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Die Woche ab 24. August 2008
Gesundheitsgefahr - Blaualgen im Kirchentellinsfurter Baggersee entdeckt Samstag, 30. August 2008 - 15:59 Uhr
Das Baden im Kirchentellinsfurter Baggersee kann derzeit gesundheitsgefährdend sein. Der Grund sind Blaualgen, die das Gesundheitsamt jetzt im Wasser nachgewiesen hat. Die Bakterien sind mit bloßem Auge als Schlieren zu erkennen. Die Gemeinde Kirchentellinsfurt hat inzwischen Warnhinweise aufgestellt. Dort wird empfohlen, nicht im See zu baden. Wer es trotzdem nicht lassen kann, sollte wenigstens verhindern, Wasser zu schlucken. Trotz der Warnhinweise ließen sich einige vom Schwimmen im See nicht abhalten. Verboten ist das Baden nicht. Allerdings können die Blaualgen Hautreizungen, Atemnot und Magen-Darm-Probleme hervorrufen.
Viermal Kunst - Balinger Sommerausstellungen gehen in die letzte Woche Samstag, 30. August 2008 - 14:25 Uhr
Die Schulferien sind erfahrungsgemäß arm an Veranstaltungen. Um den Daheimgebliebenen auch im kulturellen Sommerloch etwas zu bieten und um Touristen nach Balingen zu locken, haben die städtischen Kulturbetriebe in Balingen gleich vier Ausstellungen auf die Beine gestellt - eine davon, die SkulpTour, unter freiem Himmel. Die anderen drei - Emil Nolde, Horst Janssen und Roman Scheidl - gehen jetzt in die letzte Woche. Zeit für ein erstes Fazit:
Besuchermagnet Nummer eins ist natürlich die Nolde-Ausstellung. Es vergeht kein Tag, an dem nicht zahlreiche Besucher in die Stadthalle strömen. Die Besucherzahlen übertreffen die kühnsten Erwartungen der Veranstalter. "Wir sind überwältigt! Wir sind begeistert!' sagte Stadthallen-Chef Ulrich Klingler gegenüber RTF.1. Schon jetzt zeichnet sich ein Balinger Besucherrekord ab. Die Besucher kommen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. Manch einer hat auf der Fahrt in den Urlaub einen kleinen Abstecher nach Balingen gemacht. Die Reaktionen der Besucher seien überwiegend positiv gewesen, sagte Stadthallen-Chef Klingler. "Die Besucher verlassen euphorisiert die Ausstellung", sagte er. "Die Gästebucheinträge sind zu 99 Prozent totale positive Zustimmung.'
Aber nicht nur Emil Nolde erweist sich als Besuchermagnet. Kunst aus dem Norden Deutschlands gibt es auch in der Zehntscheuer zu sehen. Horst Janssen, einer der bekanntesten Zeichner Deutschlands, lockte bislang fast 10.000 Besucher an. Die Ausstellung "AugenLust“ zeigt Bilder, die man sonst nicht zu sehen bekommt.
Klein, aber fein ist die Ausstellung in der Rathausgalerie. Ein Abschlussschmankerl für den Kunstfreund, so Ulrich Klingler: die Roman-Scheidl-Ausstellung. Ölgemälde, Zeichnungen und Keramik des österreichischen Künstlers sind hier ausgestellt. Allgegenwärtig und für ihn charakteristisch sind seine tanzenden Figuren. In seinen Zeichnungen stellt er sie in Sekundenschnelle fertig. Seinen Bildern verleihen sie poetische Anmut und wohltuende Leichtigkeit. Bis zum 7. September sind seine Kunstwerke in der Rathausgalerie zu sehen.
Die Skulpturen in der Stadt und am Radweg nach Schömberg werden aber noch eine Weile bleiben. Und auch wenn man die Besucherzahl hier nicht messen kann, zieht Klingler auch bei der SkulpTour ein positives Fazit. Er habe schon viele Radfahrer beobachtet, die sich die Kunstwerke am Wegesrand auch angesehen hätten. Die rund hundert Objekte der Freiluftausstellung sorgen nicht nur für neue Sichtachsen - sie werden auch weiterhin so manchen Radfahrer nach Balingen locken.
Hochkarätiges Turnier - Acht Frauenhandball-Teams aus sieben Nationen kämpfen um den Sika-Cup Samstag, 30. August 2008 - 14:18 Uhr
Hochkarätig besetzt ist das Internationale Frauenhandball-Turnier um den Sika-Cup. Seit gestern Nachmittag messen sich acht Mannschaften aus sieben Nationen in der Bad Uracher Ermstalhalle. Zu den Favoriten gehört das Team des TSV Bayer Leverkusen. Hier zu sehen im Spiel gegen Zvenigorod aus Russland. Am Ende siegte Leverkusen mit 12:8. Lokalmatadorinnen sind die Spielerinnen von Frisch auf Göppingen. Zunächst geht es im Modus jeder gegen jeden. Morgen starten dann um 11 Uhr 40 die Halbfinale und um 16 Uhr das Endspiel.
SSV Reutlingen - 1860 München II 1:1 Samstag, 30. August 2008 - 14:18 Uhr
1:1 hieß es gestern Abend im Reutlinger Kreuzeichestadion nach 90 Minuten. Gegen die kleinen Löwen zeigte der SSV Reutlingen eine deutliche Leistungssteigerung. In der 51. Minute gingen die Rot-Schwarzen durch ein Tor von Andreas Rill in Führung. Nach der Führung der Reutlinger wurden die Münchener stärker. In der 75. Minute schoss Philipp Hosiner den 1:1-Ausgleich. Einen Nachklapp zum Spiel sehen Sie am Montag im Sport.
Erste Schritte in der neuen Heimat - Migrationserstberatungsstelle und Ausländerbehörde arbeiten in Reutlingen eng zusammen Freitag, 29. August 2008 - 17:52 Uhr
Seit Juni 2008 arbeiten die Reutlinger Ausländerbehörde und die Migrationserstberatungsstelle noch enger zusammen. Um mehr Zugezogenen die ersten Schritte in der neuen Heimat zu erleichtern, hat die Beratungsstelle nun ein Büro in den Räumen der Ausländerbehörde eingerichtet. Mit zwei weiteren Kollegen hilft Tatjana Naumann den jährlich 100 Zugewanderten in Reutlingen heimisch zu werden. Die Erstberatung wird von der Caritas, dem Jugendmigrationsdienst und dem Rotem Kreuz angeboten. Seit dem Zuwanderungsgesetz 2005 sind Migranten verpflichtet, einen Integrationskurs zu besuchen. Der Schlüssel für das Einleben im neuen Land sei die Sprache, so die Ausländerbehörde - keine Integration oder berufliche Zukunft ohne Sprachkenntnisse. So berät Tatjana Naumann die Neuankömmlinge nicht nur in sozialen Fragen, sondern sucht den geeigneten Kurs aus den Angeboten der acht Reutlinger Sprachkursträger. Seit der Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde nutzen mehr Zugezogene die Migrationserstberatung.
Blauzungenkrankheit auch in Tübingen, Reutlingen und Zollernalb Freitag, 29. August 2008 - 17:01 Uhr
Die Blauzungenkrankheit bei Rindern und Schafen breitet sich immer weiter aus. Die Viruserkrankung ist für den Menschen ungefährlich, kann aber zum Tod der Tiere führen. Sie wird von Stechmücken übertragen. Nachdem gestern Fälle aus Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis gemeldet wurden, sind nun auch Infektionen in Rottweil aufgetreten. Der Landkreis Tübingen meldet bisher 37 Erkrankungen. Betroffen sind neun Viehbetriebe. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind in Tübingen dreizehn Schafe und ein Rind verendet. Aus dem Zollernalbkreis werden momentan sieben Fälle bei Schafen gemeldet. Im Landkreis Reutlingen liegen bisher drei Meldungen vor. Symptome der Blauzungenkrankheit sind hohes Fieber, Fressunlust und eine geringere Milchproduktion. Wenn die Krankheit klinisch werde, dann sehe man auch blutig-schorfige Erosionen am Maul, so Dr. Anne Schhwörer, die Amtstierärztin des Landkreises. Beim Rind seien zusätzlich die Zitzen verschorft, während das Schaf geschwollene Nüstern bekomme. Dazu kämen bei allen Tieren Schluckbeschwerden. Das Tier speichle und triele dann. Bei einer Schwersterkrankung würden dann Mundschleimheit und Zunge blau. Dieses Phänomen begründe den Namen der Krankheit. Das Virus wird nur durch Stechmücken und nicht von Tier zu Tier übertragen. Die Erkrankung tritt erst seit 2006 in Deutschland auf und war ursprünglich in Südeuropa beheimatet. Erst im Juni hatte das Land eine verpflichtende flächendeckende Impfaktion gestartet. Völlig unklar ist deshalb, wie sich die Krankheit wieder ausbreiten konnte. Es habe Probleme mit der Herstellung des Impfstoffes gegeben, so Dr. Anne Schwörer. Dieser sei leider erst im Juni bereit gestanden. Da er noch nicht zugelassen worden sei, habe man noch nicht genügend Erfahrung mit der Handhabung. Die Impfung habe erst beginnen können als es schon warm gewesen sei. Möglicherweise seien einige Tier da schon infiziert gewesen und man habe in die Inkubationszeit hinein geimpft. Im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium weist man darauf hin, dass das Virus auch in Wildbeständen überdauert haben könnte. Dort will man neugeborene Schafe in Zukunft zweimal impfen. Von insgesamt 30 000 Viehbetrieben in Baden-Württemberg seien bisher nur 90 betroffen. Dass die diesjährige Infektionswelle wesentlich schwächer verlaufe als im Jahr 2006, sei ein Erfolg der verpflichtenden Impfung. Betroffene Bauern würden für jedes verendete Tier entschädigt, das geimpft sei.
Kindern und Eltern Mut machen - Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung macht Station in Reutlingen und Tübingen Donnerstag, 28. August 2008 - 17:31 Uhr
Die 16. Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung hat gestern Halt in Reutlingen und Tübingen gemacht. Vierzig früher krebskranke Menschen fahren dabei in einer Woche knapp 600 Kilometer mit dem Fahrrad quer durch Deutschland. In Reutlingen waren die Städtischen Kinderhäuser ihr Etappenziel. Über die Hälfte ihrer Route nach Freiburg haben die Radler schon hinter sich. Nach einer kurzen Stärkung machte sich die Gruppe auf den Weg nach Tübingen. Dort steuerten die Radler die Kinderklinik an - hier warteten schon einige krebskranke Kinder auf die Gruppe. Speziell für Christiane Stommel hatte der Halt in Tübingen eine ganz besondere Bedeutung. "So wie wir könnt ihr das auch schaffen!“ lautet das Motto der Regenbogengruppe. Damit wollen sie nicht nur den Kindern zeigen, dass sie wieder gesund werden können, sondern auch den Eltern Hoffnung und Mut machen.
Zahl der Arbeitslosen saisonbedingt gestiegen Donnerstag, 28. August 2008 - 15:33 Uhr
Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Neckar-Alb ist im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen. Die Agentur Reutlingen meldet eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte. In Balingen erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,3 auf 4,5 Prozent. Am meisten stieg die Arbeitslosenquote in der Balinger Hauptagentur. Hier beträgt die Quote jetzt 4,4 Prozent. In Reutlingen und Bad Urach war der Anstieg am geringsten. Nach Angaben der Arbeitsagenturen ist der leichte Anstieg saisonbedingt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurückgegangen.
Balinger Scheune abgebrannt Donnerstag, 28. August 2008 - 15:32 Uhr
In Balingen ist vergangene Nacht eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder gebrannt. Trotz eines raschen Einsatzes der Balinger Feuerwehr, die mit 90 Einsatzkräften vor Ort war, brannte die leerstehende Scheune komplett aus. Ein Übergreifen des Feuers auf ein benachbartes Wohngebäude konnte jedoch verhindert werden. Der Sachschaden dürfte sich auf bis zu 40.000 Euro belaufen. Die Brandursache steht derzeit noch nicht fest, Kriminaltechniker der Polizeidirektion Balingen haben die Ermittlungen aufgenommen.
Geselliges Beisammensein - Reutlinger Weindorf öffnet seine Pforten Donnerstag, 28. August 2008 - 15:01 Uhr
Am Fuße der Marienkirche ist gestern Abend das 23ste Reutlinger Weindorf gestartet. Bis zum sechsten September bieten wieder acht Wirte regionale Spezialitäten und ausgewählte Weine an. Bereits seit zwanzig Jahren hält der Reutlinger Liederkranz dem Weindorf die Treue, und so läutete der Chor auch dieses Jahr die Traditionsveranstaltung ein. Das Weinglas frisch aufgefüllt hat sich gestern Oberbürgermeisterin Barbara Bosch zur Weindorferöffnung aufgemacht. Im vergangenen Jahr war sie abstinent geblieben und hatte die Eröffnung dem Kollegen Rist überlassen. Um so mehr freute sich Bosch deshalb als sie gemeinsam mit Weindorfchef Julius Vohrer gestern den Reutlinger Herbst einläutete. Vohrer erklärt den Erfolg des Weindorfs mit seiner familiären Atmosphäre - die OB sieht das ähnlich. Tausend Arbeitsstunden liegen hinter den Laubenteams, bevor das erste Viertele über die Theke geht. Wasserleitungen müssen gelegt werden, Strom muss her und die komplett ausgestatteten Küchen wollen aufgebaut sein. Kritiker bemängeln am Reutlinger Herbst, dass er sich nicht mit anderen baden-württembergischen Weinfesten messe könne - die Region Neckar-Alb sei schließlich keine richtige Weingegend. An Dieter Wetzel vom Metzinger Hotel Schwanen perlt diese Kritik ab. Der Mitbetreiber der Ermstallaube denkt globaler. Das zunehmend auch jüngere Publikum bevorzuge aber immer noch ausländische Weine. Die gibt es auf dem Weindorf natürlich auch. In den Anfangsjahren des Reutlinger Herbsts wollten die Wirte das voran gegangene Weindorf immer wieder übertreffen, man habe versucht immer eins drauf zu setzten, so Wetzel. An Ideen hat es den Gastronomen nicht gemangelt. Und so wird der Reutlinger Herbst auch dieses Jahr wieder ein Treffpunkt für Leute aus der ganzen Region sein. Menschen, die in gemütlicher Runde zusammen kommen, um das eine oder andere Viertele zu schlotzen.
Vor dem Bürgerentscheid: Geplantes Boss-Lager sorgt in Metzingen für Diskussion Donnerstag, 28. August 2008 - 11:57 Uhr
Die Metzinger sind am Sonntag zum Bürgerentscheid aufgerufen. Entschieden wird die Frage, ob die Firma Hugo Boss ihr umstrittenes Logistikzentrum im Gewerbegebiet Braike-Wangen bauen darf, oder ob das Bauvorhaben gestoppt wird. Nachdem der Gemeinderat bereits im Mai grünes Licht für den Modekonzern gegeben hatte, sammelte eine Bürgerinitiative 3.000 Unterschriften gegen das Hochregallager. 305 Meter lang, 180 Meter breit und an den höchsten Stellen 20 Meter hoch. Das geplante Distributionszentrum am Eingang des Ermstals spaltet die Gemüter. Zu groß, zu hoch, zu massiv, findet die Bürgerinitiative Braike-Wangen. Sie hatte das Bürgerbegehren initiiert und die Unterschriften gesammelt. Das Lagergebäude sei landschaftlich unerträglich, kritisiert die Initiative. "So was kann im Längenfeld stehen, aber hier ist es einfach maßlos", kommentierte Dr. Ulrich Lorch von der Bürgerinitiative Braike-Wangen den geplanten Bau. Die Größe sei für den Arbeitsablauf unbedingt notwendig, sagt Metzingens Oberbürgermeister Dieter Hauswirth. Das Boss-Lager ist für ihn ein Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Metzingen. Würde Boss woanders bauen, hätte dies Konsequenzen - auch für die Gewerbesteuer: "Wir werden sicherlich auf eine beträchtliche Summe an zusätzlichen Einnahmen verzichten müssen. Dann könnten wir eine Dinge, die wünschenswert wären, nicht realisieren", so Hauswirth. Ein weiteres wichtiges Argument für das Distributionszentrum: Hier sollen 400 neue und sichere Arbeitsplätze entstehen. Das verspricht zumindest die Firma Hugo Boss. Die Bürgerinitiative ist skeptisch. Für die 400 Arbeitsplätze gebe es keine Garantie. "Nach unseren Berechnungen kommt man auf keine 400. Das ist für uns eine reine Absichtserklärung", sagte Ulrich Lorch. Für dieses Argument hat der Oberbürgermeister nur ein Kopfschütteln übrig. "Unwahrheiten werden auch durch Wiederholung nicht wahr", kommentierte er die kürzlich erschienene Broschüre der Bürgerinitiative. Selbst wenn die Bürger mehrheitlich für das Logistikzentrum sind und somit mit "nein“ stimmen, heißt das noch lange nicht, dass der Neubau auch an dieser Stelle entstehen wird. Die Firma Hugo Boss plant nämlich parallel auch in Nürtingen. Noch habe man sich nicht für einen Standort entschieden, heißt es.
Wohnungsbrand - Feuer in Kusterdinger Fachwerkhaus Mittwoch, 27. August 2008 - 14:00 Uhr
Polizei und Feuerwehr sind gestern Nacht gegen 3 Uhr zu einem Wohnungsbrand in Kusterdingen ausgerückt. In einem Fachwerkhaus in der Tübinger Straße brach das Feuer wegen einem technischen Defekt im Obergeschoss aus. Nachbarn informierten die Feuerwehr Kusterdingen, die ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile verhindern konnte. Der Sachschaden wird auf bis zu 100.000 Euro geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden. Der alleinige Mieter des Gebäudes befand sich auf Geschäftsreise.
Breitbandinitiatve in Sonnenbühl will bessere Internetversorgung in ländlichen Gebieten Dienstag, 26. August 2008 - 17:00 Uhr
Vielen Menschen in ländlichen Gegenden geht es wie Benjamin Jaißle aus Sonnenbühl. Die Benutzung des Internets wird zum Geduldspiel. Wegen unzureichender Kabelkapazitäten dauert es Minuten, bis Seiten geladen sind. Teure Hochleistungsnetze aus Glasfaserkabel fehlen. Anspruchsvolle Internet-Angebote wie Musik-Downloads oder Versandkataloge sind deshalb nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar. Aus diesem Grund haben Betroffene die Initiative "alb-breitband.de" gegründet. Man habe hier in Sonnenbühl eine schlechte versorgung von DSL, so der Student Benjamin Jaißle. Die Telekom habe hier nicht gut ausgebaut. Die Sonnenbühler bräuchten aber nicht nur flächendeckend Internetzugänge, sondern auch Zugang zu High-Speed-Verbindingen. Deshalb hätten sich einige der Betroffenen entschlossen, die Initiative ins Leben zu rufen. Man wolle gleichberechtigt sein mit städtischen Regionen. Für ländliche Gebiete als Wohn- und Wirtschaftsstandorte entwickelt sich die mangelnde Anbindung immer mehr zum Problem. Junge Menschen wie Benjamin Jaißle denken langfristig über einen Umzug in die Stadt nach. Sie fühlen sich vom Leben abgeschnitten. Auch der Unternehmer Ralf Löbbe denkt daran, die Gegend zu verlassen. Die ausbleibende Versorgung mit Hochleistungsinternet ist für ihn eine wirtschaftlichen Überlebensfrage. Als Handelsvertreter habe er Kunden in ganz Deutschland und Europa, so Löbbe. Mit diesen Kunden kommuniziere er hauptsächlich über das Internet. So müsse er beispielsweise Daten und Kataloge hin- und herschicken. Dies dauere im Moment Ewigkeiten. Für sein Geschäft sei deshalb der Zugang zu hochleistungsfähigem Internet unerlässlich. Er fühle sich zunehmend ausgebremst. Zuständig hierfür sind die Telekommunikationsunternehmen. Doch seit der Privatisierung der Märkte gibt es keinen Anspruch auf Grundversorgung mehr. Teure Leitungen ausserhalb der Ballungsräume sind wirtschaftlich nicht lohnend. Hier soll das ELR, das Landesprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes greifen. Dazu müssen interessierte Gemeinden aber ein Verkabelungsprojekt ausschreiben. Das Land übernimmt dann 40 % der Kosten. Den Rest hat die Gemeinde zu tragen. Peter Hauk, der zuständige Landsesminister, sieht mit dem Förderprogramm den wichtigsten Schritt zur flächendeckenden Versorgung ländlicher Räume getan. Nun würden auch die ländlichen Regionen für die Telekommunikationsanbieter interessant. Man habe erreicht, was man angestrebt habe. Das Land wolle den Wettbewerb aktivieren und das gelinge zunehmend. Doch nicht immer sehen sich die Betroffenen vor Ort von ihren Gemeindevertretern ausreichend unterstützt. Für viele Amtsträger ist das Ziel einer besseren Internetverbindung oft noch immer reine Privatsache. Ein weiteres Problem ist, dass nur Gebiete für die Förderung infrage kommen, in denen noch keine Internetanbindung vorhanden ist. Einige schwach versorgte Gebiete sind wiederum schon zu gut versorgt, um in den Genuss des Landesprogramms kommen zu können. Für Sonnenbühl beispielsweise bedeutet dies, dass nur Teile der Gemeinde wirkliches "High-Speed"-Internet bekommen können. Die Mitglieder von "alb-breitband.de" fordern deshalb, dass Hochleistungsinternet ein Grundrecht werden soll. Sie haben eine Petition ans Europaparlament geschickt. Benjamin Jaißle befürchtet, dass man sonst in ländlichen Regionen wie Sonnenbühl die Abfahrt in die Zukunft verpassen könnte.
Schockierend und faszinierend - Balinger Zehntscheuer zeigt Horst Janssen Ausstellung Dienstag, 26. August 2008 - 16:55 Uhr
Der Künstler Horst Janssen gehört zu den bekanntesten Zeichner Deutschlands. Geboren wurde der Künstler 1929 im Hamburg, später arbeitete er hauptsächlich in Oldenburg. Dort gibt es heute sogar ein eigenes "Horst-Janssen-Museum. Zurzeit sind seine Kunstwerke in der Balinger Zehntscheuer zu sehen. In der Ausstellung "AugenLust“ sind Werke zu sehen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt. Sie stammen aus dem Privatbesitz eines guten Freundes von Horst Janssen. Besucher bekommen so einen umfassenden Einblick in das Werk des Künstlers - zu sehen sind Zeichnungen, Radierungen und Aquarelle. Horst Janssens Bilder handeln von Frauen, der Natur und oft auch vom Tod. Zudem zeichnete er mit Vorliebe Selbstporträts, insgesamt gibt es über 500 solcher Bilder von ihm. Viele Besucher nutzen die angebotene Kombi-Eintrittskarte und besuchen auch die Emil Nolde Ausstellung in Balingen. Die Besucher der Ausstellung sind zugleich fasziniert und schockiert von Janssens Werken. Zu sehen ist die Ausstellung ist noch bis zum 7. September in der Balinger Zehntscheuer.
Gleisbauarbeiten - Busersatzverkehr für Ammertalbahn Dienstag, 26. August 2008 - 16:50 Uhr
Die Ammertalbahn ist ab kommenden Freitag bis zum 5. September für den Zugverkehr gesperrt. Gleisbauarbeiten erfordern zwischen dem Tübinger Hauptbahnhof und Herrenberg einen Busersatzverkehr. Die Züge aus Plochingen und Bad Urach haben laut Bahn Anschluss an die Ersatzbusse Richtung Herrenberg. Die Ankunftszeit ist aufgrund der längeren Fahrtzeit verspätet. Auch in der Gegenrichtung haben die Ersatzbusse Anschluss an die Züge nach Plochingen und Bad Urach.
Eine eigene Melodie - Künstlerinnen verkaufen im Zwiefaltener Kunstkiosk Noten Montag, 25. August 2008 - 14:47 Uhr
Wer kennt das nicht: Man hört eine Musik und die Erinnerungen an einen großen Film tauchen vor den Augen auf. Wie wäre es, wenn eine Musik ertönt und man erkennt sich selbst darin? Die Künstlerinnen Susanne Hinkelbein und Ulrike Böhme komponieren und texten in einem kleinen Kiosk vor dem Zwiefalter Münster eigens auf ihre Kunden zugeschnittene Melodien. Das Zweifalter Münster im Hintergrund wirkt der kleine Kiosk von Susanne Hinkelbein und Ulrike Böhme wie ein in Vergessenheit geratener Souvenirladen aus den 50er Jahren. Seit 20 Jahren steht das Kabuff schon leer. Im September wird es abgerissen. Hier verkaufen die beiden Künstlerinnen einen Monat lang ihre Kreationen, die in Windeseile entstehen. Die Komponistin und Autorin Susanne Hinkelbein fragt nach den Eigenarten der Kundin. Ob sie musikalisch sei oder was für eine Blume sie am liebsten wäre. Auch die Lieblingsfarbe ist von Interesse. Carolin spielt Querflöte, mag Sonnenblumen und die Farbe rosa ist ihr am liebsten. Dann braucht die ehemalige musikalische Leiterin am Landestheater Tübingen ein paar Minuten, um die Komposition aufs Papier zu bringen. Die Verkaufsidee kommt gut an. Ganz gespannt ist auch Carolin auf ihre eigene Melodie. Auf dem Harmonium lässt die Künstlerin die Noten zu einer Melodie werden. Für 12 Euro nimmt Carolin ihre Melodie nun mit nach Hause. Noch bis zum 7. September können Interessierte es ihr Dienstags bis Sonntags von 11 bis 15 Uhr gleichtun.
"Alle Kinder sind unsere Kinder" - Hechinger Hilfsorganisation "Kinder brauchen Frieden" feiert 15. Geburtstag Montag, 25. August 2008 - 14:44 Uhr
Seinen 15. Geburtstag nutzt die Hechinger Hilfsorganisation "Kinder brauchen Frieden“ derzeit, um den Menschen ihre Arbeit vorzustellen. In der Tennishalle der Zollernstadt können Interessierte noch bis morgen das Modell einer Schule in Ruanda begehen. Außerdem gibt die Hilfsorganisation in einer Ausstellung Einblicke in ihre Arbeit. "Kinder brauchen Frieden“ gründete sich 1993, als im ehemaligen Jugoslawien Krieg herrschte. Ihr Leitsatz lautet "Alle Kinder sind unsere Kinder“.
Historischer Erntetag in Glems Sonntag, 24. August 2008 - 17:22 Uhr
In Glems bereitet man sich schon fleißig auf das Erntedankfest vor. Heute zog es wieder viele Menschen aus der Region zum Historischen Erntetag auf das Rossfeld. Die Besucher konnten dabei selbst Hand anlegen und einmal testen wie früher die Ernte eingefahren wurde. Die Erntezeit war immer ein großes Ereignis für die Dorfgemeinschaft. Früher kam es sogar vor, dass die Ferienzeiten so gelegt wurden, dass die Kinder bei der Ernte helfen konnten.
Noch heute wird Holz mittels Pferden aus dem Wald transportiert. Vier Kommandos erlernen sie dazu von ihrer Bezugsperson: Hischt, Hott, Brr und Hüh - Hischt heißt links und hott rechts. Die Pferde müssen fast ein halbes Jahr trainiert werden, so Hartmut Notheiß. Erst dann können sie problemlos im Wald eingesetzt werden, denn die Arbeit gefährlich. Doch auch zur Kartoffelernte werden die Tiere eingesetzt. Dabei gilt es Pflug und Pferde gleichzeitig zu kontrollieren - um so wichtiger, dass die Pferde aufs Wort gehorchen. Wie in alten Zeiten helfen die Kinder bei der Ernte mit und sammeln die an die Oberfläche gebrachten Kartoffeln auf. Doch jedermanns Sache ist das Pflügen nicht. Schön scheinen es auch die Besucher zu finden die sich anschauen wie früher der Dinkel geerntet wurde. Zuerst wurde er mit der Sense niedergeschnitten und dann in der Regel von der Frau zu Ähren gebündelt. Doch neben diesen alten Tätigkeiten gab es auch neues, etwa ein extra für den dritten historischen Erntetag produziertes Bier. Die Idee einen solchen Erntetag zu veranstalten kam eher zufällig aus dem Alltag heraus. Im November des vergangenen Jahres begann die Organisation des diesjährigen Erntetags. Viele Ältere aus der Dorfgemeinschaft Glems unterstützen Notheiß dabei tatkräftig. Etwa der ehemalige Hufschmied der hier Sensenblätter dengelt. Dengeln heißt das Sensenblatt richtig dünn zu machen, so dass man den Dinkel gut schneiden kann. Viele der zu beobachteten Tätigkeiten sind alte Berufe die langsam im wahrsten Sinne des Wortes aussterben. Ob es in zwei Jahren den vierten Historischen Erntetag geben wird der den Jungen diese althergebrachten Traditionen zeigt ist noch nicht klar.
Rotmilane vergiftet Sonntag, 24. August 2008 - 17:20 Uhr
Der Rotmilan in Baden-Württemberg muss sich immer wieder Giftattacken stellen. Das Vogelschutzzentrum Mössingen nimmt die gefundenen kranken oder toten Vögel auf und untersucht diese. Bei den toten Rotmilanen vermutet der Bund für Naturschutz, dass giftige Köder ausgelegt worden sind, an denen die Vögel dann verendeten. Obduziert wurden die toten Vögel vom Veterinäruntersuchungsamt. Das festgestellte Gift ist ein Pflanzenschutzmittel, dessen Anwendung in Deutschland verboten ist. Warum die Vögel vergiftet worden sind, ist den Naturschützern unklar. Denn Angst vor Attacken der Greifvögel müsse niemand haben, denn die Milane sind sehr scheue Tiere und ergreifen schnell das Weite.
Balinger Handballer siegreich Sonntag, 24. August 2008 - 17:20 Uhr
Die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten gewannen gestern das Schliffkopfturnier in der heimischen SparkassenArena. Die Mannen von Trainer Rolf Brack besiegten A1 Bregenz aus Österreich souverän mit 34:28 - auch dank einer guten Abwehrleistung. Den Turniergewinn verfolgten allerdings nicht allzuviele Zuschauer. Den dritten Platz sicherten sich die Grashoppers Zürich aus der Schweiz mit einem neunundzwanzig zu achtundzwanzig gegen ihren Ligakonkurrenten St.Otmar/St. Gallen. Die Grashoppers siegten dank eines spannenden und überzeugenden Endspurts. Ob es im nächsten Jahr eine Neuauflage des Drei-Länder-Cups geben wird steht noch nicht fest. Die Balinger zeigten sich jedenfalls Torhungrig bei diesem Vorbereitungsturnier auf die kommende Bundesligasaison. Am dritten September starten sie auswärts gegen die SG Flensburg-Handewitt.
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