der Abstimmung. Dass auch die Opposition dem EFSF zustimmen will, sei ein deutliches Signal dafür, dass SPD und Grüne im Bundestag eben auch keine Alternative zum Rettungsschirm haben.
Genau wie FDP-Chef Philipp Rösler ist Kober rösler ist überzeugt davon, dass es am Donnerstag im Bundestag zu keinem Eklat kommen wird - auch wenn einige Christdemokraten und Liberale wohl nicht zustimmen werden. Kober rechnet mit einer Mehrheit innerhalb der Koalition. Er freut sich sogar darüber, dass es im Parlament abweichende Meinungen gebe - das sei lebendige Demokratie und eben keine Krise.
Dabei gehe unter, wie erfolgreich die Koalition in Berlin sei: Die Arbeitslosenzahlen seien drastisch gesunken - das Verhältnis zwischen CDU und FDP sei sehr gut. Die Medien stürzten sich eben naturgemäß und zum Leidwesen der Politiker nur auf Streitereien. Bestes Beispiel: Röslers Ansage zur Griechenland-Insolvenz. Spannend sei laut Kober, dass die Medien nur über Rösler sprächen - nicht aber über die CSU, die genau den selben Standpunkt in Sachen Griechenland-Insolvenz vertrete. Für Griechenland brauche es eben eine unbequeme Lösung.
An den Börsen zeichnen sich erste Schwierigkeiten für Deutschland ab: Die mögliche Aufstockung des EFSF könnte sich laut Ratingagenturen negativ auf die Kreditwürdigkeit der Euro-Staaten auswirken.
Sozialministerium und Verbraucherschutzministerium gemeinsam gegen den demografischen Wandel Montag, 26. September 2011 - 17:08 Uhr
Der demografische Wandel ist das Gespenst unserer heutigen Zeit: Menschen über 60 sind die einzige Bevölkerungsgruppe in Deutschland, die noch wächst. Mit dem Alter steigt aber auch das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Nicht nur für die Pflegeversicherungen ist das eine Herkulesaufgabe: Auch für das Land und die Kommunen stellt sich die Frage: Wie informiere ich Senioren und deren Angehörige über einen Pflegedienst-Markt, der immer größer wird?
Bei einem Schlaganfall kann alles ganz schnell gehen. Ein Familienmitglied wird über Nacht zum Pflegefall. Angehörige sind dann schnell überfordert: Wo finde ich schnell Hilfe - welche Leistungen gibt es - und wie komme ich an die Leistungen heran? Genau diesen Fragen will das Land jetzt mehr Aufmerksamkeit schenken. Sozial-ministerium und Verbraucherschutzministerium wollen in dieser Frage künftig Hand in Hand gehen. Denn: Pflege und Verbraucherschutz hänge heute eng zusammen.
Die Baden-Württemberger leben ja laut Statistik am ältesten - und am gesündesten, sagte Verbraucherminister Bonde (Grüne). Dennoch sei der demografische Wandel das Hauptthema im Land und lässt es auch für immer mehr Bürger im Land zu einer zentralen Frage werden.
So wächst der Markt an Pflegediensten und Hilfeleistungen enorm schnell. Hier müsse das Land die Menschen besser informieren. Vor allem online soll sich hier einiges tun. Ein besonders guter Anlaufpunkt für Betroffene seien in jedem Fall die 48 Pflegestützpunkte im Land - ein Netz von dezentralen Beratungsstellen im Landkreis. Dieso wolle man ausbauen, betont Sozialministerin Altpeter (SPD). Das Ziel sei eine unabhängige, flächendeckende Beratung für Senioren und Angehörige. Erschwerend komme hinzu, dass es immer schwerer für Verbraucher werde, die richtige Wahl beim stetig wachsenden Pflegeangebot zu treffen.
Das Land will zudem ambulante Pflegedienste und Haushaltshilfen ausbauen. Zugleich fordert Altpeter den Bund auf, die Altersdemenz endlich in die Kategorie Pflegebedürftig-keit miteinzubeziehen. Die Senioren im Land sehen das nicht ganz so optimistisch. Sie loben zwar die Kooperation zwischen Verbraucherschutz- und Sozialministerium. In Sachen Pflegestützpunkt überwiegt die Kritik.
Roland Sing vom Landesseniorenrat ist nicht zufrieden mit den Pflegestützpunkten: Er hält die 48 Stück - fast einer pro Landkreis - für viel zu wenig. Zugleich fordert er neue Öffnungszeiten und mehr Personal - denn ein Schlaganfall frägt nicht an, ob ein Pflegestützpunkt gerade geöffnet sei. Mindestens 200 Stützpunkte fordert der Landesseniorenrat - und mehr Personal. Zudem vermisst er ressortübergreifende Konzepte in Sachen demografischer Wandel.
Motocross "Stoppel-X-Treme“ in St. Johann/Upfingen Montag, 26. September 2011 - 16:21 Uhr
Am vergangenen Wochenende hat in St. Johann-Upfingen bereits zum zehnten mal das "Stoppel-X-treme“ stattgefunden - ein Hobby-Motocross- und Enduro-Rennen, bei dem es um mehr geht, als bloß mit dem geländetauglichen Motorrad, über Äcker zu fahren: Steilhänge und enge Kurven verlangten den rund 400 Startern einiges an Fahrkönnen und Druchhaltevermögen ab. Veranstaltet wurde dieses Rennen wie die letzten Jahre zuvor wieder von dem Verein Team OCB, der "Offroad-Cross-Basis“ Schwäbische Alb.
Krämermarkt Eningen Montag, 26. September 2011 - 16:20 Uhr
Am Sonntag hat die Stadt Eningen unter Achalm zum mittlerweile neunten Mal ihr traditionelles Krämerfest abgehalten. Über 50 Händler, Handwerker und Gastronomen boten an dem verkaufsoffenen Sonntag unter anderem Kleidung, Haushaltswaren und Musikinstrumente an, um nur einige zu nennen. Zahllose Besucher machten von dem reichhaltigen Angebot bei bestem Flanierwetter Gebrauch. Für die Veranstalter vom Gewerbe- und Handelsverein war das Fest sehr zufriedenstellend.
Dußlinger Ölmühle wurde 100 und gab Einblicke Montag, 26. September 2011 - 15:22 Uhr
Mit einem Ölmühlenfest und einem Tag der offenen Tür hat die Ölmühle in Dußlingen im Landkreis Tübingen ihr 100jähriges Bestehen gefeiert. Etwa 250 Besucher kamen, um einen Blick in die Mühle zu werfen. Die Familie Steinhilber hatte den Bau vor 100 Jahren gekauft. Von Generation zu Generation weitergeführt, ist die Ölmühle heute noch immer im Familienbesitz. Besonders stolz ist man in der Mühle auf das Speise-Leinöl nach Schlesischer Art - es wird auf zwei alten Stempelpressen gepresst. Dieser Produktionsprozess ist mittlerweile einzigartig in Deutschland.
Energietag, Bauernmarkt und verkaufsoffener Sonntag bringen 10.000 Besucher nach Bad Urach Montag, 26. September 2011 - 15:21 Uhr
Bad Urach hat gestern mit seinem Programm aus Energietag, Bauernmarkt und verkaufsoffenem Sonntag etwa 10.000 Besucher auf den Marktplatz gezogen. Im Rahmen des landesweiten, fünften Energietages konnten sich Gäste auf dem Marktplatz über Energiespaßmaßnahmen, umweltfreundliche Mobilität und energetische Sanierungen informieren. Rund 20 Aussteller hatten ihre Stände zum Thema Energie auf dem Marktplatz aufgebaut. Der Bauernmarkt bot regionale Produkte zum Probieren und Kaufen.
Blick in die Pflege - Projektwoche an Realschule Pliezhausen soll die Schüler für schwieriges Thema sensibilisieren Sonntag, 25. September 2011 - 15:49 Uhr
An der Realschule in Pliezhausen stand vergangene Woche in den achten Klassen das Thema Pflege im Vordergrund. Zum Jahr der Pflege hatte die Schule eine Projektwoche organisiert - unter dem Motto "100 Jahre leben“ sollten sich die Schüler mit Themen auseinandersetzen, die für viele nicht einfach sind. "Es waren natürlich auch Themen, die eine schwere Kost boten", sagte Pflegeberaterin Michaela Kilian-Schwille von Compass. "Vielleicht fühlt sich der eine oder andere überfordert mit dem Thema.' Wie bei der Abschlussveranstaltung am Freitag, aber auch zuvor in Workshops oder bei Ausflügen in Heime für Senioren oder Menschen mit Behinderungen gab es für die Achtklässler einiges zu lernen. "Zum Beispiel in einer Einrichtung, die in der Behindertenhilfe tätig ist, dass auch Menschen die eine schwere Behinderung haben, durchaus auch im Arbeitsalltag teilnehmen können.' Pflegeberaterin Kilian-Schwille und der Realschule Pliezhausen war es ein Anliegen, den Schülern näher zu bringen, dass Menschen mit Behinderungen ein lebenswertes Leben in seiner ganzen Qualität führen können.
Mittelalterliches Spectaculum in Rottenburg bietet Einblick in die Vergangenheit Sonntag, 25. September 2011 - 15:40 Uhr
Kettenhemdenschmiede und andere mittelalterliche Handwerksberufe hautnahe erleben. Das konnten die Besucher des Mittelalterlichen Spectaculums an diesem Wochenende im Stadtgraben in Rottenburg. Die Freie Historische Narrenzunft hatte in ihrer fasnetsfreien Zeit das mittelalterliche Treiben organisiert. Auf unterhaltsame Weise wollten die Veranstalter dem Publikum die Sitten und Gebräuche des Mittelalters nahe bringen. Dazu gehörte auch ein Mittelaltermarkt. Hier konnten die Besucher beispielsweise Trinkhörner nebst dazu gehörigem Inhalt erstehen. Aber auch Zauberer, Wahrsagerinnen und andere fahrende Leute und Gaukler präsentierten sich. Beim Lagerleben konnten die Gäste schließlich einen Einblick in den mittelalterlichen Alltag gewinnen.
Energietag auch in Balingen Sonntag, 25. September 2011 - 15:39 Uhr
Am landesweiten Energietag Baden-Württemberg hat sich gestern auch die Energieagentur Zollernalbkreis beteiligt. In Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft und deren Innungen präsentierte sie sich auf dem Marktplatz. Energie sparen und erneuerbare Energien, so das Thema. Blickfang war dieses mit Solarstrom betriebene Elektroauto, aber auch wer sich für Altbaumodernisierung oder Wärmedämmung interessierte, bekam hier Beratung vom Fachmann.
Positive Bilanz für Tübis Sonntag, 25. September 2011 - 15:38 Uhr
Seit rund 2 Jahren gibt es in Tübingen ein landesweit einzigartiges Projekt: Das lokale Netzwerk Tübinger Bildungsanbieter, kürz TüBis. Jetzt haben die verantwortlichen eine positive Bilanz gezogen. Bei "Tübis“ haben sich städtische Einrichtungen wie Volks- und Musikschule mit Institutionen wie dem Amerikanischen, dem Deutschen und dem Französischem Kulturinstitut zusammengeschlossen. Das Ziel: die Wünsche der Bürger beim Thema Bildung besser zu berücksichtigen. Für die Bürger gibt es einen eigenen Bildungsschalter, aber auch eine Platzvergabe-Möglichkeit im Internet.
Die Polizeidirektion Balingen bereitet derzeit eine telefonische Bürgerbefragung im Zollernalbkreis vor. Zwischen dem 4. und 15. Oktober sollen zufällig ausgewählte Menschen ab 18 Jahren Fragen beantworten - unter anderem, wie die Arbeit der Polizei vor Ort eingeschätzt wird und wo der Schuh drückt. Die Angerufenen werden zufällig ausgewählt und sollen insgesamt 25 Fragen beantworten. Die Polizeidirektion Balingen erhofft sich damit neue Erkenntnisse für ihre Arbeit.
Geheim-Logen in Reutlingen - Ausstellung ermöglicht Blick hinter die Kulissen Sonntag, 25. September 2011 - 12:56 Uhr
Noch immer umweht sie der Hauch des Geheimnisvollen und des Versteckten. Die Rede ist von Logen wie die der Freimaurer. Was aber sind Logen, was sind Freimaurer oder Druiden. Zur Beantwortung dieser Fragen möchte die aktuelle Ausstellung im Reutlinger Heimatmuseum beitragen. Anlass sind die Jubiläen mehrerer Reutlinger Logen - darunter die Freimaurer-Loge "Glocke am Fuß der Schwäbischen Alb“, die jetzt ihr 125jähriges Bestehen feiert. Die Ausstellung öffnet ab heute ihre Pforten.
Reutlingen, im Jahre 1886. Die aufstrebenden Stadt ist Heimat für einen Kreis von Männern, die sich immer wieder diskret in diesem Gebäude treffen. Im sogenannten Marchtaler Hof erhalten sie eine lang ersehnte Nachricht aus Hamburg.Ihr Antrag, in den Kreis Freimaurer-Logen aufgenommen zu werden, ist bestätigt - Geburtststunde der "Johannisloge Glocke am Fusse der schwäbischen Alb“. Das mittelalterliche Gebäude steht nur einen Steinwurf vom Reutlinger Heimatmuseum entfernt- jenem Ort, an dem jetzt eine Ausstellung ein Fenster öffnet in eine Welt, die über Jahrhunderte Gegenstand von Spekulationen war. Hinter die Kulissen der geheimen Brüder- und Schwesternbünde, ihrer Rituale und Zeichen.
Freimauer - Werner Zey von der Reutlinger Loge - seien Menschen, die versuchen durch die Symbolik und Rituale, sich zu besinnen, denn Versuch zu machen, sich selbst zu erkennen und ihre Ideale im Alltag zu leben. Fünf Ideale, die von Freiheit und Gleichheit über Brüderlichkeit und Toleranz bis hin zur Humanität reichen.
Diese Ideal entstammen der Zeit der Aufklärung. Eine Zeit, in der Menschen begannen, die Strukturen absolutistisch-monarchisch-ständischer Gesellschaften zu hinterfragen. Gedanken, die sich deshalb auch gegen bestehende Herrschaft richteten - und so nur im Verborgenen gedacht und gelebt werden konnten.
Die Traditionslinien der Freimaurerei und ihre Symbolik reichen nach heutigen Kenntnisen aber noch wesentlich tiefer in die Vergangenheit. Freimaurer verweisen auf Quellen, die bis zum Tempel Salomons und in die frühchristliche Zeit zurückreichen. Sicher ist: ein Großteil der Symbolik stammt aus der Zeit der Dombauhütten des Mittelalters.
Die Reutlinger Ausstellung zeigt Zeugnisse aus dieser freimaurerischen Welt. Jedoch sind die Maurer nicht der einzige Geheimbund in der Stadt, jedenfalls nicht mehr ab dem Jahre 1911.
Das Symbol dieser anderen, die sich Druiden nennen, ist eine goldene Sichel. Der Druidenorden baue auf das gleiche GRundgedankengut, so Wolfgang-Peter Triebs, Mitglied im Reutlinger Druidenorden. Der Aufklärer Emanuel Kant sei von zentraler Bedeutung. Was die Druiden von den Freimaurern unterscheide, sei der Symbolrrahmen. Der 1781 gegründete Orden stammt aus England. Dort gab es im damaligen Zeigeist eine starke Besinnung auf die keltische Mystik.
Das Streben, im abgeschlossenen Rahmen brüderlichen Gemeinschaft durch Ideale, Reflektion und Selbtbeschau ein besserer Mensch zu werden, um dann die Welt selbst ein Stück besser zu machen, war lange den Männern vorbehalten. Wenige aber wissen: im Reutlinger Tempel arbeitet auch ein Schwesterbund - seit mittlerweile 25 Jahren. Das Gedankengut der Freimaurer - so Helga Widmann von der Frauenloge "Drei Säulen im Zeichen der Silberdistel“ reiche über die Geschlechtergrenzen. Dass es zunächst nur Männer-Logen gegeben habe, habe mit der generellen gesellschaftlichen Situation zu tun. Über viele Jahrhunderte hätten diese weder politisch noch gesellschaftlich eine große Rolle spielten. Und deshalb habe es auch relativ spät erst Frauen-Logen gegeben.
Das Gedankengut der Bünde, als Mensch nach Idealen zu streben, den rohen Stein der Seele zu erkennen und zu formen, um schließlich selbst mit an einer anderen Welt zu bauen, hat nach Angaben der Reutlinger Logen wieder Zulauf. "Logenleben in Reutlingen“ - noch bis zum 13. November im Reutlinger Heimatmuseum.
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